zuletzt aktualisiert: 06.04.2007
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PRESSEMITTEILUNG Initiative Maria von Magdala e. V. vom 07.03.07


Maria von Magdala.
Initiative Gleichberechtigung für Frauen in der Kirche e.V.

Pressemitteilung

Weltfrauentag 8.3.2007

Anlässlich des internationalen Weltfrauentages am 8. März 2007 weist Maria von Magdala, Initiative Gleichberechtigung für Frauen in der Kirche e.V. erneut auf die überkommenen patriarchalen Strukturen in der katholischen Kirche und ihre Defizite in Bezug auf Geschlechtergerechtigkeit hin. In der katholischen Kirche sind Frauen grundsätzlich aufgrund ihres Geschlechtes von der Übernahme von Ämtern mit theologi­scher und pastoraler Entscheidungsbefugnis ausgeschlossen. "Das Fehlen der weiblichen Sicht bei solchen wichtigen Entscheidungen ist nicht länger akzeptabel", sagt Susanne Mandelkow, die Sprecherin der Initia­tive, die am diesjährigen Weltfrauentag ihr 20ig-jähriges Jubiläum feiert.

Die römisch-katholische Kirche ist mittlerweile in eine tiefe Krise geraten. Das Beharren auf überkommenen Traditionen wie dem Ausschluss der Frauen von der Weihe, der Priestermangel, massive wirtschaftliche Probleme und unaufhaltsamer Mitgliederschwund sind nur einige der Anzeichen einer tiefen Glaubwürdig­keitskrise. Die durch Missmanagement und Geldmangel vordergründig notwendig gewordenen Rosskuren werden von oben verordnet und auf dem Rücken der Christinnen und Christen an der Basis ausgetragen. Soziale Kälte ist die Folge. Zudem zieht sich die Kirche auf ihr vermeintliches „Kerngeschäft“ zurück und bedient vor allem die konservativen und traditionellen bürgerlichen Kreise, was ihre geistige Erstarrung noch verstärkt. Auch wenn die verantwortlichen Kleriker der Kirche dies leugnen: Nicht zuletzt der Ausschluss der Frauen von geweihten Ämtern und damit von kirchlichen Entscheidungsprozessen, ihre immer noch marginale Beteiligung an Forschung und Lehre, ihre Beschränkung auf den untergeordneten Laienstatus ist ein wesentlicher Grund dafür, dass sich viele Menschen innerlich und äußerlich von der Kirche abwenden und notwendige Reformen nicht stattfinden.

„Angesichts der drängenden finanziellen, strukturellen und pastoralen Probleme der Kirche wird die Initia­tive Maria von Magdala sich auch weiterhin für Umkehr und Aufbruch (in) der Kirche einsetzen. Die Zeit ist überfällig für die Überwindung ungerechter, unchristlicher und unheilvoller Strukturen und Traditionen. Die Verantwortlichen in der Kirche müssen die Angst vor dem Verlust von Macht und Einfluss ablegen und ihrer Verantwortung für die Menschen endlich gerecht werden.“ fordert Susanne Mandelkow weiter. „Die Aner­kennung der Gleichwertigkeit von Frauen muss endlich zu ihrer Gleichstellung im Kirchenrecht und Gleich­berechtigung im gesamten Leben der Kirche führen. Das sehen wir neben einer verantwortlichen Beteiligung der Laien, einer demokratischen Verfassung und dem Einsatz für die Gerechtigkeit in der Welt als unver­zichtbare Grundlage einer jesusgemäßen Kirche des dritten Jahrtausends an.“

Ahlen, den 8.3.2007

Susanne Mandelkow, Sprecherin

Maria von Magdala. Initiative Gleichberechtigung für Frauen in der Kirche e.V. ist eine Gruppe christli­cher Frauen, die sich seit dem 8.3.1987 für die volle Teilhabe und Gleichberechtigung der Frauen in der römisch-katholi­schen Kirche einsetzt.

Kontaktadresse: 
Susanne Mandelkow, Dorffelder Str. 110, 59227 Ahlen
Fax: 02528/929820
Email: susanne.mandelkow[at]t-online.de