zuletzt aktualisiert: 25.02.2010
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Pressemitteilung des BRSD


Bund der Religiösen Sozialistinnen und Sozialisten Deutschlands e.V.

Zum Rücktritt von Margot Käßmann

Die erste Ausgabe unserer Zeitschrift CuS. Christin und Sozialistin. Christ und Sozialist. Kreuz und Rose. Blätter des BRSD im Jahr 2010 

wird eingeleitet durch die Neujahrspredigt der Bischöfin und EKD-Ratsvorsitzenden Dr. Margot Käßmann. Nach der Diskussion darüber, die von heftigen Angriffen auf ihre Person und ihre Position "Nichts ist gut in Afghanistan" begleitet war, haben wir geschrieben: In Ihrer Predigt haben Sie wirklich nichts anderes getan, als sich zu den biblisch begründeten Friedens-Botschaften des „Ökumenischen Prozesses für Friede, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“ im aktuellen Bezug erneut zu bekennen. Bleiben Sie also ruhig und fest bei Ihrer Predigt! Kein einziges Wort davon brauchen Sie zurückzunehmen oder abzuschwächen.“ Wir dokumentieren ihre Predigt in CuS.

Bei dieser Ankündigung war noch nicht abzusehen, dass wir damit auch eine Abschiedspredigt der Bischöfin und EKD-Ratsvorsitzenden lesen.

Heute am 24. Februar 2010 ist sie von beiden Ämtern zurückgetreten in Folge einer unbedachten Autofahrt, die sie nach dem Genuss von Wein nicht hätte unternehmen sollen.

Zurück bleibt die Erinnerung an die erste Frau in diesen Ämtern, die mutig und konsequent immer wieder für Frieden und mehr Gerechtigkeit geworben hat und so die Botschaft von der Gnade Gottes für die Welt verkündigt hat, die wie keine andere den Menschen nahe war, als Seelsorgerin viele Menschen begleitet, Trauernde getröstet und Ratlosen den Weg gewiesen und vielen Menschen durch ihre Worte große Freude bereitet hat.  Sie wird uns in den Ämtern, die sie jetzt verlässt, fehlen.

Wir wünschen ihr jetzt neue Zuversicht im Kreis ihrer Töchter, Freundinnen und Freunde und im Amt als Pastorin.

Mit herzlichen Segenswünschen für Pastorin Dr. Margot Käßmann

Reinhard Gaede

Bundes- Sprecher,  Schriftleiter  von CuS