zuletzt aktualisiert: 06.04.2007
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PRESSEMITTEILUNG 04 vom 30.03.2006


Bunt, lebendig und scharf
Initiative Kirche von unten startet mit Schwung ins 26. Jahr!

Oscar-Romero-Haus/Bonn, den 30.03.06.

Neue Mitgliedsgruppen, ein junges Leitungsteam und starke Themen - so startet das Ökumenische Netzwerk "Initiative Kirche von unten" (IKvu) an diesem Wochenende mit einem Kongress in Berlin in das 26. Jahr der Initiative.

Äußerst positiv fällt das Resumee der vergangenen 5 Jahre, seit dem letzten Jubiläum aus: Das Netzwerk hat sich - als Zusammenschluss von 37 Basisgruppen und Organisationen - reformiert und neu aufgestellt, um seinen Aufgaben als linkschristlicher politischer Akteur und als Korrektiv der Großkirchen effektiv nachkommen zu können.

"Die Kirchen in Deutschland sind zu oft verstrickt in ihre eigenen bürokratischen Ängste, lassen sich von der Kirchensteuer ihre Politik diktieren - da bleiben die evangelische Freiheit und das mutige Glaubenszeugnis oft auf der Strecke.", so Dr. Uwe-Karsten Plisch (41), IKvu-Sprecher aus der Bundes-ESG. "Umso wichtiger, dass wir daran erinnern und vor allem jungen Menschen zeigen: Kirche kann auch anders sein!"

Seit 2001 ist die IKvu auch auf Evangelischen Kirchentagen in Kooperation mit nahestehenden Organisationen mit eigenen Themenzentren vertreten. Vor allem die Afrika-Zentren stießen 2003 in Berlin und 2005 in Hannover auf größte Resonanz, weil es mit ihnen gelang, die brennenden Probleme des vergessenen Kontinents - wie AIDS, Armut, Bürgerkrieg und Rassismus - zu fokussieren. Vor allem junge KirchentagsbesucherInnen finden hier wieder Zugang zu diesen Themen.

Mit Blick auf den Ökumenischen Kirchentag in München 2010 kündigt die IKvu ihre engagierte Beteiligung an: "Auf der Basis einer fundierten theologischen und praktischen Vorbereitung werden wir eigene Vorstellungen in den München-Prozess einbringen - der derzeitige Schmusekurs der Kirchenleitungen verwischt als Ökumene von oben nur die Probleme an der Gemeindebasis. Fitte Gemeindemitglieder kehren den Kirchen den Rücken und die profillosen Ja-Sager bleiben zurück. Gerade jetzt ist also eine profilierte Von-unten-Perspektive nötiger denn je!", so Verena Mosen (30), IKvu-Sprecherin.

Bei dem Kongress am kommenden Wochenende in der Heilig-Kreuz-Kirche in Berlin erwartet sich die IKvu wichtige Anregungen von profilierten Persönlichkeiten aus Politik und Kirche: Claudia Roth (Bündnis 90/Die Grünen), Dr. Gesine Lötzsch (Die Linkspartei.PDS), Torsten Hilse (SPD), Tobias Pflüger (Linksfraktion im Europaparlament) und Fanny Dethloff (Bundesvorstand "Asyl in der Kirche"), Dr. Elisabeth Raiser (Präsidium des Evangelischen Kirchentages) sowie Padre Gerardo Pöter OP (El Salvador) u.a.

Themen wie Kirchenasyl und Illegalität, Krieg und Friedenseinsätze, Rassismus und Armut, politische Bildung und deutsche Leitkultur gelten der IKvu dabei als zentrale Herausforderungen für eine linke christliche Politik.

Das Programm des Kongresses und ausführliche Information: www.ikvu.de
Während der Veranstaltung stehen InterviewparterInnen zur Verfügung.

Bernd Hans Göhrig
Bundesgeschäftsführer


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Initiative Kirche von unten (IKvu) ist ein ökumenisches Netzwerk von 37
Basisgemeinden, kirchen- und gesellschaftskritischen Gruppen in der
Tradition des politischen Linkskatholizismus und -protestantismus und der
Befreiungstheologie.
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Kontakt:
Bernd Hans Göhrig, Bundesgeschäftsführer
Tel: 0179 524 40 75

Verena Mosen (CfS),
IKvu - Sprecherin
Tel: 0170 73 26 06 8

Dr. Uwe-Karsten Plisch (ESG),
IKvu - Sprecher
Tel: 030 44 67 38 11

email: presse@ikvu.de
http://www.ikvu.de

Initiative Kirche von unten (IKvu)
Oscar-Romero-Haus, Heerstraße 205, 53111 Bonn