Enzyklika "Ecclesia de Eucharistia"Enzyklika "Ecclesia de Eucharistia"
über die Eucharistie in ihrem Verhältnis zur Kirche:


Reaktionen, Stellungnahmen und Kritik:

"Die römische Trennung beim Abendmahl manifestiert den Stillstand in der Ökumene"
Reformgruppen halten an Ökumenischen Gottesdiensten beim Kirchentag fest

Bonn / Hannover, 17.4.2003. Die neue Enzyklika "Ecclesia de Eucharistia" kennzeichnet sechs Wochen vor dem Ökumenischen Kirchentag in Berlin einen neuen Tiefstand im ökumenischen Prozess der Kirchen. Zum wiederholten Mal macht Rom deutlich, dass "Ökumene" - unter diesem Papst - nur nach römischen Spielregeln zu haben ist. ... weiter


Kardinal Lehmann: Rückblick auf die Eucharistie-Enzyklika

Größere Dokumente haben es in unserer schnelllebigen Zeit nicht so leicht. Nach einem Tag werden die Meldungen darüber wieder abgesetzt. Rasch sind die Texte vergessen. Auch die seriösen Kommentierungen der Wissenschaft werden seltener. Für die Eucharistie-Enzyklika, die Papst Johannes Paul II. am Gründonnerstag-Abend in Rom unterzeichnete, gilt dies erst recht, denn für die Medien war der Zeitpunkt der Freigabe für die Veröffentlichung schwierig. Dem Papst war jedoch die Inkraftsetzung an dem für die Eucharistie so symbolträchtigen Tag wie den Gründonnerstag wichtiger. ... weiter


Bischof Kurt Koch: Eucharistie und Kirche
Theologische und ökumenische Überlegungen zur Enzyklika von Papst Johannes Paul II. über "die Eucharistie in ihrem Verhältnis zur Kirche"

"Ecclesia de eucharistia" - "Die Kirche lebt von der Eucharistie". Der Titel der 14. Enzyklika von Papst Johannes Paul II., die er symbolträchtig während der Messe vom Letzten Abendmahl am Gründonnerstag im Petersdom in Rom unterzeichnet hat, enthält ein ganzes Programm. Dem Papst geht es um den wechselseitigen und inneren Zusammenhang von Eucharistie und Kirche. Mit theologischen Grundsatzerklärungen, sehr meditativen Passagen und deutlichen Hinweisen zur pastoralen Bedeutung der Eucharistie wird die eine Grundaussage immer wieder variiert, dass die Feier der Eucharistie die kirchliche Gemeinschaft nicht nur aufbaut, sondern auch immer tiefer zu ihr hinführt und so die Mitte des Wachstumsprozesses der Kirche ist. ... weiter


Erklärung der Sprechergruppe des Bensberger Kreises

Mit seiner unmissverständlichen Haltung gegen Krieg und speziell gegen den Irakkrieg hat Johannes Paul II. auch vielen Christinnen und Christen aus dem Herzen gesprochen. Auch nach dem Ausbruch des Krieges wurde er nicht müde, jeglichen Krieg als ein Übel für die Menschheit zu verdammen und gewann so an Achtung in unserer sonst so kritischen Gesellschaft. Umso enttäuschter waren wir wie viele Christinnen und Christen über seine neueste Enzyklika zur Eucharistie und über den Zeitpunkt ihres Erscheinens – kurz vor dem Ökumenischen Kirchentag in Berlin. ... weiter


SEK-FEPS: Wichtiger als konfessionelle Unterschiede

8.5.2003. Über konfessionelle Grenzen hinweg gilt die Einladung Jesu Christi zum Abendmahl – daran erinnert der Rat des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) angesichts der Enzyklika, die Papst Johannes Paul II. in der Woche vor Ostern veröffentlichte. Der Rat SEK würdigt die positive Beurteilung von ökumenischen Initiativen, bedauert aber, dass kaum Schritte der Öffnung zu erkennen sind. ... weiter


Pfr. Bastian: Getrennt vom Tisch ...
Ein Kommentar zur Enzyklika "Ecclesia de Eucharistia"

Mit der Enzyklika "Ecclesia de Eucharistia" möchte Papst Johannes Paul II. nach eigenem Bekunden der römisch-katholischen Kirche erneut den richtigen Weg ins dritte Jahrtausend zeigen und seiner tiefen Freude und Dankbarkeit an der Eucharistie Ausdruck geben. Dabei wendet er sich aber auch gegen "Schatten" und "Verdunklungen" im Verständnis des Mahles in "dem einen oder anderen Bereich". ... weiter


Was bedeutet die neue Enzyklika "Ecclesia De Eucharistia" für die Ökumene?
Eine evangelische Reaktion von Dr. Johannes Rehm

Ein offizielles ökumenisches Abendmahl findet also beim Berliner Ökumenischen Kirchentag 2003 endgültig nicht statt, wer dies noch immer gehofft hatte, der ist durch die neue Enzyklika nun eines anderen belehrt. Kein ökumenisches Abendmahl, aber, dies ist wohl die eigentliche herbe Enttäuschung, nicht einmal die "Vorstufe" wechselseitiger "Eucharistischer Gastfreundschaft", also die offene Einladung an Angehörige anderer Konfessionen zu den eigenen Mahlfeiern, wie dies in der evangelischen Kirche seit 1975 üblich ist, soll es nach dem Willen des Papstes geben. ... weiter


Frank Jehle: Das Heil ist kein Besitz
Eine Einschätzung der Enzyklika von Papst Johannes Paul II. aus reformierter Sicht

"Ecclesia de Eucharistia" ist ein beeindruckendes, aber auch problematisches Dokument. Es strahlt eine tiefe Frömmigkeit aus. Wenn der Papst die Eucharistie die "heilbringende Gegenwart Jesu in der Gemeinschaft der Gläubigen und ihre geistliche Nahrung" nennt, stimmt das mit dem Glauben der evangelisch-reformierten Kirchen überein. Von Calvin bis zu Karl Barth und Emil Brunner haben viele Reformierte sich im gleichen Sinn geäußert. ... weiter


Erklärung des Ständigen Rates der DBK zum Ökumenischen Kirchentag 2003:

Würzburg, 28.4.2003. Am Gründonnerstag dieses Jahres hat Papst Johannes Paul II. die Enzyklika über die Eucharistie "Ecclesia de Eucharistia" unterzeichnet. Die Enzyklika enthält eine theologische Darstellung des eucharistischen Glaubens und des österlichen Geheimnisses, in die auch persönliche Erfahrungen und Erinnerungen des Papstes im 25. Jahr seines Pontifikates eingegangen sind. Zugleich legt sie auf der Grundlage des tiefen Zusammenhangs von Eucharistie und Kirchengemeinschaft, auch im Blick auf die ökumenische Dimension, noch einmal das katholische Verständnis der Eucharistie und die Voraussetzungen ihres rechten und würdigen Empfangs dar. Die deutschen Bischöfe haben dieses Dokument mit dankbarer Zustimmung entgegengenommen. ... weiter


Jedes evangelische Abendmahl trägt ökumenischen Charakter
"Ihr sollt ein Segen sein"
Erklärung des Rates der EKD zum Ökumenischen Kirchentag

Wülfinghausen, 25. April 2003. Mit großen Erwartungen sieht der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) auf den Ökumenischen Kirchentag. Noch immer wächst die Zahl der Anmeldungen für dieses große Ereignis vom 28. Mai bis 1. Juni in Berlin. Zum ersten Mal findet ein Ökumenischer Kirchentag statt. Die ökumenische Zusammengehörigkeit enthält für die christlichen Kirchen die Verpflichtung, dass sie ihrem gemeinsamen Bekenntnis zu Jesus Christus als ihrem Herrn und Heiland den Vorrang vor den unterschiedlichen Ausformungen ihrer Lehre und ihrer Ordnung zuerkennen. ... weiter


Hirtenbrief an die Gemeinden der Evangelischen Kirche A.B.
zum Sonntag nach Ostern, Quasimodogeniti 2003:
"Der Herr ist erstanden, er ist wahrhaftig auferstanden!"

Papst Johannes Paul II. hat am Gründonnerstag die Enzyklika "Über die Eucharistie in ihrem Verhältnis zur Kirche" erlassen und darin neben vielen tiefen und schönen Gedanken über das heilige Abendmahl von neuem den römisch-katholischen Standpunkt vertreten, dass im evangelischen Abendmahl "vor allem wegen des Fehlens des Weihesakramentes die ursprüngliche und vollständige Wirklichkeit des eucharistischen Mysteriums nicht gewahrt" sei. Daraus folgert der Papst, dass weder eine Teilnahme evangelischer Christen an einer katholischen Eucharistiefeier noch die Teilnahme von Katholiken am evangelischen Abendmahl erlaubt ist. ... weiter


"Hunger nach Eucharistie"?
Presseaussendung der Plattform "Wir sind Kirche" (Österreich)

Volders, 18.4.2003. Die Enzyklika "Ecclesia de Eucharistia", die von Papst Johannes Paul II. am Gründonnerstag unterzeichnet wurde, sagt im Grunde nichts Neues. Im Wesentlichen werden nur die bereits bekannten Positionen des römisch-katholischen Lehramts wiederholt. Die Plattform "Wir sind Kirche" fragt sich, warum erneut die Grenzen zwischen den christlichen Kirchen eingeschärft werden und damit – allen Beteuerungen zum Trotz, dies sei nicht der Fall – der ökumenische Prozess der Kirchen empfindlich gestört wird. ... weiter


J. Becher: Anmerkungen zur Enzyklika "ECCLESIA DE EUCHARISTIA"

Nach einer ersten Durchsicht der Deutschen Übersetzung, die zu der englischen Version, die wohl auch nicht die Originalfassung ist, signifikant schlechter sein soll, muss die jüngste Enzyklika "ECCLESIA DE EUCHARISTIA" für den Ersten Ökumenischen Kirchentag (ÖKT) Ende Juni 2003 nicht kontraproduktiv wirken. ... weiter


Erklärung des Generalsekretärs des Lutherischen Weltbundes (LWB), Pfr. Dr. Ishmael Noko, zur Enzyklika "Ecclesia de Eucharistia"

17. April 2003. Am heutigen Gründonnerstag hat Papst Johannes Paul II. die Enzyklika "Ecclesia de Eucharistia" vorgelegt. Auch lutherische Kirchen in aller Welt werden sich eingehend mit ihr befassen und in der nächsten Zeit sind zahlreiche Stellungnahmen zu ihrem Inhalt zu erwarten. Ebenso wie frühere Enzykliken von Papst Johannes Paul II. ist auch das vorliegende Dokument stark pastoral ausgerichtet. Es entwickelt die tiefen geistlichen Dimensionen des eucharistischen Sakraments und des Ortes, den es in der Gemeinschaft der Gläubigen hat. ... weiter


Werden die ökumenischen Uhren zurückgestellt?
Stellungnahme des Konfessionskundlichen Instituts des Evangelischen Bundes

Bensheim, 17.4.2003. Die von Papst Johannes Paul II. am Gründonnerstag veröffentlichte Enzyklika über die Eucharistie in ihrem Verhältnis zur Kirche lässt keine ökumenische Öffnung in absehbarer Zeit erwarten, schreibt bestehende restriktive katholische Positionen fest und verschärft die Auflagen für pastorale Notsituationen, in denen einzelnen Nichtkatholiken der Empfang der Eucharistie in der katholischen Kirche gestattet werden kann. Für ökumenisch engagierte Christen in den verschiedenen Kirchen, insbesondere aber für unmittelbar Betroffene in konfessionsverschiedenen Ehen und Familien ist das päpstliche Rundschreiben daher enttäuschend: sie müssen den Eindruck haben, dass die ökumenischen Uhren zurückgestellt werden. ... weiter


Statement des Catholica-Beauftragten der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (velkd), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich, zur Enzyklika "Ecclesia de Eucharistia":

Es ist verdienstvoll und anerkennenswert, dass sich Papst Johannes Paul II. in dieser Enzyklika der Eucharistie zuwendet. Damit wird die zentrale Bedeutung des Gottesdienstes für die Kirche auf eindrückliche Weise unterstrichen. Dem können wir grundsätzlich als evangelische Kirche nur freudig zustimmen. Freilich fehlt uns die Gleichbewertung des Wortes. Aus der Sicht einer evangelischen Kirche müsste stets festgehalten werden, dass sich die Kirche auf Wort und Sakrament gründet und durch Wort und Sakrament handelt. ... weiter


Erklärung des ZdK-Präsidenten Meyer
zur Enzyklika ECCLESIA DE EUCHARISTIA von Papst Johannes Paul II.

17.4.2003. Am Gründonnerstag hat Papst Johannes Paul II. seine 14. Enzyklika veröffentlicht, die er dem Sakrament der Eucharistie und seiner inneren Verwobenheit mit der Kirche gewidmet hat. In diesem Dokument, das unter dem Titel ECCLESIA DE EUCHARISTIA erschienen ist, unterstreicht der Papst, dass die Kirche von der Eucharistie lebt und auf sie verwiesen ist. ... weiter


Presseverlautbarung des Vorsitzenden der DBK, Kardinal Karl Lehmann, zur Veröffentlichung der Enzyklika "Ecclesia de Eucharistia"

17.4.2003. Papst Johannes Paul II. hat erwartungsgemäß zum Gründonnerstag d. J. das angekündigte Weltrundschreiben (Enzyklika) über die Eucharistie und ihren Bezug zur Kirche im Umfang von ungefähr 60 Seiten mit über 100 Anmerkungen, die viele Zeugnisse und Hinweise enthalten, veröffentlicht. Der Papst wird seine 14. Enzyklika während des Gründonnerstagsgottesdienstes im Petersdom in Rom unterzeichnen. ... weiter


EKD: Persönlich geprägte Enzyklika bestätigt bekanntes Abendmahls- und Amtsverständnis
Besonderes "Amts-" oder "Weihepriestertum" der katholischen Kirche betont

17.4.2003. Die Enzyklika "Ecclesia de Eucharistia", die Papst Johannes Paul II. am Gründonnerstag veröffentlicht hat, sei zunächst einmal eine testamentarische Äußerung eines – wenn auch sehr besonderen – Priesters, der immer wieder und an herausgehobenen Orten in tiefer innerer Bewegung Eucharistie gefeiert hat. Dies wurde als erste Reaktion vom Kirchenamt der EKD geäußert. ... weiter



<== Zurück zum IKvu-SPECIAL

<== Zurück zur IKvu-Startseite