zuletzt aktualisiert: 05.04.2010
Initiative Kirche von unten

Ökumenisches Abendmahl - notwendig - (un)möglich oder unvereinbar? 

 

 

Gemeinsames Abendmahl, "Interkommunion"
oder "Eucharistische Gastfreundschaft"?

Ökumenische Perspektiven (nicht nur) 
von 2003 nach 2010 

 

Mahlgemeinschaft beim Ökumenischen Kirchentag 2003 in Berlin ?!
Planungen, Stellungnahmen, Kontroversen, Dokumentation

"Herrenmahl ist ökumenisch oder nicht mehr Herrenmahl, sondern Sektenfeier, weil der Gekreuzigte alle an seinen Tisch ruft, für die er starb. (...) Wer Gäste des Gekreuzigten nicht bei sich duldet, duldet den Gekreuzigten nicht mehr in seiner Mitte. Der ist nicht mehr Teil des Leibes Christi auf Erden, sondern vertritt eine geschlossene Gesellschaft und eine religiöse Interessengemeinschaft. (...)

Faktisch wird überall und unablässig die Einladung des Christus an seinen Tisch und vor sein Angesicht zu kommen von Christen, Theologen, Kirchenleitungen, Konfessionen widerrufen und statt dessen die Verweigerung der Abendmahlsgemeinschaft praktiziert und verteidigt. Dafür gibt es keine Rechtfertigung oder Entschuldigung. Hier wird Gottes Name entheiligt, sein Reich gehindert, sein Wille ins Gegenteil verkehrt und alles Reden von der Einheit der Kirche wird hier als frommes Geschwätz entlarvt. Man will nicht einig sein. Man will es nur dann, wenn die anderen sich unserer Ideologie unterwerfen."

Ernst Käsemann: Gäste des Gekreuzigten, in:
Georg Kugler: Forum Abendmahl I, Gütersloh 1979, S. 56f.

"Eucharistische Gastfreundschaft ist theologisch möglich und sollte deshalb als Zeichen bereits bestehender Kirchengemeinschaft in ökumenischen Zusammenhängen auch jetzt schon praktiziert werden. Eucharistie- und Abendmahlsgemeinschaft entsprechen der Intention des Gefeierten. Deshalb bedarf nicht die praktizierte Gemeinschaft im Herrenmahl der Begründung, sondern deren Verweigerung."

Johannes Brosseder, Hans-Georg Link (Hrsg.):
Eucharistische Gastfreundschaft
Ein Plädoyer evangelischer und katholischer Theologen
191 Seiten, Neukirchener Verlag, Neukirchen-Vluyn 2003

Hans Küng"Die Abendmahlsgemeinschaft sollte wiederhergestellt werden, bevor die Kirchen sich ganz geleert haben. Was von oben (und in erster Linie von Rom) blockiert und mit immer neueren Einwänden und Ausreden hinausgeschoben wird, sollte in den Gemeinden und Gruppen so weit wie nur immer möglich bereits praktiziert werden. Der ökumenische Kirchentag 2003 in Berlin könnte dazu mutige Anstöße geben - oder vielleicht gar eine erste Realisierung?"

Hans Küng im Vorwort zum Buch von Johannes Rehm:
Eintritt frei! Plädoyer für das ökumenische Abendmahl
144 Seiten, Patmos-Verlag, Düsseldorf 2002


Weitere Stellungnahmen der IKvu zum Thema: