zuletzt aktualisiert: 06.04.2007
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PRESSEMITTEILUNG der Ök. Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche  vom 05.05.2006


Zu Planungen für eine CSD-Demonstration in Marktl 2007

Schwule und Lesben sind Teil von Gottes Schöpfung
HuK war an den Überlegungen zu Marktl nicht beteiligt
Römisch-katholische Kirche muss sich bewegen

Die Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) e.V. fordert von den Kirchen, insbesondere der römisch-katholischen Kirche, endlich die Schwulen und Lesben als selbstverständlichen Teil von Gottes Schöpfung anzuerkennen. Sie beteiligt sich dementsprechend seit Jahren in mehreren Orten am CSD. Ebenso wie die HuK innerhalb der Gesellschaft und der Kirchen fordert, die Rechte der schwul-lesbischen Minderheit zu respektieren, weist die HuK aber auch innerhalb der "Gay Community" darauf hin, dass die Christen und Christinnen unter den Schwulen und Lesben zu respektieren sind.

"Dieser Aufgabe, für die christlichen Lesben und Schwulen da zu sein und ihnen Gehör zu verschaffen, ist wenig gedient, wenn an einem Ort wie Marktl, der keine eigene CSD-Tradition hat, plötzlich eine medienwirksame Demonstration inszeniert wird", so Reinhold Weicker, Pressesprecher der HuK. Die HuK war an den Überlegungen zu einer solchen Veranstaltung nicht beteiligt. Sie befürchtet, dass bei einem CSD in Marktl durch verzerrende Bilder nicht die Realität der abertausend Lesben und Schwulen in Deutschland und Europa abgebildet wird.

Die HuK wird eine ihrer Hauptaufgaben weiter darin sehen, zu einem Nachdenken über Sexualität und die Lage von Lesben und Schwulen in den Kirchen anzuregen, z.B. bei Katholikentagen wie Ende Mai 2006 in Saarbrücken oder bei evangelischen Kirchentagen. Die Kirche muss sich in dieser Frage bewegen - unabhängig davon, ob in Marktl demonstriert wird oder nicht.

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Für weitere Informationen steht Ihnen zur Verfügung:

Thomas Wunsch, HuK-Vorstand
Tel. 02932 / 701338
Email thomas.wunsch@huk.org

Dr. Reinhold Weicker, HuK-Pressesprecher
Tel. 05251 / 66018
Email presse@huk.org