Initiative Kirche von unten (IKvu)

Initiative Kirche von unten


Ein Ökumenischer Kirchentag ohne gemeinsames Abendmahl macht wenig Sinn – noch dazu aus Rücksicht auf eine Meinung, die unter Ökumene allein die Zustimmung zur eigenen Position versteht. Umgekehrt wird ein Schuh draus: Aus dem miteinander geteilten Leben und Alltag, aus dem gemeinsamen Engagement in der Nachfolge des Jesus von Nazareth heraus können wir gemeinsam die Einladung Jesu zum Mahl annehmen - wie könnten wir diese Einladung ernsthaft ausschlagen ?

Die IKvu wird daher – gemeinsam mit der Berliner Evangelischen Gemeinde "Prenzlauer Berg - Nord" und der Kirchenvolksbewegung "Wir sind Kirche" – während des Ökumenischen Kirchentages zwei ökumenische Abendmahlsgottesdienste in der Gethsemane-Kirche feiern, in denen ausdrücklich zu gegenseitiger "Eucharistischer Gastfreundschaft" eingeladen wird:

  • Donnerstag, 29.5.2003, 18:00 Uhr:
    Was schaut ihr nach oben - Ökumene lebt von unten!
    (ökumenischer Gottesdienst mit Eucharistie nach katholischem Ritus und "offener Kommunion")
    Predigt: Dr. Brigitte Enzner-Probst, Hochschulpfarrerin, München
    Zelebrant: Prof. DDr. Gotthold Hasenhüttl, Saarbrücken
    Vorbereitet vom gemeinsamen AK Ökumene von IKvu und "Wir sind Kirche"
    und der Evangelischen Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord
    ... weitere Infos
  • Samstag, 31.5.2003, 18:00 Uhr:
    In die Welt gesandt - nur gemeinsam glaubhaft
    (ökumenischer Gottesdienst mit Abendmahl in evangelischer Tradition "für alle"
    )
    Predigt: Pfr. Bernhard Kroll, Dietenhofen-Großhabersdorf
    ZelebrantInnen: Pfarrerin Uta Fey und Pfr. Christian Zeiske, Berlin

    Vorbereitet vom gemeinsamen AK Ökumene von IKvu und "Wir sind Kirche"
    und der Evangelischen Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord
    ... weitere Infos

Ort: Gethsemanekirche, Stargarder Straße 77

2 41-42 45-47 8  Schönhauser Allee

Neben den beiden ökumenischen Mahlgottesdiensten laden wir außerdem ein:

  • Freitag, 30.5.2003, 12:30 Uhr:
    Mahl der Solidarität – Für alle genug
    (Gottesdienstliche Mahlfeier. Alle sind zum Essen und Trinken eingeladen)
    Eröffnung: Bischof Jacques Gaillot, "Virtuelle Diözese Partenia", Paris/Frankreich
    Vorbereitet vom gemeinsamen AK Ökumene von IKvu und "Wir sind Kirche"
    und der "Initiative Ordensleute für den Frieden"

Ort: Kurfürstendamm 28 (neben Hotel Kempinski)

15  Uhlandstraße

Wir laden die Teilnehmenden des Ökumenischen Kirchentages dazu ein, bei allen Abendmahls- und Eucharistie-Gottesdiensten des Kirchentages ihrem Gewissen zu folgen und gemeinsam zum Tisch des Herrn zu gehen – auch wenn diese Einladung in Berlin von der Kirchentagsleitung nicht ausgesprochen wird.

Hinweis: Das Präsidium des Ökumenischen Kirchentages hat die Aufnahme dieser drei Gottesdienste ins offizielle Programm abgelehnt.


Podienreihe "Ökumene kontrovers" (Messegelände Halle 20):

  • Donnerstag, 29.5.2003, 15:00 Uhr:
    Taufe zwischen Konversion und Konvention
  • Samstag, 31.5.2003, 15:00 Uhr
    Einheitsstiftend oder kirchentrennend ?
    Bischofsamt und Papstamt in der ökumenischen Diskussion

Zusätzliche Veranstaltung beim Ökumenischen Kirchentag:

Praktischer Erfahrungsaustausch:

  • Freitag, 30.5.2003, 15:00 Uhr:
    Haus am Köllnischen Park, Saal 1 (Am Köllnischen Park 5-7)
    "Ökumenische Gemeinden - eine Chance?"
    (Veranstaltet von der Arbeitsgemeinschaft von Priester- und Solidaritätsgruppen (AGP), Gemeinschaft St. Michael, Aktionskreis Halle und dem AK Ökumene von IKvu und "Wir sind Kirche")


"Aktion G": Farbe bekennen für die Ökumene!

"Aktion G": Gemeinsame Mahlfeier 2003Wie bereits lange angekündigt, werden die "Initiative Kirche von unten" (IKvu) und die KirchenVolksBewegung "Wir sind Kirche" gemeinsam mit der Evangelischen Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord während des Ökumenischen Kirchentages in Berlin ökumenische Gottesdienste in der Gethsemane-Kirche feiern, in denen nach intensiver theologischer Vorarbeit ausdrücklich zur gegenseitigen Gastfreundschaft eingeladen wird. Das ist keine "demonstrative Aktion", sondern ein Hoffnungszeichen, das den Kirchentag um einen längst überfälligen Schritt nach vorne ergänzt.

Außerdem rufen wir die Teilnehmenden des Ökumenischen Kirchentages dazu auf, ebenfalls bei allen anderen Mahlgottesdiensten gemäß ihrem Gewissen der Einladung zum Tisch des Herrn zu folgen, auch wenn diese Einladung in Berlin von der Kirchentagsleitung nicht ausgesprochen wird.

Bekennen Sie Farbe für die gegenseitige Gastfreundschaft bei Eucharistie und Abendmahl mit dem orangefarbenen Band "Gemeinsame Mahlfeier"! Die Bänder sind an vielen Stellen auf dem Kirchentag in Berlin gegen eine Spende zu erhalten.

Für die Gemeinsame Mahlfeier mit Gastfreundschaft bei Eucharistie und Abendmahl

Seit Beginn der Vorbereitungen im Jahr 1996 ist der erste Ökumenische Kirchentag – auch seitens der Präsidien des Deutsche Evangelischen Kirchentag und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken – untrennbar mit der Hoffnung auf Fortschritte beim gemeinsamen Abendmahl verbunden gewesen. Diese Hoffnung hat sich leider nicht erfüllt.

Doch viele ökumenisch engagierte Christinnen und Christen sind überzeugt: Auf Grund der Jahre langen beiderseitigen theologischen Gespräche sind die konfessionellen Streitpunkte im Verständnis des Herrenmahls ökumenisch heute so weit geklärt, dass die noch bestehenden Lehrdifferenzen eine Einladung von Christinnen und Christen anderer Konfession zum Abendmahl bzw. zur Eucharistie der eigenen Kirche nicht ausschließen. Auch drei renommierte ökumenische Institute haben vor kurzem ausführlich begründet, dass eucharistische Gastfreundschaft trotz der noch bestehenden Unterschiede im theologischen Verständnis und in der Praxis der Kirchen theologisch verantwortbar und in vielen Fällen pastoral sogar geboten ist.

Wer im Abendmahl wie in der Eucharistiefeier das Mahl des Herrn erkennt, für den gibt es zwischen den Konfessionen mehr Gemeinsamkeit als Trennendes. Denn gemeinsam bekennen wir Christen bei der Gedächtnisfeier des Todes und der Auferstehung des Herrn im Heiligen Abendmahl die lebendige Gemeinschaft mit Christus und erwarten seine glorreiche Wiederkunft. Das erklärte das Zweite Vatikanische Konzil im Dekret über den Ökumenismus.

Wenn theologischer Konsens besteht, dass Christus in Wort und Sakrament in der Mahlfeier gegenwärtig ist, dann sind gemeinsame Mahlfeiern mit gegenseitiger Gastfreundschaft konsequent. Gastgeber des eucharistischen Mahls ist nur einer: Jesus Christus, der alle einlädt zu seinem Tisch.

Weitere Informationen im IKvu-SPECIAL: www.ikvu.de/abendmahl/

Über die "Aktion G" für die Gemeinsame Mahlfeier mit Gastfreundschaft bei Eucharistie und Abendmahl finden Sie ausführliche Informationen auch in der Zeitschrift "Publik-Forum" Nr. 9/2003, Seite 43 und 46 bis 49.


Offene Kommunion.
Einladung an alle, die an Jesu Gegenwart im gemeinsamen Mahl glauben.
Keine Ausgrenzung von Christen und Christinnen anderer Konfessionen.
Uns allen gilt die Einladung: "Tut dies zu meinem Gedächtnis!"
Mahl halten ist Zeichen der Einheit und Versöhnung.
Eins zu sein ist Jesu oft wiederholte Bitte und Aufforderung.
Nur in dieser Gemeinsamkeit können wir ein Zeichen des Friedens in dieser Weltsein.
Einladung zur Wahrnehmung gegenseitiger Gastfreundschaft.

Linktipps:


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