zuletzt aktualisiert: 15.03.2008
Initiative Kirche von unten

Ökumenische Gemeinde(bildung) - Carl-Peter Klusmann

 

 

 

Ökumenische Gemeinden - eine Chance?


Ökumene, das ist ein Thema von Pfarrern und Theologen, zwischen Papst und den Oberen der anderen Kirchen. So scheint es. In Wirklichkeit geht es vor allem um das Zusammenleben von Christenmenschen am jeweiligen Ort! Die Frage nach "ökumenischen Gemeinden" wird seit längerer Zeit in der "Initiative Kirche von unten" (IKvu) und einigen ihrer Mitgliedsgruppen diskutiert (vgl. Seidler/Steiner, Kirche lebt von unten, Erfahrungen aus 20 Jahren IKvu, S. 144ff). Das Thema wurde auch für den Ökumenischen Kirchentag 2003 in Berlin vorgeschlagen. Was ist damit gemeint?

Folgende Gesichtspunkte sollen das Gespräch über ökumenische Gemeinden anregen helfen. Dabei geht es nicht um die Schaffung neuer Gemeinden "auf der grünen Wiese". Das führte nur zu einer "dritten Konfession", das Gegenteil einer wachsenden Einheit unter den Christen.

Es geht um eine ökumenische Öffnung bestehender Gemeinden,
dass sie "Wahlgemeinde" für andere werden können.

Auf dem Papier gehört jeder Kirchensteuerzahler zu einer "Pfarrei". Ob er (oder sie) dort seinen christlichen Glauben wirklich leben kann, ob er sich dort "zu Hause" fühlt? Oft sind Christen "Gäste" einer Gemeinde der anderen Konfession bzw. pendeln zwischen den Gemeinden, meist aus persönlichen Gründen.

Wir schlagen vor, diese Frage genauer zu untersuchen und zu klären. Damit könnte wahrscheinlich vielen geholfen werden.

Manche sind ihrer "Heimatgemeinde" fremd geworden.
Sie haben aber Kontakt zu einer Gemeinde "mit dem anderen Gebetbuch".

Andere Gemeinden öffnen sich füreinander. Die ökumenische Zusammenarbeit prägt das Gemeindeleben so sehr, dass sich deren Angehörige in beiden Gemeinden zu Hause fühlen.

Immer weniger Gemeinden haben einen eigenen Pfarrer. Wird der Sonntag bald ohne Gottesdienst, der Ort bald ohne christliche Gruppen oder eine Gemeinde sein?

Kontaktadresse für Rückfragen:
"Arbeitsgemeinschaft von Priester- und Solidaritätsgruppen in Deutschland" (AGP)
,
c/o Carl-Peter Klusmann, Dudenstraße 9, 44137 Dortmund,
Telefon: 0231-147303, Telefax: 2866505,
E-mail: cp.klusmann[at]dokom.net