Weihnachtsanzeige vom 23.12.2006
Liebe Friedensfreundinnen und -freunde,
inzwischen ist es eine gute Tradition, dass der Bundesausschuss Friedensratschlag vor Weihnachten eine große Anzeige in der Frankfurter Rundschau sowie nach Möglichkeit noch in zwei kleineren überregionalen Tageszeitungen veröffentlicht.
Am Rande des Kasseler Ratschlags Anfang Dezember, bei dem mehr als 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer anwesend waren und neue Impulse für die Arbeit zu Hause mitnehmen konnten, ist der unten stehende Text erarbeitet worden, den in diesem Jahr auch das Ökumenische Netzwerk Initiative Kirche von unten unterstützt.
Weitere Informationen zum Friedensratschlag unter:
http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/rat/2006/presse2.html
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Schluss mit den Auslandseinsätzen der Bundeswehr
Die Beteiligung der Bundeswehr an weltweiten Kriegen ist verfassungswidrig.
Nach Artikel 87a des Grundgesetzes ist die Bundeswehr für die
Landesverteidigung aufgestellt. Der weltweite US-"Krieg gegen den
Terror", an dem die Bundeswehr beteiligt ist, ist selbst Terror. Er
muss beendet werden.
Alle Versuche, politische Probleme militärisch zu lösen, sind zum
Scheitern verurteilt. Unschuldige Menschen sterben, Länder werden verwüstet,
Hass und Verzweiflung wachsen an.
Wir verlangen:
- den Abzug aller deutschen Truppen aus Afghanistan anstatt einer Ausweitung
der Kampfeinsätze
- den Abzug der Marine von Libanon und die Einstellung jeglicher Unterstützung
der US-geführten Besatzung des Irak
- Verhandlungen mit dem Iran ohne Vorbedingungen statt Sanktionen und
Kriegsdrohungen
- den Stopp des Umbaus der Bundeswehr in eine weltweit einsetzbare
Interventionsarmee.
Wir brauchen keine neuen Waffen und zusätzliche Milliarden für
Auslandseinsätze. Wir brauchen eine Politik, die Konfliktursachen
beseitigt.
Mit den Aktionen der Friedensbewegung treten wir für eine andere Politik
ein. Diese Politik setzt auf Gerechtigkeit, Solidarität, Entwicklung, Recht
auf demokratische Teilhabe und nachhaltigen Umgang mit der Natur.
Dafür müssen mehr staatliche Mittel bereitgestellt werden.
Daher fordern wir:
Spart endlich an der Rüstung
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Diese Anzeige erscheint am 23.12. in der Frankfurter Rundschau und wird von
vielen Initiativen und Einzelpersonen unterstützt.
