Chronik eines Konflikts:
Streit um Abendmahlsgemeinschaft
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DER FELS 11/2001. "Wohl kein gemeinsames Abendmahl" stand über einem D.D.-Artikel in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vom 15.10.2001. Er informierte über den Stand der Vorbereitungen für den "Ökumenischen Kirchentag", den das "Zentralkomitee der deutschen Katholiken" und der "Deutsche Evangelische Kirchentag" im Jahr 2003 in Berlin veranstalten wollen. ... weiter
Berlin, 31.10.2001. Alle Wege führen nach Rom. Aber es gibt auch Wege, die vom Zentrum der katholischen Christenheit ins Kernland der Reformation führen. Im Dom St. Blasi zu Braunschweig feierten jetzt Kardinal Walter Kasper, Präsident des Päpstlichen Einheitsrats, und der Präsident des Lutherischen Weltbundes, Landesbischof Christian Krause, einen ökumenischen Gottesdienst. ... weiter
SZ, 26.10.2001. Erst waren es 650 Bibelworte, dann neun. Jetzt stehen drei zur Auswahl – und eines soll übrig bleiben: das Leitwort des ersten ökumenischen Kirchentages in Berlin 2003, den der Deutsche Evangelische Kirchentag (DEKT) und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) gemeinsam tragen. Mehr als 80 evangelische und katholische Delegierte sollen das Leitwort am heutigen Freitag und am Samstag in der evangelischen Akademie Bad Herrenalb auswählen und dazu die inhaltlichen Schwerpunkte des ökumenischen Großereignisses festlegen. ... weiter
Erfurt, 29.8.2001. Joachim Wanke, seit 1994 Bischof des Bistums Erfurt, zeichnet sich durch seinen unverstellten Blick auf die Situation der katholischen Kirche in Deutschland aus - wahrscheinlich gerade deshalb, weil er in der DDR lange mit der Diaspora-Situation der katholischen Kirche gelebt hat. Der Vorsitzende der Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz möchte vor allem gelebten Glauben vermitteln, nicht moralisch belehren. ... weiter
17.6.2001. Das Abendmahl sollte nach Christi Willen die Gläubigen einen, aber es spaltet nach wie vor die Kirchen. Wenn beim Deutschen Evangelischen Kirchentags das Abendmahl ausgeteilt wird, werden Christen unterschiedlichster Konfession teilnehmen, aber andere aus theologischen Gründen fernbleiben. ... weiter
DEKT, 15.6.2001. (...) Längere Zeit verbrachte Rau am Stand des Konfessionskirchlichen Institutes, wo er sich nach dem Stand der aktuellen und brisanten Diskussion um das Abendmahls erkundigte. Die Möglichkeit eines gemeinsamen Abendmahls mit katholischen Christen auf dem ersten Ökumenischen Kirchentag 2003 beurteilt Rau eher skeptisch. Vielmehr teilte die Ansicht des Instituts-Mitarbeiters Alexander Gemeinhardt, dass die theologischen Klärung der Abendmahlsfrage erst nach einer Regelung der Ämterauffassung gelingen könne. ... weiter
Frankfurt / Main, 15.6.2001. Die Wunde will nicht verheilen; der Streit um das "Feierabendmahl" und die veränderte, dann unter dem Einfluss massiver Kritik wieder korrigierte Abendmahlsliturgie wirft einen Schatten über den ansonsten so heiteren 29. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Frankfurt am Main. Eine Diskussion ist in Gang gesetzt worden, die so schnell nicht abebben wird. ... weiter
Frankfurt / Main, 14.6.2001. Das ökumenische Klima wird nicht nur von pompösen Gemeinsamkeitsdemonstrationen bestimmt, es kommt auch auf die kleinen Gesten an. Der Deutsche Evangelische Kirchentag feiert heute mit den Katholiken in Frankfurt am Main Fronleichnam, das katholische "Hochfest des Leibes und Blutes Christi". Dieses Miteinander im Alltag getrennter Christen ist von großer Symbolkraft im Land der Reformation. ... weiter
27.5.2001. "Heilig, heilig, heilig" wird beim Abendmahl gesungen - gemeint ist zwar der Herr Zebaoth, aber auch das Abendmahl selbst ist für Christen aller Konfessionen heilig. Für die katholische Kirche ist das Abendmahl eines der sieben Sakramente - und auch die Protestanten haben neben der Taufe nur das Abendmahl als Sakrament. ... weiter
imprimatur 4-5/2001. Seit dem Katholikentag 2000 in Hamburg ist die Frage nach den Chancen, die Eucharistie ökumenisch zu feiern, ständiges Thema, nicht zuletzt im Hinblick auf den geplanten Ökumenischen Kirchentag 2003 in Berlin. Auch unsere Gruppen und die IKvu sind an dieser Diskussion beteiligt, zum Teil selbst davon betroffen. Dazu und für einige der im folgenden angesprochenen Aspekte möchte ich an meinen Vorschlag für 2003 in Imprimatur 2000/5-6 erinnern. ... weiter
imprimatur 4-5/2001. Vom 13. bis 17. Juni 2001 findet in Frankfurt der 29. Deutsche Evangelische Kirchentag statt. Für Freitag, den 15. Juni, sind an verschiedenen Stellen der Stadt, also dezentral, "Feierabendmähler" geplant, zu denen auch die Katholiken eingeladen sind. Der Bischof von Limburg, Franz Kamphaus, hat auf diese Einladung recht heftig reagiert. Er verbot mit einem Schreiben vom 15. Mai den katholischen Kirchengemeinden die Teilnahme und drohte Priestern, die sich dem Verbot widersetzen, disziplinäre Maßnahmen an, die nach einer Erklärung des Bistumssprechers Michael Wittekind bis zur Amtsenthebung reichen können. Dem Präsidenten des Kirchentags, Präsident der Evangelischen Kirche Hessen-Nassau Professor Dr. Dr. h.c. Peter Steinacker, drückte er sein Befremden aus. ... weiter
Bonn, 4.5.2001 (ZdK). Nach Auffassung des Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Prof. Dr. Hans Joachim Meyer, wird auch beim Ökumenischen Kirchentag 2003 in Berlin die Zeit für eine gemeinsame Abendmahlsfeier noch nicht reif sein. ... weiter
14.4.2001. "Der Papst als Sprecher auch der Kirchen der Reformation - das halte ich für ganz ausgeschlossen." Mit deutlichen Worten reagiert Christian Krause (61), Präsident des Lutherischen Weltbundes und Landesbischof von Braunschweig, auf einen Vorstoß des bayerischen lutherischen Landesbischofs Johannes Friedrich. Der hatte erklärt, er könne sich den Papst als "Sprecher" der Weltchristenheit vorstellen. ... weiter
Bonn, 23.3.2001. Die Planer des Deutschen Evangelischen Kirchentags (DEKT) haben ein untrügliches Gespür für gewagte liturgische Experimente. Während des großen Protestantentreffens vom 13. bis 17. Juni in Frankfurt am Main wird das seit 1979 zur Tradition gewordene "Feierabendmahl" unter neuem Etikett zelebriert. Es wird als "Sättigungsmahl" gereicht - mit Brot, Käse, Obst und Traubensaft. ... weiter
KiZ-Hildesheim, 14.1.2001. In vielem sind Katholiken und Protestanten sicher einig. Einen zentralen Unterschied gibt es im Verständnis von Abendmahl und Eucharistie. Viele Menschen, auch Katholiken, wünschen sich zwar die Möglichkeit des gemeinsamen Abendmahls. Viele andere befürchten aber im Falle einer Einführung den Ausverkauf ihres Glaubens. Manche Theologen verweisen auf die fundamentalen Unterschiede, die man nicht einfach beiseite wischen dürfe. ... weiter
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27.12.2000. Im dialogischen Miteinander von Katholiken und Protestanten in Deutschland macht sich - Ratzinger sei Dank - ein nüchterner Zug bemerkbar: Beide Seiten leugnen nicht länger, dass man trotz bester Absichten an die Grenze des Machbaren gestossen ist: Was Rom schon nicht zu lösen vermag, das kann realistischerweise nicht von der katholischen Ortskirche eingefordert werden - darüber sind sich mittlerweile auch die Gesprächsführer der Evangelischen einig. So betrachtet, verliert der für 2003 in Berlin geplante erste Ökumenische Kirchentag einiges von dem in ihn hineininterpretierten spektakulären Charakter: eine gemeinsame Abendmahlfeier wird es nicht geben. ... weiter
imprimatur 8/2000. Der jüngst verstorbene Erzbischof Dyba kann in der Deutschen Bischofskonferenz nicht mehr mitmischen. Dennoch kam aus Fulda wieder schlechte Nachricht. Bischof Lehmann hielt das Referat zur Eröffnung der Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz zum Thema "Einheit der Kirche und Gemeinschaft im Herrenmahl, zur neueren ökumenischen Diskussion um Eucharistie- und Kirchengemeinschaft". Seine Darlegungen gipfelten in dem defätistischen "Fazit": Das gemeinsame Mahl gehört an das Ende und nicht an den Anfang ökumenischer Bestrebungen. ... weiter
Bonn, 4.11.2000. "Berlin 2003": Der erste Ökumenische Kirchentag in Deutschland wird zum Prüfstein für die geduldige, einträchtige Suche nach größerer Nähe von Katholiken und Protestanten. Die 130 Mitglieder der Synode der Evangelischen Kirche, die vom 5. bis 10. November in Braunschweig tagt, können darüber entscheiden, welchen Weg der ökumenische Zug einschlägt, nachdem der Plan einer gemeinsamen Abendmahlsfeier gescheitert ist - am Einspruch der katholischen Bischöfe. ... weiter
30.9.2000. Katholiken und Protestanten haben es nun schwarz auf weiß: Beim ersten Ökumenischen Kirchentag 2003 in Berlin wird es keine gemeinsame Eucharistiefeier geben. Das gemeinsame Mahl, sagt Bischof Karl Lehmann, gehöre an das Ende der ökumenischen Bestrebungen, nicht an den Anfang. Auch Druck von "unten" wird daran nichts ändern. ... weiter
15.9.2000. (...) Die jüngste vatikanische Erklärung zweifelt das Kirche-Sein der Protestanten auch deshalb an, weil sie »die ursprüngliche und vollständige Wirklichkeit des eucharistischen Mysteriums«, das heißt des Abendmahls, »nicht bewahrt haben«. In der Tat hatte Luther mit der - nicht »ursprünglichen«, sondern während des Mittelalters aufgekommenen - Annahme gebrochen, Brot und Wein des Abendmahls würden während der Eucharistiefeier auf mystische Weise in Christus verwandelt; die damit verbundene Vorstellung, bei jedem Abendmahl werde die Opferung Christi wiederholt, hielt er für gotteslästerlich. Dieser Schritt des Reformators hat einen Aspekt, der ihn heute wieder aktuell macht. Luther erkannte nämlich, dass jene »Transsubstantations«-Lehre aus einer bestimmten Interpretation nicht etwa der Bibel, sondern der aristotelischen Philosophie herrührte. Und heute betont derselbe Kardinal Ratzinger, unter dessen Ägide die hier zur Debatte stehende ärgerliche Erklärung zustandegekommen ist, es sei die Aufgabe seiner Kirche, die Versöhnung der christlichen Botschaft mit der Botschaft der griechischen Philosophie zu wahren. So zuletzt in der FAZ vom 31. Dezember 1999! Das ist die Kirche, die von sich behauptet, die »vollkommenste« zu sein. Lohnt dieses Griechentum keinen brüderlichen Streit? ... weiter
7.9.2000. Das katholisch-lutherische Großereignis am Reformationstag 1999 in Augsburg - die Unterzeichnung der Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre - hat die Hoffnung auf weitere Fortschritte in der Ökumene in eine unrealistische Höhe geschraubt. Mit Euphorie oder gar ökumenischer Traumtänzerei kommt man freilich auf dem steinigen Weg zur Einheit der in Konfessionen getrennten Christen nicht wirklich voran. Enttäuschte Erwartungen schaden dem angestrebten Ziel. ... weiter
DS, 7.7.2000. Was Katholiken und Protestanten vor beinahe 500 Jahren voneinander trennte, ist vielen Christen nicht mehr so wichtig. Auf vielerlei Weise organisieren sie die eucharistische Gemeinschaft - an den Verboten der katholischen Amtskirche vorbei. So könnte es auch in den Urgemeinden gewesen sein: Sie lagern auf ausgebreiteten Jacken und Kisten, vor ihnen in der Mitte stehen Käseteller, Weintrauben, Äpfel, Brot, Wasser und Wein. Am Anfang spricht eine oder einer die Einsetzungsworte und teilt das Brot. Danach lassen es sich die Gäste schmecken. Nach der Mahlzeit geht der Kelch von Hand zu Hand. Man erfährt, woher die anderen kommen. ... weiter
imprimatur 4/2000. Es ist mehr als Enttäuschung - es ist Entsetzen, ja Zorn, was sich bestimmt nicht nur bei mir breit macht nach dem bischöflichen Machtwort im sogenannten "Fall Münzel". Untersagung aller Akte der Weihevollmacht, d.h. Suspendierung von allen priesterlichen Funktionen - da haben wir sie wieder, die drohende, die strafende Amtskirche, die ansonsten beleidigt reagiert, wenn man sie so nennt. Hier aber wurde von Amts wegen gehandelt, unter Berufung auf das Kirchenrecht: Eine gemeinsame Eucharistiefeier mit nichtkatholischen Amtsträgern sei laut Kanon 908 des Kirchenrechts untersagt, ein Zuwiderhandeln sei nach Kanon 1365 mit einer gerechten Strafe zu belegen - basta. ... weiter
DS, 9.6.2000. Alles wie gehabt: fröhliche Feste der Begegnung, milde Positionen auf den Podien, poppige Gesänge, die die Saison nicht überstehen. Doch ab und an fuhr der Wind des Aufbruchs ins gemächliche Kirchentagstreiben hinein. Katholiken und Protestanten hielten sich einfach nicht mehr an die konfessionellen Regeln, nicht einmal wenn es ums Allerheiligste ging. ... weiter
5.6.2000. Das Ende war zugleich der Höhepunkt des 94. Deutschen Katholikentages: Auf der ökumenischen Abschlussfeier vor dem Hamburger Rathaus segneten führende christliche Repräsentanten rund 30 000 Gläubige und setzten damit ein einzigartiges Zeichen für die Einheit der Konfessionen. Hamburgs lutherische Bischöfin Maria Jepsen, der katholische Erzbischof Ludwig Averkamp, der koptisch-orthodoxe Bischof Anbar Damian (Höxter) und ein methodistischer Pfarrer erteilten zusammen den Schluss-Segen. ... weiter
Hamburg, 5.6.2000. Die Utopien von heute sind die Realitäten von morgen. Wenn dieses Diktum auch für die Kirchen gilt, dann war der 94. Deutsche Katholikentag ein Stück Aufbruch zu einer neuen Wirklichkeit. Seine Botschaft lautet: Die Gläubigen empfinden die fortdauernde Kirchenspaltung und die hie und da aufscheinenden Ansätze eines neuen Konfessionalismus als Skandal, der das 21. Jahrhundert nicht länger belasten darf. Die "Basis" wird ungeduldig, macht Druck, vor allem in der alten Streitfrage des gemeinsamen Abendmahls. ... weiter
Hamburg, 5.6.2000. Hermann Münzel (65) war bisher ein unbekannter Geistlicher der Diözese Trier. Seit Freitagabend steht sein Name als Synonym für kalkulierten katholischen Ungehorsam: Um genau 19.06 Uhr betritt er den Altarraum der evangelisch-lutherischen Gnadenkirche unweit der Hamburger Messe. Er tut etwas, wofür nach Meinung seiner Oberen die Zeit noch nicht reif ist: Gemeinsam mit der tschechischen hussitischen Bischöfin Jana Silerova, der evangelischen Superintendentin Petra Wallmann und dem altkatholischen Pfarrer Andreas Hoffmann feiert Münzel einen ökumenischen Mahlgottesdienst. ... weiter
Hamburg, 31.5.2000. Das erste Großtreffen katholischer Laien in der Diaspora des Nordens ist, wie es sich für eine weltoffene Metropole gehört, pluraler als alle seine Vorgänger. Die Veranstaltungen der "Initiative Kirche von unten" wurden ebenso ins offizielle Programm aufgenommen wie die Angebote der Kirchenvolksbewegung "Wir sind Kirche"; beide gelten als zutiefst Rom-kritisch. ... weiter
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1999 |
21.6.1999. Optimistisch müssen Christen sein, sie verkünden schließlich die Frohe Botschaft. Optimismus war auch auf dem Jubiläumskirchentag in Stuttgart zu verspüren, wann immer das Thema Ökumene aufgerufen wurde. Die Freude über die lutherisch-katholische Einigung zur Rechtfertigungslehre - vor 50 Jahren, als das evangelische Kirchentagsschiff in See stach, noch undenkbar - hat allerdings bei manchen den Blick für die ökumenische Wirklichkeit getrübt. ... weiter
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1997 |
imprimatur 5-6/1997. Wenn nicht alles trügt, wird die Frage nach der Kommunion und Inter-Kommunion in naher und ferner Zukunft nicht nur zu einem Scheideweg für die Ökumene, sondern für das Selbstverständnis des Christentums überhaupt. Wie die bisherige Diskussion zeigt, sind nach katholischem Verständnis zwei entscheidende Kriterien für die Zulassung zur Kommunion und damit auch zur Inter-Kommunion grundsätzlich zu beachten (welche Ausnahmen z.B. in konfessionsverschiedenen Ehen nicht ausschließen): die volle Kirchengemeinschaft und das "richtige" Eucharistieverständnis. ... weiter
DS, 18.7.1997. Sie ist evangelisch, er katholisch. Zur Messe können sie zusammen gehen, die Kommunion erhält allerdings nur der Katholik. Ist eine ökumenische Eucharistiefeier möglich? Oder müssen erst die Lehrunterschiede überwunden werden? ... weiter
imprimatur 2/1997. Eigentlich war es eine überfällige Entscheidung: Katholiken und Protestanten wollen endlich einen gemeinsamen bundesweiten ökumenischen Kirchentag veranstalten. Doch langsam! Nicht im nächsten oder übernächsten Jahr. Angepeilt ist ein Datum zwischen 2002 und 2004. Als das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) Mitte November 1996 die Vereinbarung mit dem Deutschen Evangelischen Kirchentag (DEKT) bekannt gab, war die Resonanz in der Öffentlichkeit, in den Medien überwiegend positiv. Jedes Unternehmen hätte sich über solche Schlagzeilen gefreut. Immerhin hatten ZdK und DEKT ein Ziel formuliert, das zahlreiche Basisgruppen schon lange anzielen oder einfach praktizieren: Abendmahlsgemeinschaft. ... weiter