Initiative Kirche von unten (IKvu)

Initiative Kirche von unten

Wir sind Kirche

KirchenVolksBewegung


"Ökumene wächst von unten!"

Solidarität mit Pfarrer Bernhard Kroll
... über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg

Die folgenden Mails erreichten den gemeinsamen Arbeitskreis "Ökumene" der Initiative Kirche von unten (IKvu) und der KirchenVolksBewegung "Wir sind Kirche" seit Juni 2003. Wenn Sie selbst ein Zeichen der Solidarität setzen möchten, können Sie eine Mail an die Adresse kroll@ikvu.de schicken, wir leiten sie dann an Pfarrer Bernhard Kroll weiter. (Zusammenstellung: Thomas Wystrach, IKvu. Stand: 07.08.2003)


Sehr geehrter Herr Pfarrer!
Aus Österreich ein kurzer Gruß - viele von uns denken an Sie und würden wünschen, dass das, was Sie gemacht haben, auch wirklich öffentlich möglich wird - ohne kirchenrechtlich böse Konsequenzen. Im Geheimen geschieht es ja doch immer wieder, aber kaum einer traut sich das öffentlich. Wir wünschen uns alle, dass unsere Hierarchie mehr auf den Heiligen Geist vertraut, "der weht wo er will", und sich nicht ängstlich hinter irgendwelchen alten Paragraphen versteckt.
Ganz liebe Grüße, Gertrude D.


Sehr geehrter Herr Pfarrer Kroll, lieber Bruder im Amt,
als Hochschulpfarrerin und –pfarrer an der Evangelischen Hochschulgemeinde der TU München möchten wir Ihnen unsere ungeteilte Solidarität mitteilen. Ihre Suspendierung nach der Teilnahme am Abendmahl der Evangelischen Gethsemanekirche Prenzlauer Berg in Berlin hat bei uns große Betroffenheit hervorgerufen. Wir können nicht nachvollziehen, wie dies mit dem Geist der Offenheit, der Geschwisterlichkeit, die allgemein auf dem Ökumenischen Kirchentag zu spüren war, zu vereinen ist.

Als Mitbeteiligte und Predigerin des ersten Gottesdienstes kann ich nur sagen, dass ich selten einen so gesegneten, vom Geist Gottes durchdrungenen Gottesdienst erlebt habe, wie dort in der Gethsemanekirche. Dies hat uns beide bestärkt in der Hoffnung, dass Christinnen und Christen heute immer noch eine wichtige Botschaft zu übermitteln und vor allem vorzuleben haben. Wie lässt sich die Große Einladung, die Jesus selbst gelebt hat, einschränken durch einen von Menschen verfassten Codex Juris Canonici? Wer ist hier Meister und wer ist hier Jünger bzw. Jüngerin?

Wir möchten Sie deshalb mit allem, was in unserer Kraft steht, unterstützen, schließen Sie in unsere Gebete ein und hoffen mit Ihnen sehnsüchtig auf den Tag, wenn alle Christinnen und Christen einander in Eucharistischer Gastfreundschaft begegnen werden.

Ihre Dr. Brigitte Enzner-Probst
Hochschulpfarrerin TU München


Sehr geehrter Pfarrer Kroll, sehr geehrter Prof. DDr. Hasenhüttl,
wenn auch mit großem zeitlichem Abstand so doch von Herzen Ihnen beiden einen Gruß, einen Dank und ein Zeichen der Verbundenheit für Ihr jeweiliges Handeln beim ÖKT! Dass Sie öffentlich das taten, was (meist) im Stillen vielerorts Praxis ist, ist ein mutiger Schritt gewesen, von dem ich hoffe und wünsche, dass Sie ihn nie bereuen werden (müssen)! Ich bin sicher, für viele Menschen in unseren Kirchen waren die gemeinsamen Feiern ein wichtiger Schritt auf dem weiten Feld der Oekumene - so auch für mich.

Seit 23 Jahren in einer konfessionsverbindenden Ehe lebend, seit 16 Jahren gemeinsam mit meinem Mann Mitglied in einem Säkularinstitut, das jetzt auf dem Weg ist, die Strukturen so zu verändern, dass es kirchenrechtlich korrekt ökumenisch sein kann und vor einem Jahr zur Pfarrerin meiner Landeskirche ordiniert, bewegt mich die Oekumene auf vielen Ebenen, habe ich viel Positives und manches Schmerzliche erfahren. Für diesen Weg braucht es immer wieder Hoffnungszeichen, Nahrung für die Seele und die Sehnsucht - manches auf dem ÖKT zählte dazu, sicher auch Ihr Bekennen zu Christus als dem, der uns an seinen Tisch einlädt.

Ihnen Kraft, Mut, Ausdauer auf Ihrem jeweiligen Weg, vor allem in allem Gottes Segen, Gabriele H.


Sehr geehrter Herr Kroll,
ich bin mit Ihrem Verhalten auf dem Ökumenischen Kirchentag voll solidarisch. Weiter so!
Mit freundlichen Grüßen, Erich E.


Hier unser Brief an deinen Bischof zu deiner Unterstützung und wir wünschen dir viel Mut:

Monseigneur,
Les prêtres - ouvriers de la Région Est de la France ont été profondément choqués de la sanction infligée à leur confrère, M. le Curé Bernhard Kroll. Nous estimons qu'il y a des moyens plus évangéliques de traiter les débats théologiques et pastoraux entre chrétiens. L'exclusion n'est pas une solution chrétienne. Nous attendons donc le rétablissement de ce prêtre dans tous ses droits et que l'Eglise poursuive les efforts de rapprochement avec les autres confessions chrétiennes.

in Christo, Jean-Marie und Madeleine Villaume


Sehr geehrter Herr Kroll,
die gegen Sie ausgesprochene kirchliche Bestrafung finde ich unerträglich; wie viele andere finde ich den Schritt, den Sie gegangen sind, richtig - im Sinne des Evangeliums jedenfalls.
Viele Grüße, Prof. DDr. Norbert Mette


Sehr geehrter Herr Pfarrer Kroll!
Auf der Heimfahrt vom Ökumenischen Kirchentag, der ein grandioses und hoffnungsvolles Erlebnis war, diskutierten wir zu vier engagierten Katholiken und dem Ortspfarrer über den verbreiteten Wunsch nach gemeinsamer Abendmahlsfeier. Sie sind - ich bin überzeugt, daß man Ihnen später rechtgeben wird - in vorauseilendem Gehorsam vorangegangen, und das ist aller Achtung wert.

Ein Gesprächspunkt auf der Zugfahrt war der Umstand, daß der Papst in seiner Eucharistie-Enzyklika sein Eucharistieverständnis an der Amtsfrage festmacht. Wenn man als halbwegs theologisch gebildeter Mensch weiß, daß die Ämterstruktur in der jungen Christenheit sich erst ganz allmählich herausgebildet hat, so fragt man sich, ob die Christen jahrzehntelang und länger überhaupt gültig kommuniziert haben. Eine absurde Vorstellung!

Die theologisch nicht zu rechtfertigende Trennung beweist, soweit sie von unserer Kirchenleitung zementiert wird, daß es letztlich um die Ämterstruktur, d.h. die Hierarchie in der Kirche geht. Wäre es anders, so müßten unsere ökumenischen Bemühungen bei den uns am nächsten stehenden Altkatholiken ansetzen. Aber die haben eben das Unfehlbarkeitsdogma nicht angenommen, was wohl in den Augen Roms unverzeihlich ist, und überdies eine synodale Kirchenstruktur. So sollen wir uns als Christen wohl dem Islam nähern, aber nicht denen, die uns am nächsten stehen!

Nichts wird von der Kirchenleitung entschlossener verteidigt als die Ämterstruktur. So kann ein anglikanischer Priester katholisch werden, sein Amt ausüben und verheiratet bleiben, denn das ist noch Ausnahme und nicht die Regel. Aber ein katholischer Pastoralassistent, der ein volles theologisches Studium hinter sich hat und in unsere Kirche hineingetauft wurde, kann nicht Priester werden, wenn er sich nicht dem Zölibatsgesetz unterwirft. Das alles ist Ihnen nicht neu, aber ich mußte es einmal aussprechen.

Mit den besten Wünschen für Ihre baldige Rehabilitation, auch vom Rest meiner Familie, grüße ich Sie als eine vielfach bekümmerte Katholikin Anita S., Merzhausen (bei Freiburg)


Nous ne pouvons attendre que les responsables de l'Eglise catholique (non élus) aient décidé qu'après tout on pouvait bien s'entendre avec nos frères protestants. Les Croyants sont bien assez grands pour travailler ensemble à faire naître l'humanité nouvelle que Jésus veut promouvoir à travers eux.

Félicitations au Père Bernhard KROLL qui a prononcé l’homélie pendant la célébration oecuménique qui a eu lieu à Berlin, le 31 mai 2003. Nous, chrétiens, avons aujourd'hui le devoir de prendre des initiatives sans devoir demander chaque fois à un évêque une autorisation qu'il ne pourra accorder étant donné sa peur d'une dénonciation à Rome par des conservateurs.

D'autre part nous devons revoir notre conception de l'Eucharistie, notamment cette conception de la présence réelle. Ce n'est pas "ceci, ce bout de pain, c'est mon corps physique", non, mais plutôt "ce geste du partage (hoc)que je fais pour vous, c'est cela qui construit mon corps ecclésial, cette humanité nouvelle".

D'ailleurs on sait bien aujourd'hui que les dits "miracles" de la multiplication des pains", sont autant de gestes de partage. Lorsque nous nous réunissons avec des amis pour célébrer, chacun apporte ensuite de quoi prendre un repas partagé fraternel. Et il en reste toujours abondamment.

Ainsi les disciples qui ont suivi Jésus pour l'écouter ont été invités à partager le pain, les figues, le vin, les poissons séchés... qu'ils avaient chacun apportés; et le partage a produit qu'il en est resté de quoi remplir la corbeille de chacun des 12. Nous nous sommes appesantis sur ce bout de pain devenu une hostie insignifiante,alors qu 'il fallait s'appesantir sur l'invitation au partage fraternel qui, lui, construit l'humanité nouvelle.

Bonne route, Paul Canonge

PS. Vous pourrez bientôt trouver des développements de cette réflexion sur le Site http://perso.wanadoo.fr/chrétiens.daujourdhui/


Als evangelischer Religionslehrer in Köln solidarisiere ich mich ausdrücklich mit dem ökumenisch weitsichtigen Verhalten von Pfarrer Bernhard Kroll. Ich möchte ihm hiermit mitteilen, dass es viele ermutigende Zeichen auch in den Kölner katholischen und evangelischen Gemeinden gibt, die eucharistische Gastfreundschaft an bestimmten Feiertagen ganz selbstverständlich zu praktizieren. Das Verhalten des Episkopates lässt nur eine Schlussfolgerung zu: Seid so "subversiv" wie nur irgend möglich und praktiziert das, wozu uns Jesus aufgerufen hat, denn "wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen", egal ob katholisch, orthodox oder evangelisch!!!
Mit solidarischen Grüßen, Wolfgang Petzke


Sehr geehrter Herr Kroll,
ich denke jeden Tag an Sie und hoffe das Sie gute Freunde in Ihrer Nähe haben.Meine Solidarität will ich mit dieser mail zum Ausdruck bringen. Ich war mit drei Freunden gemeinsam auf dem Kirchentag in Berlin. Wir haben dort eine gute Gemeinschaft erlebt, an allen Orten und bei den verschiedensten Veranstaltungen. In den heutigen Zeiten in denen uns unsere Medien jeden Tag Mord, Totschlag und Terrorismus in die Wohnzimmer liefern tut es gut gemeinsame, liebevolle und gegenseitige Achtung und Toleranz zu erleben. Die Kräfte die in der Katholischen Kirche die Intoleranz betreiben schaden unser aller Wunsch nach Frieden und Verständigung.
Mit solidarischen Grüßen, Thomas M.


Lieber Herr Pfarrer,
wir erklären uns mit Ihnen und Prof. Gotthold Hasenhüttl solidarisch, denn wir sind bunt gemischt in unserem Team und uns verbindet dennoch der gemeinsame Glaube an Gott. Bitte, sagen Sie uns, wie wir Ihnen am besten beistehen können und wir werden es tun.
Mit herzlichen Grüssen aus Heidelberg
Ihr Rainbowlights Team
Ulla Wenzel-Lyding


Liebe Glaubensgeschwister,
heute abends habe ich in der Radiosendung "Religion aktuell" auf Ö 1 gehört, daß Pfarrer Kroll von seinem Bischof in ein Kloster geschickt worden ist, damit er "nachdenken und bereuen" könne. Es wurde ferner gesagt, daß Pfarrer Kroll zu seiner Entscheidung stehe und er die Auffassung vertrete, daß Eucharistie eben nicht nur ein geweihter Priester feiern könne.

Ich habe - damals noch Glied der röm.-kath. Kirche - Ostern 1985 am evang.-luth. Abendmahl im rechten Glauben teilgenommen, zuvor allerdings vor meinem Gewissen das geistliche Amt der evang. Kirche als dem kath. gleichwertig anerkannt. Aufgrund schmerzhafter Erfahrungen mit der Hierarchie war ich damals nahe daran, meinen Glauben aufzugeben. Ich verdanke es einem evang. Gemeindepfarrer, der, ohne es zu wissen, mich durch sein persönliches Glaubenszeugnis davor bewahrt hat, in einen Abgrund zu stürzen. Fast ein Jahr lang genoß ich ökumenische Gastfreundschaft, nahm an einem Bibelseminar und Bibelabenden teil und jeder Sonntagsgottesdienst mit Abendmahlsfeier war ein schönes Erlebnis für mich.

Ich kann Pfarrer Kroll gut verstehen und ich habe wiederholt Vertretern des Lehramts klarzumachen versucht, daß es absurd ist, von der "Ungültigkeit" eines Sakraments zu sprechen, weil allein der rechte Glaube ausschlaggebend ist. "Glaubst du, so hast du" hat schon Martin Luther gesagt - und das gültigste r.k. Sakrament nützt nichts, wenn der rechte Glaube fehlt. Ich habe Bischöfe wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß die freie und souveräne Gnade Gottes nicht ausschließlich an die Wandlungsgewalt des r.k. Priesters gebunden und dem immer größeren Gott nicht vorgeschrieben werden kann, wie, wann und wo er wirken darf.. Die angeblich unfehlbaren Herren der Chefetage wissen aber alles besser und berechtigte Anfragen pflegen sie zu ignorieren.

Ich war sehr berührt von der Radiomeldung und wünsche dem Pfarrer Kroll von ganzem Herzen: Möge der Herr ihm die Kraft schenken, den aufrechten Gang zu bewahren. Ich halte es bereits für bischöfliche Unverschämtheit, Reue (worüber eigentlich?) dort zu verlangen, wo nichts zu bereuen ist!

Mit herzlichen Grüßen, auch an die verwaiste Gemeinde, verbleibt Hanna Grafeneder (Wien)


Sehr geehrter Herr Kroll,
ich bewundere Ihren Mut und erkläre mich mit Ihnen solidarisch. Als Katholik habe ich 1986 über Luther promoviert (Alltagssprache und religiöse Sprache bei Luther), also auch ein ganz kleines Stückchen Ökumene gelebt. Dass das Thema in beiden Kirchen bis heute nicht - außer bei Gedenktagen - relevant zu sein scheint, hat dann schon etwas frustriert. Aber das steht auf einem anderen Blatt. Ich wünsche Ihnen Kraft und Durchhaltevermögen sowie IKvu und "Wir sind Kirche", dass sie Erfolg haben.

Mit freundlichen Grüßen, PD DR. Helmut Ebert


Sehr geehrter Herr Pfarrer Kroll,
Ihr Mut und Ihre Entschiedenheit setzen ein Klares Zeichen! Erinnern Sie sich und vielleicht auch Ihren Bischof daran, mit wem Jesus beim Abendmahl zusammen gesessen hat. Da war ein Verräter dabei, von dem er wusste, er würde ihn in Kürze ans Messer liefern! Da war ein Verleumder dabei, von dem er wusste, er würde ihn dreimal verleugnen, bevor der Hahn kräht! Und Jesus hat gerne mit ihnen das wirklich erste Abendmahl gefeiert. Heute sind wir leider so weit, dass uns Kirchenobere vorschreiben, dass wir, die wir alle Christen sind und an den selben Gott glauben (aber halt leider nicht alle an den selben Papst und den selben Bischof) nicht mehr miteinander Abendmahl feiern dürfen. Nach meinem festen Verständnis ist dies zutiefst unbiblisch. Sie haben RICHTIG GEHANDELT! Wenn uns Menschen (und sei es ein Bischof oder der Papst) verbieten, mit unseren Mitchristen Abendmahl zu feiern, dann müssen wir den Mut haben, uns auf Jesus selbst zu berufen.
GOTT MIT IHNEN, Martin S.


Sehr geehrter Herr Kroll,
als "gelernter DDR-Bürger", ich bin 51, habe ich spätestens 1989 gelernt, dass man sich in seiner Meinung nicht verbiegen lassen soll. Auch wenn es gegen die Meinung der so genannten Obrigkeit geht. Gerade in den gegenwärtigen Zeiten, in denen immer öfter der Sitten- und Werteverfall innerhalb der Gesellschaft beklagt wird, ist eine klare Entscheidung für den Menschen, für die Gemeinschaft von immenser Bedeutung. Auch Kirche ist Tätigkeit mit den Menschen und für den Menschen. Dies sollten auch alte Männer begriffen haben. Im diesen Sinne - bleiben Sie standhaft!
Als "ungläubiger" Bürger, Guntram Pötzsch


Sehr geehrter Herr Pfarrer Kroll,
die Landesarbeitsgemeinschaft Christinnen und Christen bei Bündnis 90/Die Grünen Hessen dankt Ihnen für Ihr engagiertes Eintreten für die Ökumene beim Kirchentag in Berlin. Wir bedauern sehr, dass Sie dafür von Ihrem Ortsbischof aus Ihren Ämtern als Pfarrer von Großhabersdorf und als Geistlicher Leiter der Katholischen Jungen Gemeinde im Bistum Eichstätt beurlaubt worden sind. Wir erklären uns hiermit solidarisch mit Ihnen und wünschen Ihnen, dass Sie vollständig rehabilitiert werden und der ökumenische Weg von engagierten Christinnen und Christen erfolgreich weiter beschritten wird.
Mit christlich-grünen Grüßen, Jürgen Merz
(Sprecher der LAG Christ/innen)


Lieber Bernhard,
hier unser Brief an Deinen Bischof zu Deiner Unterstützung und wir wünschen dir viel Mut.
in Christo, Jean Luc Mangeart
Animateur régional des prêtres / ouvriers de l'Est (France)

A Monseigneur Walter Mixa
Evêque du Diocèse Eichstaett

Monseigneur,
Les prêtres - ouvriers de la Région Est de la France ont été profondément choqués de la sanction infligée à leur confrère, M. le Curé Bernhard Kroll. Nous estimons qu'il y a des moyens plus évangéliques de traiter les débats théologiques et pastoraux entre chrétiens. L'exclusion n'est pas une solution chrétienne. Nous attendons donc le rétablissement de ce prêtre dans tous ses droits et que l'Eglise poursuive les efforts de rapprochement avec les autres confessions chrétiennes.

in Christo, Jean Luc Mangeart
Animateur régional des prêtres / ouvriers de l'Est (France)


Lieber Herr Kroll,
Gott möge Sie mit allem Guten segnen! Wir schließen Sie in unsere Gebete ein und merken: es ist gut, dass wir so miteinander verbunden sind. Dort, wo die Kirchen den Menschen Wege zueinander versperren, baut Gott eine Brücke, die die Gräben überspannt. So können wir gemeinsam gehen. Und das ist notwendig. Wir sind dankbar für die gemeinsamen Gottesdienste in der Gethsemanekirche.
Jochen und Dörte A., Berlin


Salve Pfarrer Kroll,
wir waren direkt beim gemeinsamen Abendmahl in der Gethsemane Kirche dabei und sie erinnern sich sicher an den Beifall, den sie für ihren mutigen Schritt bekommen haben. Wir als Kirchenvolk haben es ja relativ einfach! Im Pfarrgemeinderat habe ich Zeugnis gegeben für die Teilnahme zusammen mit meiner Frau, und unser Pfarrer erkennt wohl, dass der heilige Geist sowohl einen rechten als auch einen linken Flügel braucht, um fliegen zu können ...
Oder wie Marx schon sagte: Entwicklung ist Kampf von Widersprüchen ...
Auch der Widerspruch ihres Bischoffs bringt Entwicklung! (Wir sammeln Unterschriften)
Gottes Segen ist mit Ihnen, Schalom vom Schloß Wernigerode / Harz
Kornelia und Peter S.


Ich unterstütze sie voll und ganz. Nur so ist eine Kirche eine lebendige Kirche.
Brigitte L.


Ich unterstütze die Solidarität mit Pfarrer Bernhard Kroll natürlich vom Herzen. Wir alle müssen ihm kräftig unterstützen.
Liebe Grüsse, Dr. Margriet G., Amstelveen (Niederlande)


Sehr geehrter Herr Pfarrer Kroll,
Ich möchte Ihnen hiermit meinen Dank sagen für ihr mutiges Zeugnis beim ÖKT. In dem, was sie getan haben und wie sie gehandelt haben. Denn nur wenn wir als Christen und Christinnen einander nicht ausgrenzen, sondern die Einladung Jesu an seinen Tisch für jedeN offenhalten (und zwar ganz offiziell, wahrnehmbar für jedeN), können wir glaubwürdig sein und in dieser Welt ernstgenommen werden. Ich grüße Sie mit Worten aus dem 2. Korintherbrief 3: Ihr seid ein Brief Christi - geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes.
Mit herzlichen Grüßen, Gudrun Luise H., Bad Schönborn


Sehr geehrter Herr Pfarrer Kroll,
als Teilnehmer am ökumenischen Leistungskurs Religion an unserer Schule und als Person, die für die Ökumene ist, mochte ich Ihnen viel Gluck wünschen bei Ihrer weiteren Tätigkeit als Pfarrer und hoffen, dass Ihr - praktisch gesehen über Sie verhängte - Berufsverbot aufgehoben wird. Religion und Ökumene leben auch von Menschen wie Ihnen.
Mit freundlichen Grüßen, Stefan K.


In dem Artikel "Ein Abendmahl mit Folgen" im Publik-Forum Nr. 12/2003 (Seite 35) erklärt Herr Seiterich-Kreuzkamp, "wie wenig klar identifizierbare evangelische Stimmen sich solidarisch mit dem Priester zeigen". Nun, ich bin evangelisch und betone mein Mitgefühl mit Pfarrer Kroll und wünsche ihm und vor allen Dingen seinen Vorgesetzten Gottes Segen und Ratschluss zu einer Entscheidung, die vielleicht noch einmal revidiert werden kann. Es ist ja auch nicht besonders mutig von einem evangelischen Christen in dieser Frage Solidarität mit einem katholischen Geistlichen zu zeigen, da mir meine Kirche für meine berufliche Praxis keine Konsequenzen androht, menschlich aber geht mir das Schicksal nah, auch wenn ich hier in Essen erst durch den Artikel im Publik-Forum erfahre.
Berthold Basten, Essen


Sehr geehrter Herr Pfarrer Kroll,
ich möchte als Präsidentin des Evangelischen Kirchentages mit diesen Zeilen auch meine Solidarität mit Ihnen zum Ausdruck bringen. Sie haben an einem evangelischen Abendmahl teil genommen, das wir zwar nicht in das Programm des Ökumenischen Kirchentages aufnehmen konnten, das aber nach evangelischem Verständnis ein vollgültiges Abendmahl mit offener Einladung für alle getauften Christen war. Dass dieser Gottesdienst von Ihrem zuständigen Bischof Dr. Mixa als eine "verbotene Gottesdienstgemeinschaft" eingestuft wurde, empfinde ich als evangelische Christin als eine Verletzung unserer ökumenischen Gemeinschaft, die wir in Berlin erreicht hatten und die die Grundlage des in den letzten Jahren gewachsenen Vertrauens zwischen den Kirchen ist. Wir haben in allen Phasen der Vorbereitung und Durchführung des Ökumenischen Kirchentages den gegenseitigen Respekt vor den jeweils anderen Traditionen zur Grundlage der Zusammenarbeit gemacht. Diesen Respekt sehe ich mit den scharfen Sanktionen gegenüber Pfarrer Kroll verletzt und bedaure das zutiefst.

Mit freundlichen Grüssen, Ihre Elisabeth Raiser


Lieber Herr Pfarrer Kroll,
da ich nach dem Kirchentag sofort in Urlaub fuhr, kann ich erst heute meine Grüße und Solidaritätsbekundung schicken. Ich finde es großartig, mit welchem Mut Sie in Berlin aufgetreten sind und hoffe für Sie, daß Sie bald keine weiteren äußeren Nachteile haben werden und IHREN Weg weitergehen können. Ich bin ganz sicher, daß unsere christliche Kirche viele Menschen wie SIE braucht.
Mit guten Wünschen und freundlichen Grüßen, Martina G.


Dear Fr. Kroll,
I have just read on Internet the report "Ein Abendmahl mit Folgen" (Publik-Forum). While reading several thoughts crossed my mind. I write as a practising, committed Roman Catholic of the 21st century, so after the publication of the sixteen documents of Vaticanum II (1962-1965). I agree with your action.
Yours sincerely, Johan F J Jansen, Leidschendam (Niederlande)


Lieber Amtsbruder Kroll,
eben habe ich mich beim Diskussionsforum gemeldet und nun möchte ich Ihnen sagen, dass ich als evangelische Pfarrerin auf Ihre Seite stehe und finde, dass Sie sehr mutig waren. Ich denke, nur so kommt etwas in Gang. Ihnen selber wünsche ich, dass Sie dies alles unbeschadet überstehen, seelisch und auch finanziell! Ich hoffe für Sie, dass Sie nicht unter Druck gesetzt werden und bete für Sie und trotz allem auch weiterhin für die Einheit der Kirche. Ich selber habe, was Ökumene in Theorie und Praxis angeht, auch so einiges erlebt.
Herzliche Grüße und Gott befohlen!
Pastorin Beate Balling, Thüringen


Sehr geehrter Herr Pfarrer Kroll,
Ihrem Mut und Ihrer Konsequenz, mit der Sie Ihre ökumenische Überzeugung beim Kirchentag in Berlin vertreten haben, gehört unser Respekt. Wir möchten Ihnen für Ihr Handeln unsere Solidarität aussprechen. Wie Sie sehen wir die dringende Notwendigkeit zur Verwirklichung der Eucharistischen Gastfreundschaft. Deshalb haben wir im Vorfeld des ökumenischen Kirchentags eine entsprechende Resolution im Dekanatsrat verabschiedet und an die für uns zuständige Diözesanleitung gesandt. Wir wünschen wir Ihnen weiterhin Mut und Kraft und Gottes Segen und Beistand, in den schwierigen Tagen und erwarten, dass Bischof Mixa die über Sie verhängte Suspendierung zurücknimmt.
Für den Vorstand des Dekanatsrats Heidelberg: Ursula Amann (Vorsitzende)


Sehr geehrter Herr Pfarrer Kroll,
die Nachricht über Ihre Zwangsbeurlaubung hat uns sehr betroffen. Als Christen in der katholischen Diaspora ist für uns das ökumenische Miteinander, auch beim Abendmahl, eine Selbstverständlichkeit. Im heutigen Friedensgebet haben wir als "Text der Gegenwart" Auszüge aus Ihrer Predigt vom 31.05.2003 vorgelesen. Ihr Bild von der Tischgemeinschaft weist weit über die konfessionellen Grenzen hinaus. So erscheint uns auch das gemeinsame Abendmahl ein Zeichen, dass sich Christen gemeinsam einsetzen wollen für eine gerechtere Welt. Angesichts dieses gemeinsamen Zieles ist die Reaktion Ihres Bischofs engstirnig und nicht nachvollziehbar. Diese Entscheidung macht es auch uns schwerer, unseren Einsatz für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung in der Gesellschaft glaubwürdig zu vertreten, weil sie die Glaubwürdigkeit der Kirche untergräbt. Ihre Haltung und die große Solidarität mit Ihnen bestärken uns aber in der Gewissheit, dass die Einheit der Christen in den Gemeinden schon Wirklichkeit ist. Wir wünschen Ihnen viel Kraft in dieser schwierigen Zeit und schließen Sie in unser Gebet ein.

Ökumenischer Friedensgebetskreis Lippe-Detmold:
Sabine N., Elsabeth H., Hedwig E., Ursula S., Agnes S., Günther S., Christel R., Angelika H., Hildegard T., Maria B.-K., Norbert K., Dieter S., Maria S., Dorothee S., Maria F., Toni S.


Au comité de soutien de B. Kroll,
en solidarité entière avec le père B.Kroll, je vous communique le courriel que j'ai envoyé à l'évêque Mixa. Merci de m'informer de la suite de votre initiative. En communion de prière oeucuménique avec vous; Alain Cabantous, Paris, France

Monsieur l'évêque,
la décision disciplinaire que vous venez de prendre à l'encontre du père Bernahrd KROLL donne, une fois de plus - et c'est une habitude sous le pontificat de J.P.II- de l'Eglise hiérarchique une lamentable image , celle d'une institution à bout de souffle, encore arcboutée sur les principes du concile de Trente et qui ne sait résoudre (?) les questions théologiques, ecclésiologiques et éthiques que par le refus, l'exclusion, la condamnation. Mais où sont,dans ces mesures brutales,l'esprit évangélique, l'écoute, le partage, la charité et la miséricorde envers son prochain?

C'est aussi votre parole publique et celle du magistère et de la clique ultra-conservatrice de la curie, qui se trouve complètement décrédibilisée auprès de nos contemporains. Vous croyez encore que c'est à coup d'interdits et de discipline que vous ferez "entendre" la Bonne nouvelle; Où est donc la faute si grave de B.Kroll sinon d'avoir eu le courage de croire que le seul avenir de nos églises n'est pas dans le catholicisme romain comme l'a écrit avec perversité Ratzinger dans Dominus Jesu mais bien dans l'oeucuménisme chrétien et reconnu. Que d'efforts sur le terrain sont ruinés à cause des mesures prises par des "monsignori" qui ne sortent pas beaucoup des sacristies. Nous catholiques, souffrons de plus en plus de ces comportements et sommes de plus en plus nombreux à quitter cette église sourde et aveugle. C'est peut-être ce que vous souhaitez. Ne voir qu'une tête.

Vous aurez, vous aussi comme nous tous, probablement à rendre compte au Seignuer de votre attitude de fonctionnaire frileux et aux ordres du Vatican; La prière et l'appel à un dialogue avec B.Kroll ont-ils vraiment un sens encore pour vous? Je n'ai pas envie de vous saluer parce que vous tuez peu à peu l'espérance.
Alain Cabantous


Lieber Pfarrer Kroll!
Es war ein sehr schöner, tiefgehender Gottesdienst für mich, auch wenn (vor Freude) manche Worte zerklatscht wurden. In "meiner" Gemeinde endlich auch das gemeinsame Mahl feiern zu können - ich hatte es schon aufgegeben, darauf zu hoffen. Es war ein Signal von katholischer Leitungsebene für mich als Evangelische, das Sie gesetzt haben - und die Signale dagegen, ich hoffe, sie bleiben für Sie ertragbar.
Vielen Dank, Barbara Degen


Lieber Pfarrer Kroll,
wir möchten Ihnen unsere Solidarität mitteilen und halten die Reaktion der Kirchenleitung für falsch. Seit 21 Jahren leben wir als konfessionsverbindendes Ehepaar zusammen und fühlten uns stets von Jeus Christus zur Eucharistiefeier eingeladen, nicht durch Pfarrer (zum Glück tun es die meisten) oder Bischöfe.
Nicola (ev.) und Rainer S. (kath.), Anja, Katrin, Maike und Stefan (alle kath.) aus Norderstedt bei Hamburg


Lieber Herr Pfarrer Kroll,
als Pfarrgemeinderätin besonders im Sachausschuss Ökumene aktiv und seit 42 "ökumenisch verheiratet", möchte ich mich ganz herzlich für Ihren Mut bedanken. Außerdem möchte ich Sie auf eine interessante Predigt hinweisen, die Pfarrer Richard Geier an Fronleichnam im Radio Bayern 1 gehalten hat: http://www.br-online.de/bayern1/service/manuskripte/kath20030619.html

Besonders hat mich der folgende Absatz beeindruckt:
"Eigentlich ist jeder Streit um die Frage, wer am Abendmahl teilnehmen darf oder nicht, bedeutungslos. Wenn Christus in Brot und Wein stellvertretend die ganze Welt mit seiner Gegenwart erfüllt, so ist jeder Mensch als Teil dieser Welt von ihm geheiligt, zumal wenn er bereits bei seiner Taufe Ja zu seiner Christusnachfolge gesagt hat. So gesehen ist es unmöglich, jemanden von der Abendmahlsgemeinschaft auszuschließen. Ich kann die Gegenwart des Herrn nicht auf das geweihte Brot allein beschränken und sie den versammelten Menschen absprechen oder sie nur auf einige Auserwählte aus der Gemeinde beziehen. Aus einer solchen Sicht ist auch das Fest Fronleichnam, das wir heute begehen, kein konfessionstrennendes, sondern ein konfessionsverbindendes Fest. Katholiken und Protestanten können an diesem Tag gemeinsam bekennen, dass Christus gegenwärtig ist in diesem kleinen Bisschen Brot, das aus der Eucharistie stammt. Und in diesem Brot ist er gegenwärtig in allem, was Leben hat. In den Prozessionen ist der ganze kosmische Leib Christi unterwegs."

Ob Pfarrer Geier nun auch suspendiert wird? Ich bedaure sehr, dass Sie nun wegen Ihrer ökumenischen Haltung diese Schwierigkeiten haben und ich wünsche Ihnen für den weiteren Lebensweg viel Kraft und Gottes Segen.
Herzliche Grüße, Ingrid W.


Sehr geehrter Pfarrer Kroll,
ich möchte mich bei Ihnen dafür bedanken, dass Sie durch ihre Teilnahme an der gemeinsamen Mahlfeier während des ÖKT in Berlin der Sehnsucht so vieler Menschen nach Einheit und Gemeinschaft vor Gott ein Gesicht gegeben haben. Ich selbst (katholisch, weiblich, 36 Jahre, in konfessionsverbindender Ehe verheiratet) habe an der Mahlfeier am Donnerstag in der Gethsemane-Kirche teilgenommen, die mir und meinem Mann sehr viel bedeutet hat. Wir selbst dürfen in unserer Heimatstadt Gießen die Gastfreundschaft auch in den drei katholischen Gemeinden genießen und sind sehr froh, dass auch mit Ihrer Teilnahme und der Öffentlichmachung der Feier ein Schritt aus der Grauzone heraus gewagt wird.

Ich bin Journalistin und habe in der Berichterstattung über den Kirchentag gerade auch die gemeinsame Mahlfeier als großen Schritt aufeinander zu beschrieben. Mit erheblicher Bestürzung lasen wir dann kurz darauf von Ihrer Suspendierung und nachfolgend von dem großen Engagement Ihrer Gemeinde, die das nicht unwidersprochen hinnehmen wollte. Ich hoffe sehr, dass Ihre "Disziplinierung" nicht das letzte Wort ist.

Ich möchte Ihnen Kraft wünschen auf Ihrem weiteren Weg und Ihnen versichern, dass ich mutiger vom ÖKT zurückgekommen bin, gerade auch weil ich Hoffnung schöpfen konnte und Gemeinschaft erfahren durfte während der gemeinsamen Mahlfeier. Ich hoffe, dass Sie Ihren Weg weitergehen können, und seien Sie gewiss, dass viele Christen in ganz Deutschland den tiefen Wunsch und die Sehnsucht nach mehr ökumenischer Gemeinschaft teilen und auch bereit sind, trotz aller Widrigkeiten weiter daran mitzuarbeiten. Ihnen wünsche ich von Herzen Gottes Segen.
Mit herzlichen Grüßen, Annette S., Gießen


Sehr geehrter Herr Pfarrer Kroll!
Unser ökumenischer Gesprächskreis Allerheiligen in Innsbruck-West steht voll und ganz hinter Ihrer Teilnahme am evangelischen Abendmahl und wir wollen hiermit in kurzen Worten unsere Solidarität bekunden.
Mit herzlichen Grüßen, Bernhard Groß, evang. Pfarrer


Lieber Bernhard Kroll,
als katholischer Seelsorger in einer überwiegend evangelisch geprägten Kleinstadt erlebe ich ständig die "alltäglichen Absurditäten" die es mit sich bringt, dass kirchenrechtlich und "hoch"-theologisch nicht zusammenkommen darf, was vom Empfinden praktisch aller Gläubigen her längst zusammen gehört. Selbst konservativ - katholische Gemeindemitglieder sind durch ihre familiäre Realität längst "ökumenisch". Meiner Überzeugung nach sind es nicht in erster Linie theologische Differenzen über die Eucharistie, die letztlich trotz jahrelanger intensiver Gespräche eine Einigung verhindern, sondern die Angst Roms um die absolute Vorrangigkeit des römischen Bischofs, die Frage von Hierarchie und Amt. Vor dem Hintergrund von Jesu Handeln und Auftreten im Evangelium ist das himmelschreiend und nicht mehr zu vermitteln.

Das mindeste was ich von einem "Oberhirten" als Reaktion auf das gegebene "Skandalon" erwartet hätte wäre daher ein Vorgehen gewesen, das wenigstens einen Ansatz von Problembewusstsein erkennen lässt. Dass es anders kam, hat mich allerdings nicht wirklich überrascht. Die sture Paragrafenreiterei Ihres Bischofs (mit der Absicht ein Exempel zu statuieren??) zeigt in Ihrem Fall nur, dass Recht und Gerechtigkeit nicht übereinstimmen müssen. Ihnen, Herr Kroll wünsche ich die Kraft des Heiligen Geistes all das durchzustehen, was nun als Folge ihres mutigen Schritts auf sie niederprasselt; seien sie meiner Solidarität versichert.
Pace e bene, M.K.

PS: Ich schreibe mit einigem Zeitlichen Abstand. Zum einen wird die erste große Flut von Post langsam abklingen (?), zum anderen weiß ich, dass der Ärger, den Sie nun haben noch lange nicht vorüber sein wird: Sie sind nicht vergessen, ich denke es gibt noch viele, die Ihren Fall aufmerksam verfolgen.


Sehr geehrter Pfarrer Kroll,
ich bewundere Ihre Offenheit und Ihren Mut, und ich finde es bedauernswert, dass Ihre Kirche so behandelt und bestrafft. Ich möchte Ihnen mit dieser Mail meine Solidarität zeigen. Wir brauchen mehr und nicht wenige Menschen, die bereit sind, alle Menschen zusammen zu bringen und nicht neue Mauern zu bauen. Ich wünsche Ihnen viel Kraft und Unterstützung auf Ihrem Weg.
Mit freundlichen Grüßen, Esta Denroche


Sehr geehrter Herr Pfarrer,
Sie haben schon viele Solidaritätsbekundungen bekommen. Ich möchte mich dem einfach anschließen. Ich selbst bin evangelisch, komme aus dem Nachbardorf Neuendettelsau. Durch die Äußerungen von Bischof Mixa fühle ich mich verletzt, ebenso wie von einem Nuntius, der zum Kirchentag, Ihnen und Prof. Hasenhüttl Stellung nimmt. Ich wünsche Ihnen von Herzen viel Kraft, nach wie vor Gottes Beistand und Seine Hilfe in der für Sie sehr schwierigen Zeit. Seien Sie sicher, dass nicht nur Katholiken, sondern auch viele Evangelische für Sie beten und dass Sie mit Ihrem mutigen Schritt in Berlin in Ihrer Kirche etwas bewegen. Momentan schadet das Verhalten der katholischen Kirche der Ökumene. Aber vielleicht weht der hl. Geist nicht nur bei Ihnen, sondern auch mal bei Ihrer Kirchenleitung und der Bischof lernt, dass die Liebe Jesu Christi wichtiger ist als das Kirchenrecht.
Mit freundlichem Gruß, Herta F.


Sehr geehrter Herr Pfarrer Kroll,
für Ihr mutiges Zeichen auf dem Ökumenischen Kirchentag möchte ich Ihnen meinen Dank und meine Bewunderung aussprechen. Dieses öffentliche Zeichen steht meines Wissens und meiner Erfahrung nach für viele, viele (römisch-)katholische Gottesdienste, bei denen die Einladung an alle und die Mahlgemeinschaft selbstverständlich sind (nach dem Motto "Rom ist weit ..."). Ich war vor Jahren römisch-katholisch, dann viele Jahre gar nicht in der Kirche und habe vor 2 Jahren eine Heimat in der alt-katholischen Kirche gefunden (habe erst sehr spät entdeckt, dass es die gibt). Die Rigidität und das autoritäre Verhalten der römisch-katholischen "Obrigkeit" stimmen mich nach wie vor sehr traurig. Auch die offizielle Missachtung der Frauen, die jedoch in vielen Gemeinden versucht wird, im Rahmen der Möglichkeiten aufzuheben. Ich bin des öfteren in der römisch-katholischen Gemeinde St. Willehad in Esens / Ostfriesland zu Gast, in der ich wunderbare Ökumene und schon zwei Predigten von Frauen erlebt habe. Ich hoffe und wünsche sehr, dass Ihr Einsatz nicht umsonst war und dass Sie sehr bald wieder Ihre Tätigkeit aufnehmen können.
Mit freundlichen Grüßen, Gabriele W., Hamburg


Liebe oekumenisch gesinnte Mitstreiter,
als im Bistum Eichstätt getaufter Katholik teile ich das Befremden, ja Entsetzen der Allgemeinheit über die vorläufige Amtsenthebung des katholischen Ortspfarrers von Dietenhofen-Großhabersdorf, Bernhard Kroll. Seine Teilnahme an der evangelischen Abendmahlsgemeinschaft in Berlin ist auch von den Herren Oberhirten Mixa und Meisner zu respektieren. Gastfreundschaft zu akzeptieren und als hohes Gut zu wahren ist nicht nur ein Zeichen der christlichen Glaubensgemeinschaften, sondern eine Humanitätsideal der gesamten Menschheit. Daran im 21. Jahrhundert historisch-dogmatische Streitereien festzumachen wie zu Luthers Zeiten, gehört auf den Müllhaufen der Geschichte. Die Kelchfrage ist auch für Katholiken schon längst entschieden. Sie nehmen den Kelch zu bestimmten Anlässen wie bei kirchlichen Trauungen in allen Pfarreien, die ich kenne. Leider gehört der Kelch nicht zur Alltags-Kommunion der Katholiken, weil die leidige Hygiene-Frage und der Alkoholismus-Verdacht immer noch ängstliche Hirtengemüter bewegen.

Dabei sind längst Vorschläge zur Lösung auf dem Tisch wie der von Professor Küng, der ein leichtes Eintauchen des Brotes in den Wein empfiehlt. Küng müht sich mittlerweile um einen tragfähigen "Weltethos" aller Weltreligionen, während der Eichstätter Oberhirte Mixa rückwärts schreitet. Dass er dabei noch Rückendeckung von Kardinal Meisner erhält, schlägt dem Fass den Boden aus. Evangelische Brötchen, in liebevoller "christlicher" Gastfreundschaft dargeboten, sind mir als oekumenisch orientiertem Christen allemal lieber als dogmatisch verbrämte ungenießbare "Kotzbrocken". Was wohl Jesus Christus dazu sagen würde? Wir kennen alle seine Auseinandersetzungen mit der "Amtskirche" seiner Zeit ebenso wie den Ausgang seines Verfahrens. Also kämpfen wir frohgemut an der Seite unseres Meisters weiter.

Ich appelliere an den humanitären Verstand der Herren Mixa und Meisner, ihr "Hirtenamt" im Sinne einer Versöhnung der Gläubigen wahrzunehmen und Pfarrer Kroll wieder in sein Amt einzusetzen. Pfarrer Kroll ist keineswegs das auszusondernde "schwarze Schaf", sondern ein wahrer "Hirte", der seiner Herde beispielhaft voranschreitet. Hier kann nur noch massenhaft praktizierte solidarische Abendmahlsgemeinschaft aller Christen in allen Kirchen aller Bistümer weiter helfen. Wir sind das Kirchenvolk.
Eduard H., Rothenkirchen


Lieber Herr Kroll,
auf der gestrigen Sitzung des Pfarrgemeinderates St. Pankratius in Dingden (ein kleines Dorf am Niederrhein, zwischen Wesel und Bocholt gelegen) haben mit überwältigender Mehrheit (lediglich zwei Pastöre und ein sehr konservatives PGR-Mitglied haben sich der Stimme enthalten) beschlossen, einen Brief an Bischof Mixa zu schicken. Kopien dieses Briefes gehen gleich an die Kardinäle Lehmann und Ratzinger sowie an unseren Diözesanbischof Lettmann. Wir sprechen Ihnen unsere volle Solidarität aus, wünschen Ihnen viel Kraft und Gottes Segen.
Liebe Grüße vom Niederrhein, Thomas S.


Lieber Herr Kroll,
ich möchte Ihnen einfach meine Solidariät zum Ausdruck bringen. Ich kann nachempfinden, wie schwer es ist, in Sachen Ökumene, und hier besonders das gemeinsame Abendmahl, nicht den Mut und die Hoffnung zu verlieren. Danke für Ihren Mut. Er ist eine Gabe des heiligen Geistes.
Pfr. Dieter N.


Lieber Herr Pfr. Kroll,
der letzte ökumenischen Gottesdienst in unserer Pfarrei stand unter dem Motto: "Ökumenisch reden ist Silber, ökumenisch handeln ist Gold." Unsere gemeinsamen Feiern gehen etwas weiter als "nur" Gastfreundschaft. Wir sind überzeugt, dass sich mit "Warten auf Rom" nicht bewegt. Die Haltung der "offiziellen Kirche" kann bei mir keine Empörung mehr auslösen, nur noch Unverständnis und "ein leises Kopfschütteln"... Mich interessieren die "theologischen Ergüsse" der Enzyklika über die Eucharistie nicht mehr, mich erfüllt die Gemeinschaft, die ich in unseren ökumenischen Gottesdiensten erlebe. In den Pfarreien, an der Basis soll "geschehen, was einmal in der ganzen Kirche erblühen soll". Ich glaube, heute würde Jesus nicht im Tempel, sondern im Vatikan zur Peitsche greifen!
Lieber Herr Pfr. Kroll, danke für Ihren Mut und Ihre Ehrlichkeit.
Irène B., Hägglingen (Schweiz)


Lieber Pfarrer Kroll,
ich bedanke mich für Ihr mutiges Engagement für ein dem heutigen Erkenntnisstand angemessenes Verständnis von Kirche und Eucharistie. Sie sind Peter Trummers exegetischer Analyse sehr nahe. Eine unmündig gehaltene mittelalterliche Gesellschaft mag Kreuzzüge, Inquisition und Hexenverbrennungen als Gott gewollt gesehen haben und die mächtige "Vertretung Gottes auf Erden³ in Rom als vom Geist geführt. Die mündig gewordene Gemeinschaft der auf Christus Getauften des 21.Jahrhunderts erfährt sich als Leib Christi, Kirche und daher vom Geist geführt. Der Geist weht aber auch in der Amtskirche: Dominus Jesus, Ecclesia de Eucharistia, Opus Dei, Dyba, Meisner, jetzt Mixa ­ der Geist gibt diese "Kirche" der Unglaubwürdigkeit anheim; vielleicht soll das mittelalterliche Machtkartell zur fundamentalistischen Sekte herabsinken. Meinte Jesus Mahlgemeinschaft im Geist der Fußwaschung oder Transsubstantion durch Amtspriestertum dekoriert mit "Kirchenvolk" als Zuschauern?
Ich wünsche Ihnen weiter apostolische Gelassenheit und Gottes Segen,
Philipp B., Linden


Lieber Herr Kroll,
als ein Sprecher der IKvu möchte ich mich bedanken für Ihre Mitwirkung beim ökumenischen Gottesdienst in Berlin. Sie haben für die weitere ökumenische Zusammenarbeit ein wichtiges Zeichen gesetzt. Für Ihren Mut kann ich Ihnen nur Dank und Anerkennung sagen. Ich hoffe, dass sich alles auch für Sie persönlich zu einem guten Ende entwickeln wird.
Herzliche Grüße, Hans Mestemacher, Ganderkesee
(Sprecher der Initiative Kirche von unten)


Lieber Herr Pfarrer Kroll,
wir hatten lange Jahre einen Priester in unserer Gemeinde, der keinerlei Probleme mit der "gegenseitigen Einladung zum Tisch des Herrn" hatte. Danach kam ein sehr ängstlich obrigkeitshöriger Pfarrer, der uns die Amtskirche erfahrbar gemacht hat mit ihren kleinkarierten, lebensfremden Verboten und Gängeleien. Unsere vier Kinder haben sich von dieser Kirche abgewandt. Aus dieser Erfahrung heraus wünsche ich unserer Kirche viele Menschen wie sie, die den Mut haben und die Verantwortung spüren, die richtigen, wichtigen neuen Wege zu gehen! Ihnen wünsche ich den starken göttlichen Pfingstgeist (den wünsche ich auch ihrem Bischof)
Eva-Maria Rabsch-Hertweck, Karlsruhe


Sehr geehrter Herr Pfarrer Kroll,
in der vergangenen Woche entnehme ich der "Berliner Zeitung" die Nachricht über die über Sie vonseiten des Bistums Eichstätt verhängte Zwangsdemission. Nach einer Kurzreise über die Pfingstfeiertage finde ich erst heute meine Zunge gelöst und in der Lage, Ihnen in wenigen Worten meine aufrechte Solidarität auszudrücken. Wenn auch sicher kein sonderlich kirchenfrommer und gottergebener Zeitgenosse, würde ich doch für mich in Anspruch nehmen, mit beiden Beinen meines Naturelles auf dem Boden eines aufgeklärten Protestantismus zu stehen; folgerichtig hat mich die pharisäerhafte und schriftgelehrte Selbstgefälligkeit empört, mit der die Legalisten im Eichstätter Ordinariat den Standpunkt des Kirchenrechts solch ingenuin christlichen wie denen der Gnade und der Vergebung überordnen. Als sei das kanonische Kirchenrecht der elfte Eintrag auf der Mosaischen Gesetzestafel oder zumindest ein zweiter Brief des Paulus an die gebeugte Gemeinde in Rom. Und als sei die Folge eines Verstoßes dagegen notwendig eine fatale Quadratur von Sintflut und Apokalypse. Solches Gesetz scheint viel Buchstabe, aber wenig Geist zu kennen.

Könnte ich beten, ich würde es nunmehr für Sie, den quasi wie ein Zöllner und Ehebrecher Stigmatisierten, wie für Ihre um ihren geistlichen Beistand gebrachte Gemeinde tun - nicht minder aber auch für die hohepriesterlichen Entscheidungsträger der Diözese Eichstätt, die zwar nach himmlischer Seligkeit trachten mögen, aber ähnlich dem vielzitierten Kamel schon am Durchgang durch das allfällige Nadelöhr scheitern.
Ich darf Sie dafür umso leidenschaftlicher meiner vollsten Sympathie versichern.
Mit freundlichen Grüßen, Lars-André R., Berlin


Die Zeit für lieblose Rechthabereien sollte endlich vorüber sein!

Die Plattform "Wir sind Kirche" Österreich schließt sich der Solidarität mit Pfr. Kroll an und spricht sich gegen die überzogene Reaktion von Bischof Mixa aus. Die "Drohbotschaft" der Suspendierung spricht völlig gegen die Frohbotschaft der Eucharistie, auch wenn man – der Lehre nach – verschiedener Auffassung von Eucharistie und Abendmahl sein kann. Das in der neuesten Enzyklika ausgesprochene römische Verbot ist allerdings eine Demütigung und Kränkung von nichtkatholischen Christen, die auch viele Katholikinnen und Katholiken als solche empfinden und nicht mehr verstehen können. In vielen Gemeinden sind ökumenische Gottesdienste, einschließlich der gegenseitigen Einladung zu Abendmahl/Eucharistie, bereits "Alltag" und seit Jahren gute Tradition. Umso unverständlicher ist es, dass ausgerechnet der 1. Ökumenische Kirchentag in Berlin zum Anlass genommen wurde, erneut Gräben zu ziehen, einander auszugrenzen und Menschen, die nach reiflicher Überlegung ihrem Gewissen nach dagegen handeln, zu bestrafen.
Ingrid Thurner, Vorsitzende der Plattform "Wir sind Kirche"


Lieber Herr Kroll,
nach verlängerter Abwesenheit wieder zu Hause, grüßen wir Sie in Erinnerung jener kurzen persönlichen Beziehung am Ende der letzten Abendmahlsrunde in der Berliner Gethsemane-Kirche, als wir – berührt von diesem Gottesdienst und in Vorahnung, was auf Sie zukommen könnte – Sie "außer der Reihe" mit dem Friedensgruß angesprochen und Ihnen gedankt hatten für das, was Sie in der Predigt betont und dann selbst mitvollzogen hatten. Nun ist eingetroffen, was wir befürchteten; aber auch das andere, was wir als Solidaritätsaktion von Unzähligen über alle Grenzen hinweg erhofften.

Wir freuten uns, beim ökumenischen Kirchentag diesen längst fälligen öffentlichen Akt vollzogener Gastfreundschaft bei Abendmahl und Eucharistiefeier mitzuerleben. Unauffällig ist diese ja an der Basis - Gott sei Dank – vielerorts die Regel. Und doch braucht’s um der Klarheit willen solche öffentliche Zeichen und Zeugen, damit sich immer mehr diesem Weg ökumenischer "Weiterungen" anschließen können. Wir spürten in Berlin hautnah, was es bedeutet, wenn Menschen erstmals "Grenzsetzungen" überschreiten. Gerade katholische Christinnen und Christen, mit denen wir zusammen saßen, erlebten es mit Tränen in den Augen als ein Akt der Befreiung. Hinter diese Erfahrung – und auch das müssen die "Grenz- und Gesetzeswächter" realisieren - wird niemand mehr zurückgehen. Das danken auch wir Ihrem Mut, sich dazu in Wort und Tat zu exponieren – ehrlich, offen und einfach glaubwürdig.

Leider stehen – wie schon vor 2000 Jahren und seither immer wieder – Machthaber gegen die Art Jesu, sich selbst und die Gemeinschaft mit anderen und das Himmelreich uneingeschränkt allen zu öffnen. Das ist bekannt und schmerzt doch immer neu. Um so wichtiger sind die, die sich zu allen Zeiten wie Jesus nicht an Prinzipien sondern an Menschen orientieren. Da ist’s mit Händen zu greifen: "Das Reich Gottes ist schon mitten unter euch". Wenn sich immer mehr Ihrem Beispiel und der hoffentlich wachsenden Solidarität der Vielen anschließen, kann’s zum Durchbruch kommen. Wie es selbst katholische Bischöfe an Pfingsten nicht mehr "auszuschließen" schienen: "Wir brauchen dringend den Geist Gottes, der Selbstblockaden für die Reformen überwindet, nicht nur uns am Bisherigen festhalten und kleben lässt" (Bad. Zeitung 10.6.). Hoffentlich hat der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz damit auch an Sie gedacht und begonnen, sich für Ihren und unseren gemeinsamen Weg einzusetzen.

Wir wünschen Ihnen, dass die Zuneigung der Vielen Ihnen den Rücken stärkt für weitere Schritte und grüßen Sie herzlich,
Annegret und Helmut Zeilinger (ev. Pfr. i.R.), Freiburg im Breisgau


Lieber Herr Kroll!
Toll dass es solche Priester wie Sie gibt, die ihrem Gewissen und dem Ruf und Auftrag Gottes mehr Folge leisten, als dem Verbot der deutschen Bischöfe zur Teilnahme aller Christen an der jesuanischen Mahlgemeinschaft. Wir waren als Familie mit unseren jugendlichen Kindern in beiden Gottesdiensten, der katholischen Eucharistiefeier am Donnerstag und der evangelischen Abendmahlsfeier am Samstag, in der beide Male total überfüllten Gethsemane-Kirche, Und es war ein wirkliches Erlebnis von Pfingsten, so ein engagiertes gemeinschaftliches Loben und Preisen von Gottes großen Taten und die überwältigende Freude der feiernden und betenden Christen-Geschwister. In unserer Nachbarschaft war keiner, der bei der Einladung zur Mahlfeier in der Bank sitzen blieb – hier war zu spüren: Jesus Christus bricht heute auch uns das Brot, reicht uns den Wein und versammelt uns zu seiner einen Kirche. Da ist ein Streit um evangelisch oder katholisch ja wohl völlig unangebracht.

Ich bin als Mutter froh und dankbar, dass unsere Kinder in solcher Art Gottesdienst die Erfahrung von kraftvoller lebendiger Ur-Gemeinde erleben durften. Nur so kann sich der in der Familie grundgelegte Gottesbezug sozusagen verdichten und weiten, als erfüllende und begeisternde Erfahrung, wie einander Fremde versammelt durch Jesus Christus zu Geschwistern werden, und die Hoffnung wachsen, dass die Christengemeinde in dieser Welt Zeichen des Gottesreiches ist.

Um so mehr schockiert uns alle die Reaktion Ihres Bischofs, für mich sich aus der Ferne wie ein zorniger Machthaber aufspielend, ohne Ahnung vom wirklichen Geschehen. Das ist bitter und es dämpft die Zuversicht, dass unsere römisch katholische Kirche den Turmbau zu Babel noch rechtzeitig aufgibt, bevor er einstürzt. Trotzdem werden die Samenkörner des Ginkgo-Baumes mit den spiegelsymmetrischen Blättern als Symbol der ungeteilten Zweisamkeit in ganz Deutschland wachsen und groß werden. Da haben Sie mit Ihren evangelischen Pfarrer-Kollegen uns ein wunderschönes Hoffnungszeichen mit nach Hause gegeben.

Mit einem herzlichem Gott vergelt's!
Elisabeth W.


Lieber Herr Bernhard Kroll,
in dem von den deutschsprachigen Bischöfen herausgegebenen Gebet- und Gesangbuch steht unter "Pfingsten" u.a.: "Nach dem Beispiel der Apostel und der Frauen und der Mutter Jesu betet die Kirche in den Tagen zwischen Himmelfahrt und Pfingsten um den Heiligen Geist, der Kraft und Mut zum Zeugnis für Christus, den Auferstandenen, schenkt. Er allein bringt der Kirche Einheit und brüderliche Gemeinschaft." - Als Teilnehmer bzw. Teilnehmerin an den beiden Gottesdiensten in der Gethsemanekirche waren wir und die vielen ökumenisch gesinnten Menschen uns uns herum tief gerührt von Ihrer und Herrn Hasenhüttls aufrechten Haltung und der überaus herzlichen Gastfreundschaft der evangelischen Gemeinde Prenzlauer Berg Nord. Eine 78-jährige Banknachbarin sprach auch Tage später davon, dass diese Gottesdienste zu den "Höhepunkten ihres Lebens" zählen.

Sie sind kein Held und wollen keiner sein, auch wenn manche Ihnen das unterstellen, weil sie Ihre Handlungsweise nicht verstehen können oder wollen. Für uns wurde in den Gottesdiensten und danach der Heilige Geist in ganz besonderer Weise spürbar. Gottes Geist lässt sich nicht im Kirchenrecht, in päpstlichen Verlautbarungen und bischöflichen Entscheidungen eingrenzen. Wir danken Ihnen für Ihr mutiges, glaubwürdiges und überzeugnedes Wirken. Bischof Mixa erinnern wir nachdrücklich an seine menschlichen Schwächen und daran, wie verständnislos Christus mit den Gesetzestreuen umgegangen ist. Ihrer Gemeinde danken wir für das beeindruckende solidarische Handeln und wünschen ihr "ausreichend Puste". Heiliger Geist, erfülle die HERZEN DEINER GLÄUBIGEN und entzünde in ihnen das FEUER DEINER LIEBE!
Annelie und Walter H.


Hut ab vor dem Mut und der Konsequenz von Pfarrer Kroll! Würde Jesus heute wieder kommen, er würde keinen das Abendmahl verwehren - das ist sicher. Diese Aktion gegen Pfarrer Kroll hat mich sehr lange gelähmt und ich habe relativ lange gebraucht zu reagieren. Weiter so Pfarrer Kroll; weiter so liebe Kirchengemeinde!
Uwe T.


Ich möchte Herrn Pfarrer Kroll zu diesem mutigen Beispiel gelebten Glaubens beglückwünschen, das mich sehr beeindruckt und in meinem Glauben bestärkt und zum Handeln ermutigt hat. In Großhabersdorf wird schon lange mit dem Begriff Ökumene wirklich richtig umgegangen. Hier wird sie einfach praktiziert und nicht nur davon geredet. Eine Bestrafung Pfarrer Krolls wird sicherlich bei den vielen engagierten Christen, die auf einen solchen Schritt gewartet haben, auf großes Unverständnis stoßen, und sie werden enttäuscht sein über die fehlende Größe der Kirchenoberen. Die Frage, ob ein Verstoß gegen von Menschen gemachtes kirchliches Recht mehr wiegt als die Wahrung des Glaubens an Jesus Christus, mag jeder für sich selbst beantworten. Meine Meinung ist jedenfalls: Pfarrer Kroll ist keinen Schritt zu weit gegangen, sondern er ist einen notwendigen Schritt weiter vorangegangen. Er hat ein Zeichen gesetzt, das wir alle auf uns wirken lassen sollten.
Jürgen B., Großhabersdorf


Emotionslos in der Sache, habe ich über diese Vorgänge gelesen, und sie rufen dennoch meinen Zorn hervor. Ein katholischer Priester setzt Zeichen und nimmt am evangelischen Abendmahl teil. Prompt kommen die Sanktionen aus Eichstätt — Suspendierung von allen Ämtern. Hat man nicht deshalb einen Ökumenischen Kirchentag veranstaltet in Berlin, um verknöcherte Kirchenstrukturen aufzubrechen? Kirchenrecht wurde von Menschen gemacht und kann deshalb auch von Menschen wieder geändert werden. Aus meiner laienhaften Sicht drängt sich der Eindruck auf, als gäbe es einen katholischen und einen evangelischen Herrgott, zumindest muss die katholische Kirche dies wohl glauben. Der Gemeinde Großhabersdorf-Dietenhofen kann man nur raten, sich geschlossen hinter ihren Priester zu stellen und die Gottesdienste zu meiden oder, noch besser, geschlossen zu konvertieren, denn der evangelische Herrgott ist ein Liberaler!
Ingeborg H., Fürth


Hallo Herr Pfarrer Kroll,
mit großer Begeisterung habe ich gerade ihren Predigttext vom Ökumenischen Kirchentag gelesen. Ich habe große Hochachtung, dass Sie so für Ihre Überzeugung zum Thema der Gastfreundschaft bei gemeinsamen Mahlfeiern und die Ökumene einstehen. Besonders das Bild vom Gingkoblatt hat es mir angetan "Einheit in versöhnter Verschiedenheit" - toll! Ich wünsche Ihnen die Kraft Ihren Weg so weitergehen zu können. Sie machen damit vielen Menschen, die an der Basis der Kirche mittun, Mut.
Mit freundlichem Gruß, Andrea K.-B., Abtsteinach


Wäre ich Ihr Bischof, so hätte ich Sie ermahnt, um mich danach im Gebet beim dreifaltigen Gott dafür zu bedanken, dass ich Ihr Bischof sein darf.
Bernhard Aicher, Tinos, Griechenland


Sehr geehrter Herr Pfarrer Kroll!
Ich habe die Ereignisse hier von Österreich aus mitverfolgt - zuerst mit Spannung, dann aber mit wirklichem Ärger gegen die kurzsichtige Kirchenpolitik. Wenn ein Mensch wie Sie einer Entwicklung, die wir ja alle (oder etwa doch nicht alle ??) erhoffen, vorgreift, so mag das vielleicht von manchen als vorschnell qualifiziert werden; jedenfalls ist es mutig und zeigt in die richtige Richtung. Vorwegnahmen in anderen Dingen werden ja schließlich auch toleriert, sofern sie einengend und rückschrittlich sind!

Vom reinen Buchstaben her mögen Sie vielleicht gegen das Kirchenrecht verstoßen haben. Aber steht denn das Kirchenrecht über Bibel, Gewissen, Feierkultur und vor allem über Christus? Ich fürchte, bei manchen ja; in der Diözese St. Pölten und anderswo gibt es ja leider sogar diesbezügliche Äußerungen. Und wir Christen haben/hätten uns regelmäßig zu fragen, was Christus in einer bestimmten Situation täte - Kirchenrecht hin oder her. Nur dann sind wir legitimiert, uns "Christen" zu nennen. Wenn wir uns stattdessen nichts Besseres zu tun wissen als mit gegenseitigen Exkommunikationen hausieren zu gehen, dann bleibt wahrscheinlich ohnehin bald niemand in der Kirche übrig - außerdem, der den allerletzten Exkommunikationsspruch niederdonnern lässt ...

War Christus katholisch oder evangelisch? In diesem Sinne könnten wir uns ebenso provokant fragen: Wem hätte Christus wohl die Eucharistie verweigert - den Katholiken oder den Protestanten? In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, dass Sie Ihre offene Haltung mutig durchtragen. Wenn Sie Ihr Diözesanbischof dabei nicht unterstützt - Christus tut es sicher!
Herzliche Grüße, Heinz K., Wien


Lieber Herr Pfarrer Kroll,
ich bin Katholikin und in einer Pfarre in Wien engagiert. Nach den ersten Pressemeldungen über ein geplantes gemeinsames Abendmahl, war mein erster Gedanke "Na endlich!" Weiß ich denn so genau, was für jeden einzelnen katholischen Mitchristen der Empfang der Kommunion bedeutet? Womöglich ist mancher seiner inneren Auffassung nach einer anderen christlichen Gruppierung/Kirche näher als der eines anderen Katholiken? Ist es unter Christen wirklich so schlimm, gemeinsam Abendmahl/Kommunion zu halten, nur weil eine Gruppe mehr betont: "dies ist mein Leib, dies ist mein Blut" und die andere: "Tut dies zu meinem Gedächtnis!"
Eva Maria K., Wien

P.S.: Mir selbst fällt manchmal auf, dass ich noch in einer kirchlichen (und familiären) Tradition aufgewachsen bin, wo das Anzweifeln von Autoritäten nicht sehr gern gesehen wurde und ich daher manchmal bei Schritten, die ich emotional und intellektuell sehr befürworte, noch ein mulmiges Gefühl habe, wenn ich diese gegen die Meinung der "Obrigkeit" in die Tat umsetze. Deshalb umso mehr: Danke für ihren Mut!


Hallo Herr Pfarrer Kroll,
als jemand, der vor ungefähr einem Jahr wieder in die kath. Kirche zurückgekehrt ist - mit vielen Zweifeln - tut es mir wahnsinnig gut, dass es in dieser kath. Kirche Menschen wie Sie gibt, die mit viel Mut das praktizieren, was längst überfällig ist. D. h., dass sie mit Ihrem gemeinsamen Abendmahl in der Öffentlichkeit auch mir Mut gegeben haben und mich in meiner Überzeugung bestätigt, dass das, was ich schon lange praktiziere - nämlich wirkliche Ökumene - gut und richtig und gottgewollt ist. Ich danke Ihnen und wünsche Ihnen Gottes ("evangelischen u. katholischen") Segen. Bleiben Sie standhaft - Menschen wie Sie werden in der katholischen Kirche, an der Basis, dringend gebraucht. Ich habe große Achtung vor Ihnen.
Carlheinz G., Koblenz


Ich (24) studiere evangelische Theologie und bin mit einem Katholiken verheiratet. Auch wenn ich versuche, mich wissenschaftlich-theologisch durchaus in die katholische Perspektive einzudenken, sagt mir mein Gefühl als Christin, dass ein gemeinsames Mahl unter CHRISTEN normal sein sollte. Oft schon haben mich Stellungnahmen der katholischen Kirche sehr traurig gestimmt und als Ehepaar würden wir uns sehr wünschen, gemeinsam zum Tisch des Herrn gehen zu dürfen. Das Verhalten von Pfarrer Kroll und vor allem auch die zahlreichen Reaktionen katholischer Christen haben mir sehr viel Mut gemacht. Danke an alle!
Martina Sch.


Sehr geehrter Herr Pfarrer Kroll,
auf diesem Wege möchte ich Ihnen meinen tiefen Respekt und meine Hochachtung für Ihre couragierte Handlungsweise ausdrücken. Bitte leben Sie weiter die Ökumene und lassen Sie sich nicht unterkriegen. Ihren Bischof habe ich gebeten, sein Verständnis von Eucharistie, Priestertum und Kirche zu überdenken. Denn gerade die überzogene und an der reinen katholischen Glaubenslehre starrsinnig ausgerichtete Haltung von Bischof Mixa macht deutlich, wie notwendig die Kirche Pfarrer wie Sie braucht. Christen wie Sie lassen die Menschen an der Kirche festhalten. Christen wie Bischof Mixa oder Kardinal Meisner dagegen veranlassen immer mehr Menschen, den Kirchen den Rücken zu kehren. Sie haben "harte Köpfe und verstockte Herzen" (Hesekiel 2, 4). Sie dagegen haben durch Ihre beherzte Tat mehr für die Einheit der Kirche getan als diese beiden "Oberhirtentheoretiker" wohl je dazu tun können oder wollen. Als evangelischer Christ kann ich Sie nur ermutigen: Machen Sie weiter so.
Herzliche Grüsse, Fritz E., Pottenstein


Lieber Pastor Kroll!
Ich war früher evangelisch, jetzt ausgetreten, aber Christin! Ich möchte mich bei Ihnen für Ihre Courage bedanken und schätze sehr, was Sie getan haben.
Mit freundlichen Grüßen, Uta W.


Hallo Herr Pfarrer Kroll,
ich lebe in einer ökumenischen Familie (mein Mann und meine Kinder sind evangelisch und ich katholisch). Wissen Sie, ich werde immer gefragt ob ich nicht konvertieren will, da ich mich in der evangelischen Kinderkirche bei uns im Ort engagiere. Bis jetzt sah ich darin keine Veranlassung. Aber vielleicht sollte ich mal darüber nachdenken. Ich finde Ihren Mut, gegen die starren Kirchenregeln zu rebellieren, bewundernswert und wünsche Ihnen weiterhin klare Gedanken und einen sicheren Weg in Ihrem Glauben.
Claudia A., Schweinfurt


Im Geiste fügen wir uns in die Menschenkette von Großhabersdorf ein!

Keine Gehirnwäsche für Pfarrer KrollAls römisch-katholische Christen sind wir ermutigt und bereichert vom ÖKT zurück gekehrt. In vielen Gesprächen dort und zu Hause haben wir immer wieder gespürt, wie sich viele Christen danach sehnen, gemeinsam zum Herrenmahl gehen zu dürfen. Allgemein herrscht auf einer breiten Basis Unverständnis für die immer strenger werdenden - jedoch veränderbaren Kirchengesetze, die nichts mit der Liebe Jesu zu tun haben. Und dabei haben die drei sehr ernst zu nehmenden Ökumenischen Institute in Bensheim, Tübingen und Straßburg nachgewiesen, dass theologisch kein Grund zur Trennung beim Mahl von der Bibel abgeleitet werden kann. Herr Pfarrer Kroll muss sich vor seinem Bischof verantworten, unsere Obrigkeit aber vor Gott, vor Jesus, der uns ein so ganz anderes Beispiel gegeben hat! Wir bedauern die strengen Gesetze, die im 21.Jahrhundert gewiss überholt sind, und fühlen uns mit Herrn Pfarrer Kroll solidarisch.

Lieber Herr Pfarrer Kroll!
Wir wünschen Ihnen viel Kraft, mit Ihrer Situation umzugehen, und noch viel mehr öffentliche Solidarität von Seiten Ihrer Priesterkollegen.
In christlicher Verbundenheit
Margret und Heinz L., Mannheim


Pfr. Kroll hat mit seinem Verhalten die Ungeduld zum Ausdruck gebracht, die viele Christen in unserem Land im Hinblick auf den Fortschritt der Ökumene empfinden. Die Theologen haben seit Jahrzehnten gearbeitet und mehrere gangbare Wege aufgezeigt. Die katholische Kirchenleitung reagiert nicht oder zu zögerlich. In Anbetracht des Papstschreibens vom Gründonnerstag ist es – unabhängig davon, wie man zum Inhalt dieses Schreibens steht - verständlich, dass Bischof Mixa reagieren musste. Die schnelle und in ihrer Strenge überzogene Reaktion hat aber mehr Schaden als Nutzen angerichtet. Mit der Wortwahl wurden unsere evangelischen Geschwister unnötig verletzt.

 Ich hätte als evangelischer Christ ähnlich empfunden, wie es in der Stellungnahme des evangelischen Dekanatsbezirkes Pappenheim zum Ausdruck kommt. Ein klärendes Wort des Bedauerns von Seiten des Bischofs – nicht irgendeines seiner Sprecher – den evangelischen Amtsbrüdern gegenüber wäre unbedingt erforderlich, bevor man sich wieder zum ökumenischen Gebet trifft. In der verfahrenen Situation war abzuwägen, ob der Bischof wegen der Disziplinierung eines einzelnen Priesters Verstimmungen in einer ganzen Glaubensgemeinschaft in Kauf nimmt und damit über Jahre gewachsenes Vertrauen gefährdet. Die Angelegenheit hätte mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung ohne Presserummel auch geklärt werden können.

Erfreulich die Reaktion von Pfr. Kroll, der zu seinem Verhalten steht , aber kein Öl ins Feuer gießt. Gottesdienste wie der, an dem Pfr. Kroll beteiligt war, haben ohne Presserummel auch heuer wieder am Pfingstmontag stattgefunden. Der Geist weht eben doch, wo er will. Unser Bischof Mixa wäre gut beraten, wenn er mit päpstlichen Schreiben ähnlich souverän umginge wie der Papst selbst. Dieser hat im Fall Blair gleich gegen zwei der vier von ihm gestellten Bedingungen für die Zulassung nichtkatholischer Christen zum Kommunionempfang verstoßen.
Reiner W.


Ich bekunde meine tiefe Solidarität mit Pfarrer Kroll und bekenne freimütig, dass ich selbst an einem evangelischen Abendmahlsgottesdienst teilgenommen habe und natürlich zum Mahl ging. Gott lässt sich nicht vorschreiben, bei welchem Mahl er zugegen ist, am wenigsten durch ein überholtes Amtsverständnis, dass nicht dem der Bibel entspricht oder durch die theologisch konstruierte ununterbrochene Sukzession der Amtsfolge.
Susanne Mandelkow,
Initiative "Maria von Magdala"


Lieber Herr Kroll,
ich möchte Ihnen für die Worte danken, die Sie in Ihrer Predigt am 31.05. in Berlin zur Einheit der Christen und darüber hinaus zur Vision der geeinten Menschheit gefunden haben, aber mehr noch für das Zeichen, das Sie mit der Teilnahme am Abendmahl gegeben haben, und das Sie jetzt in so große Bedrängnis gebracht hat.

Ich hoffe, dass der Geist, der Sie treibt, und dessen Wirken auch die Jünger in Jerusalem mutig gemacht hat, auf die Straße zu gehen und die frohe Botschaft zu verkünden, Sie nicht verlässt. Er möge Sie segnen, damit viele Ihrem Beispiel folgen und wir Christen auf dem Weg zur Einheit weitergehen können.

Mit besten Wünschen, Walter K.


Hallo Herr Kroll,
auch mein Mann und ich finden, dass es langsam Zeit wird für ein gemeinsames Abendmahl. Sie und Ihr Kollege Herr Hasenhüttl haben da einen guten symbolischen Anfang gemacht. Finde ich wirklich toll. Mich beschäftigt die Frage des gemeinsamen Abendmahls seit nun fast fünf Jahren. Damals lernte ich meinen heutigen Mann kennen. Er ist römisch-katholisch und ich bin evangelisch. Wir haben evangelisch geheiratet, gehen aber auch nach wie vor in die katholische Kirche. Auch wir feiern die Eucharistie bzw. das Abendmahl gemeinsam, ich würde mir sehr komisch vorkommen wenn ich z.B. in der Osternacht nicht an den Tisch des Herrn gehen würde.

Sandra und Stefan F., Essen


Lieber Herr Pfarrer Kroll, liebe betroffene Christen,
ich unterstütze die Solidaritätsbekundungen der verschiedenen Gruppierungen mit Ihnen, Herr Pfarrer Kroll ! Die überzogene Reaktion des Bischofs Dr. Mixa ist auch für mich völlig unverständlich, zumal es sich bei dem Gottesdienst weder um eine Interzelebration noch um eine interkonfessionelle Konzelebration gehandelt hat. Ein Bischof, der dennoch so heftig und überzogen reagiert, zeigt für mich trotz aller Muskelspiele und Disziplinierungsmaßnahmen deutlich Schwäche. Nur ein schwaches Vertrauen in seinen eigenen Glauben kann die Ursache dafür sein, sich so weit von der Botschaft Jesu zu entfernen und zu glauben, mit Restriktionsmaßnahmen und einem strammen Regiment das Wort Gottes heute den Menschen nahe bringen zu können. Mag Dr. Mixa heute "gesiegt" haben, langfristig hat er verloren.

Mit freundlichem Gruß, Karl Josef Schneider

Sehr geehrter Herr Bischof Dr. Mixa
ich möchte Sie hiermit über meine Solidaritätsbekundung mit Herrn Pfarrer Kroll informieren, Sie aber gleichzeitig auffordern, die vollzogene Strafe zurückzunehmen. Ebenfalls möchte ich Sie bitten, in einer stillen Stunde einmal darüber nachzudenken, ob Ihre Maßnahme noch mit dem Geist Jesu in Einklang zu bringen ist. Mein Gott, was hat die Kirche aus der Bergpredigt gemacht! Kommentar meiner alten Nachbarin: "Es ist schwer, angesichts der kirchlichen Hierarchie und ihrem Gehabe nicht seinen eigenen Glauben zu verlieren." Es wäre schlimm, wenn die offiziellen Vertreter der Kirche nicht "Diener unserer Freude" (2 Kor 1,24) sondern Anlass unseres Zweifelns geworden wären.

Mit freundlichem Gruß, Karl Josef Schneider


Sehr geehrter Pfarrer Kroll,
Ihre Suspendierung hat mich und meine Familie so geärgert, dass ich die nachfolgende E-Mail an Ihren Bischof gesendet habe. Sicher etwas provokant, aber die Angelegenheit regt uns halt sehr auf. Ihnen wünschen wir alles Gute und hoffen, dass die katholische Kirche den Blick bald von rückwärts nach vorn lenken wird.

Mit freundlichen Grüßen
Matthias Rahmann und Familie

Sehr geehrter Bischof Mixa,
vorab: ich und meine Familie sind katholisch.

Mit Entsetzen haben wir von der Suspendierung Pfarr Krolls gehört. Als Teilnehmende am ökumenischen Kirchentag in Berlin sind wir uns sicher, dass die Kirche derzeit eine eminent wichtige Aufgabe bei den ethischen und sozialen Problemen der Globalisierung hat. Es heißt hier, der rein wirtschaftlich gesteuerten Entwicklung Paroli zu bieten. Dies kann in Deutschland am wirkungsvollsten geschehen, wenn beide großen Kirchen mit einer Stimme sprechen. Ich kenne niemand, der in dieser Situation Verständnis für die Kleinkariertheit der katholischen Kirche in der Abendmahlfrage hat und dafür, dass sie jetzt die Schlagzeilen negativ besetzt mit der Suspendierung, die von kaum jemand verstanden wird. Damit macht sich unsere katholische Kirche lächerlich und verhasst.

Reicht es doch, was der alte Mann aus Rom in dieser Angelegenheit verlautbart. Dass Bischöfe in Deutschland sich nun zum Vorreiter einer neuen Form der Inquisition machen, ist jedoch unfassbar. Daher meine Aufforderung: Treten Sie zurück und machen Sie Menschen Platz, die die Probleme unserer Zeit erkennen und den jetzt noch bestehenden Einfluss der Kirche im öffentlichen Leben nicht aufs Spiel setzen! In einem Kloster könnten Sie dann in Ruhe für die Reinheit der katholischen Lehre beten!

Meine Familienmitglieder haben leider aufgrund Ihrer Handlungsweise den Austritt aus der katholischen Kirche beschlossen!

Mit freundlichen Grüßen
Matthias Rahmann


Sehr geehrter Herr Kroll!
Ich habe Respekt und Hochachtung was Sie gemacht haben. Die Nichtkatholischen sind doch keine anderen Menschen wie mir!
Gruß Uli M.


Sehr geehrter Herr Kroll,
danke für Ihren Mut! Ich finde es sehr traurig, dass die Hierarchie weitherum meint, Entwicklung müsse notwendigerweise von oben kommen (von der theologischen Theorie von von den Bischöfen). Worauf soll man in Sachen Oekumene denn warten? Entwicklung beginnt häufig unten, an der Basis.

Mit freundlichem Gruß
August Flammer, Professor für Entwicklungspsychologie, Universität Bern / Schweiz


Meine Hochachtung für Pfarrer Kroll!
Es ist nicht zu verstehen, warum seine freundliche Geste, am gemeinsamen Abendmahl teilzunehmen, mit einer Entfernung aus dem Amt sanktioniert wurde. Schließlich sollte die Auslegung biblischer Metaphern als Angebot verstanden werden und nicht zum Machtinstrument entarten, über dem die christlichen Grundwerte in Vergessenheit geraten. Schade, denn viele Katholiken werden jetzt wie ich aus Enttäuschung über einen Kirchenaustritt nachdenken, und engagierte junge Menschen vor der Wahl des Priesterberufs zurückschrecken. Wer kann sich in den Dienst solcher Engstirnigkeit stellen?
Herzlichst Elisabeth T.


Lieber Bernhard Kroll,
vielen Dank für Ihren Mut, die Gemeinsame Mahlfeier mit zu gestalten. Die Reaktionen auf dem Kirchentag in Berlin zeigen, für wie viele Menschen dieses inzwischen eine Selbstverständlichkeit ist. Auch die heutige Menschenkette macht diese Meinung vieler deutlich. Bleiben sie standhaft.

Mit freundlichen Grüßen, Thomas K.


Thank you for your courageous witness. I am at a Thomas-Merton-Society conference in Vancouver, B.C.
Thomas Merton spirit was with you in standing up for truth. I live in the diocese of Province, Rhode Island, Rosemary Hobson


Lieber Herr Pfarrer Kroll,
ich danke Ihnen von Herzen für den Mut und die Zivilcourage, die Sie bei dem Gottesdienst gezeigt haben. Ich bin sehr froh, dass ich dabei war. Der Gottesdienst war sehr schön und Sie haben den richtigen Ton getroffen, indem Sie nicht nur die Problematik des Abendmahls sondern auch unsere Solidarität mit der übrigen Welt und ihren Problemen erwähnt haben. Ich bedauere zutiefst, dass unsere Amtskirche mit Ihrer Suspendierung Maßnahmen trifft, die unserer Zeit nicht mehr angemessen sind, und dass sie dadurch immer noch mehr Menschen aus ihrem Kreis verbannt. Von Herzen wünsche ich Ihnen gute, ehrliche Freunde, die Ihnen beistehen, und dass diese mittelalterlichen Maßnahmen für Sie keine existentiellen Probleme bedeuten.

Mit herzlichen, dankbaren Grüßen, Monique R., Schlier


Ich möchte meine Solidarität mit Pfarrer Bernhard Kroll aussprechen.
Helga W.


Auch wir Beide, Franken in konfessionsverbindender Ehe, fühlen mit dem Geschurigelten und fühlen uns mit ihm verbunden.
Ursel und Karl Rauscher, Landau / Fichtheim


Ich bin sehr solidarisch mit dem Priester Barnhard Kroll, denn ich habe an beiden Gottesdiensten in der Gethsemane-Kirche teilgenommen und bin, gerade aus persönlichen Gründen sehr stark an der Ökumene und Frieden unter den Glaubensgemeinschaften beteiligt. meine Mutter stammte von Hugenotten ab und durfte als Ketzer die katholische Kirche nicht betreten. Sie wurde mit meinem katholischen Vater in der Sakristei getraut. Das war 1909 in Belgien. Wenn wir nicht unsere eigenen Wege an der Basis gehen würden, wären wir wahrscheinlich noch nicht viel weiter, denn im Herbst wurde aus Rom wieder die "Einzig selig machende Kirche" verkündet.
Anita Loeblein


Hallo Pfarrer Kroll!
Heute hab' ich in B5 gehört, dass sie 'bestraft' wurden. Ich bringe Ihnen großen Respekt und Anerkennung entgegen. Meine Gedanken und Wünsche begleiten Sie bei den zukünftigen Veränderungen: Sie dürfen sicher sein, dass Gott Sie führt und er ihr Herz sieht.
Alles Gute, Wilhelm Repky
(Evang. Religionslehrer an der Kaufmännischen Berufsschule Bayreuth)


Liebe Schwestern und Brüder,
mit Bestürzung habe ich heute abend in den Tagesnachrichten von der Suspendierung von Pfr. Kroll gehört. Ich selbst war auf dem ökumenischen Kirchentag in Berlin und im Gottesdienst der Gethsemane-Gemeinde Prenzlauer Berg am Samstag Abend, bei dem Pfr. Kroll die Predigt hielt. Es war ein mutiger Auftritt des Pfarrers, der hohen Respekt verdient. Sein Auftreten hat wahrscheinlich mehr zum ökumenischen Miteinander beigetragen, als jeder andere Beitrag überhaupt. Er stellt ein Meilenstein dar in der ökumenischen Bewegung. Für mich und bestimmt auch für alle anderen anwesenden Gottesdienstbesucher am Samstagabend wird dies ein unvergessliches Erlebnis bleiben und ich bin sicher, solche Begegnungen können von Seiten der Kirchenoberen nicht länger ignoriert werden.

Menschen wie Pfr. Kroll verkörpern lebendige Kirche und zeigen uns allen, dass das Miteinander mehr wert ist, als der Sieg übereinander. Von seiner Predigt und seinem beherzten Auftreten beim Kirchentag gingen sichtbare Impulse für die weitere ökumenische Arbeit aus. Ich selbst bin seit mehr als 12 Jahren intensiv ehrenamtlich in meiner evangelischen Kirchengemeinde tätig und das Miteinander mit unseren katholischen Glaubensschwestern und -brüdern ist uns allen von großer Bedeutung und sehr wertvoll. Voller Freude kam ich vom Kirchentag zurück und hoffte, dass diese Freude und das Erlebnis vom Samstagabendgottesdienst auch diejenigen erfassen werde, die bisher eher skeptisch und ablehnend gegenüber der gemeinsamen Mahlfeier standen. Leider wurde ich heute abend jäh aus meinen Träumen gerissen. Es stellt sich nun die Frage, inwieweit die katholische Kirche sich anmaßen kann, über die Köpfe vieler tausend Christen hinweg eine Trennung beim Abendmahl beizubehalten. Pfr. Kroll hat sich mutig für die Belange seiner Mitchristen, ob katholisch oder evangelisch, eingesetzt. Für diesen Mut danken wir ihm von ganzem Herzen und werden ihn in unseren Gedanken und Gebeten begleiten. Es wäre auch schön, wenn wir auf diesem Wege weiter Kontakt halten könnten.
Mit freundlichen Grüßen, Annemarie W.


Sehr geehrter Herr Kroll,
ich finde es ganz wichtig, dass wir Fakten schaffen, wo keine theologisch stichhaltigen Gründe vorhanden sind. Danke, dass Sie im ökumenischen Gottesdienst mitgewirkt haben.
Freundliche Grüße, Hermann Joseph K., Köln


Thank you for your courage in forging UNITY among the churches.
Best regards, Mariann Burke


I don't know what you said in your ecumenical address, but I do know that you shared intercommunion. Congratulations for receiving that eucharistic hospitality so publicly. And my sincere condolences for the pain and publicity to which you have been exposed. What has happened to the ecumenical agreement reached on a theological level nearly 20 years ago?
Dr. John N. Collins, Seaford (Australia)


Sehr geehrter Herr Kroll,
ich hoffe und wünsche Ihnen, dass die Reaktionen der Amtskirche Sie nicht sehr viele Nerven kosten und Ihnen nicht viel Verdruss bereiten. Es ist schön, dass es Sie gibt!
In herzlicher Verbundenheit, Maria-Anna M.


Lieber Pfarrer Kroll,
meinen Respekt für Ihre Entscheidung! Hut ab davor, was Sie an persönlichen und beruflichen Konsequenzen dafür in Kauf nehmen! Ich hoffe sehr, es wird nicht zu schlimm. Bitte lassen Sie sich nicht entmutigen, sie haben das Richtige und längst Überfällige getan.

Vielen Dank, Angelika M.-H., Niederviehbach / Regensburg


Mit Empörung habe ich gelesen, dass Sie, Herr Kroll, suspendiert werden sollen für eine Sache, die in den Gemeinden schon lange praktiziert wird. Die Kirchenleitung hinkt einfach hinterher. Ich wünsche Ihnen Mut und Durchhaltevermögen. Ihre Gemeinde scheint sie ja zu mögen und hinter Ihnen zu stehen.
Herzliche Grüße, Elisabeth D.


Liebe basischristlichen Freunde,
die zahllosen Solidaritätsbekundungen für Pfarrer Bernhard Kroll rufen förmlich nach weiteren Aktionen. Denn wir alle wissen, dass aus römisch-katholisch-kirchenrechtlicher Sicht diese Bekundungen wirkungslos sind, so gut gemeint sie sein mögen.

Deshalb schlage ich vor: Alle römisch-katholischen Priester aller Diözesen und Bistümer, die je in ihrer Laufbahn aktiv an Abendmahlsfeiern und am Abendmahl anderer Konfessionen - ob reformiert, orthodox, anglikanisch etc. - teilgenommen haben, mögen dies "mutig" ihren jeweiligen Bischöfen gegenüber und öffentlich bekunden. Die in der römisch-katholischen Kirche vergessene paulinische Tradition, Petrus "ins Angesicht zu widerstehen", muss wieder aufleben, um die biblische Gemeinsamkeit aller Christen (genannt Ökumene) wieder aufleben zu lassen. Der "Fall" Bernhard Kroll wäre dafür ein optimaler Anlass - und könnte so doch noch zu einer positiven Konsequenz aus dem ÖKT Berlin 2003 führen.

Die IKvu könnte, wünschenswerterweise, "Sammelstelle" für dieses "Outing" der römisch-katholischen Priester sein, wenn sie sich zu einem entsprechenden Aufruf durchringt.
Bernd Michl, München

P.S.: Da ich selbst "laisierter Priester" bin, taugt mein öffentliches "Outing" in diesem Zusammenhang nichts.


Sehr geehrter Herr Bischof,
bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass ich mein Verbleiben in der katholischen Kirche von der Rücknahme der Suspendierung von Pfarrer Kroll direkt abhängig machen werde. Sollte die katholische Amtskirche aufgrund der nach rückwärts gewandten Befehle des Papstes tatsächlich den hervorragenden Seelsorger Kroll für seine wahrhaft christliche Tat während des Kirchentages in Berlin bestrafen, so ist das Band zwischen mir und der katholischen Kirche nach 41 Jahren endgültig zerschnitten! Ich werde das weitere Prozedere in den nächsten 14 Tagen beobachten und dann gegebenenfalls meinen Austritt erklären. Ich gehe davon aus, dass Tausende Christen in gleicher Weise handeln werden.

Mit freundlichen Grüssen
Rechtsanwalt Ludger Ramme


Als konfessionsverbindendes Ehepaar haben wir die beiden ökumenischen Gottesdienste in der Gethsemanekirche voller Freude mitgefeiert. Wir sind den Veranstaltern, der gastgebenden Gemeinde und den beteiligten Pfarrern und Pfarrerinnen, besonders Pfarrer Hasenhüttl und Pfarrer Kroll dankbar für ihren Mut und ihre Fähigkeit, die Sehnsucht so vieler Menschen nach Gemeinschaft im Herrenmahl zu erkennen und ernst zu nehmen. Umso mehr empfinden wir einen heiligen Zorn über die Suspendierung von Pfarrer Kroll. Wir kennen sehr viele Katholiken, die sich seit langem zum evangelischen Abendmahl einladen lassen, darunter Mitglieder von Pfarrgemeinderäten, WortgottesdienstleiterInnen und Priester. Daher möchten wir die Anregung an euch weitergeben, zu einer Solidaritätsaktion aufzurufen. Es sollen sich Leute bei euch melden, natürlich unter garantierter Wahrung der Anonymität gegenüber der Amtskirche, die eben diese verbotene Teilnahme am ev. Abendmahl praktizieren. Die Zahlen dürften die Kirchenleitung nachdenklich stimmen. Macht weiter so - mit Gottes Hilfe!
In ökumenischer Verbundenheit, Brigitte und Gunter D., Memmelsdorf


Ich erkläre hiermit, dass Pfarrer Bernhard Kroll meine volle Unterstützung in Sachen gemeinsame Mahlfeier hat.
Mit freundlichen Grüßen, Hans-Dieter E.


Brave on! Oh mighty is the man of truth. Wishing you well and courage from the USA. Please know that many are with you and in the silence of truth with you. Steady on, Mr. Kroll. And courage and strength and fearlessness. On you go! Many are behind you here and across the globe! Bravo! And Peace, Steven Lynch Danvers, Ma. (USA)


Hiermit bekunde ich meine Solidarität mit Herrn Pfarrer Kroll. Ich sehe in dem Akt der Suspendierung ein Machtvorgang, den sich unsere katholische Kirche hier leistet. Wenn auch " Ungehorsam" der Amtsleitung gegenüber vorliegt, ist dieser gering im Vergleich, was da in Berlin in der Gethsemanekirche am Wirken des Gottesgeistes geschehen ist. Das gemeinsame Tun im Auftrag unseres Herrn Jesus Christus ist und war Mittelpunkt in dieser Mahlfeier - und gebe Gott den " Machthabern " in unserer Kirche die Einsicht und die Klarheit, dass Gottes Geist "weht" wo, wann und wie er will! Ich habe jedenfalls mich von diesen guten Geist beschenken lassen und war froh und dankbar, dass Pfarrer Kroll so unsere (meine) mir vertraute katholische Kirche vertreten hat durch sein Präsentsein. Dafür danke ich ihm und hoffe, dass sein Mut und sein inneres priesterliches Wirken Früchte zeigt und weiter- wirkt- dessen bin ich sicher. Halten wir zusammen - vernetzen uns und bleiben ebenso präsent in unserer Kirche.
In diesem Sinne und im Gebet um die Einheit bin und bleibe ich Euch verbunden, Ursula M., Heidelberg


"Nous sommes aussi l'Eglise-France" (NSAE) souhaite adresser ses félicitations et ses remerciements à Fr Kroll pour le témoignage qu'il a apporté en acceptant de présider la messe lors de la rencontre ocuménique de Berlin à laquelle NSAE a participé; NSAE tient aussi à l'assurer de sa solidarité devant la sanction qu'il subit pour cet acte courageux.
Transmis par Lucienne Gouguenheim, secrétaire générale de NSAE


Sehr geehrter Herr Bischof Walter Mixa,
ich bitte Sie sehr herzlich, Ihr Vorgehen gegen Herrn Pfarrer Kroll noch einmal zu überdenken. Aufgrund der Enzyklika Ecclesia De Eucharistia und aufgrund des gemeinsamen Appells der Bischöfe habe ich Verständnis dafür, dass Sie sanktionierende Maßnahmen festlegen, wenngleich ich sie nicht gutheißen kann. Kein Verständnis habe ich für die Bewertung, die Sie dem Verhalten von Herrn Pfarrer Kroll beimessen. Wenn Sie feststellen, dass durch "diesen Vorgang die vielen positiven Erfahrungen des Kirchentages und die vielfältigen ökumenischen Impulse in der Diözese Eichstätt überschattet wurden", so mag das Ihr subjektives Erleben und das einiger anderer Christen, die den amtskirchlichen Strukturen nahestehen, entsprechen.

In Wahrhaftigkeit muss aber auch anerkannt werden, dass das Verhalten von Herrn Pfarrer Kroll die Aufmerksamkeit der meisten Kirchentagsteilnehmer gar nicht erregt hätte, wäre es nicht durch die Reaktion der Vertreter der Amtskirche in den Mittelpunkt des Interesses gerückt worden. Dass die positiven Erfahrungen des Kirchentages und wertvolle ökumenische Impulse dadurch überschattet worden seien, mag für einen kleinen Teil der Gläubigen gelten - und vielleicht ist diese Gruppe in der Diözese Eichstätt größer als in anderen Diözesen. Für einen sehr großen Teil der Gläubigen, gerade auch der katholischen Gläubigen, war das Verhalten des Herrn Pfarrer Kroll Trost und Ermutigung auf der langen Durststrecke des Weges zur Ökumene beziehungsweise Ausdruck für seinen Schmerz im Erleben des Getrenntseins. Auf diese Menschen und ihre Bindung an die Kirche wirken sich Ihre Reaktionen weitaus schädigender aus als das Verhalten des Herrn Pfarrer Kroll. Ich bitte Sie also, bei der Festlegung von Sanktionen, die Sie glauben festlegen zu müssen, auf unnötige begleitende Verurteilungen zu verzichten.

Mit herzlichen Segensgrüßen
Maria-Anna Maurer, Lutherstadt Wittenberg


Auch ich möchte mein Entsetzen zum Ausdruck bringen, dass man Pfarrer Kroll suspendiert hat. Seit längerem denke ich über einen Kirchenaustritt nach - denn diese Kirche ist nicht zeitgemäß! Das ist ein weiterer Beweis!
Anna B., Mainz


Sehr geehrte Damen und Herren!
Mit sehr großer Enttäuschung und in Wut und Zorn Gefühlen aufsteigender Enttäuschung reagiere ich auf die Suspendierung Pfarrer Krolls durch Bischof Mixa. Es ist wieder mal eine dieser Entscheidungen, die eigentlich ausreichen die Kirche zu verlassen und die jahrelange Arbeit einzustellen.  Ich bin als Pastoralreferent im Schuldienst. Ich war auf dem Kirchentag in Berlin und habe an den ökumenischen Abendmahlsfeiern teilgenommen. Ich habe in Berlin den Eindruck gewonnen, dass der überwiegende Teil der Kirchentagsbesucher hinter dieser Abendmahlsgemeinschaft steht. (90% der Hörer von Bayern 1 sind gegen die Bestrafung)

Warum müssen die Bischöfe so zurückschlagen? Warum sind sie nicht in der Lage, das Geschehene einfach mal stillschweigend zu dulden? Mehr erwarten wir doch gar nicht! Es war auf vielen Veranstaltungen ein großes Bedürfnis nach Spiritualität zu finden. Die katholische Kirche wird aufgrund solcher Engstirnigkeit aber nicht der bevorzugte Adressat von Sinn suchenden Menschen sein. Auf diese Weise treibt die Kirche den Strom der Suchenden an sich vorbei. Dies kann ich auch aus dem Religionsunterricht immer wieder spüren. Ich wünsche mir endlich Bischöfe, die den Mut haben, den Geist Gottes wehen zu lassen, wo und wie er will.

Mit freundlichen Grüßen
Martin M.


Sehr geehrter Herr Pfarrer Kroll,
wir haben mit Betroffenheit vernommen, dass Bischof Mixa Sie von Ihrem Amt suspendiert hat. Dies ist kein gutes Zeichen für die Ökumene. Wir erleben, dass viele Menschen, denen die Ökumene ein Anliegen ist, mit Ihnen solidarisch sind.

Wir sind Kirche - Netzwerk Mainz, Sprecherteam
Felicitas Glajcar, Kurt Sohns, Maria Bedel


Sehr geehrte Damen und Herren, anlässlich des Ökumenischen Kirchentages in Berlin war ich bei der gemeinsamen Abendmahlsfeier in der Gethsemanekirche dabei und fand die Gemeinschaft katholischer und evangelischer Christen ergreifend und ermutigend. Der Stuttgarter Zeitung habe ich heute mit Trauer und Befremden entnommen, dass Herr Pfarrer Kroll, der die Predigt hielt, wegen seiner Teilnahme von seinem Amt beurlaubt wurde. Dies tut mir sehr leid und ich möchte ihm gerne meine Solidarität bekunden. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie dieses weiterleiten könnten und mich wissen ließen, ob es eine Möglichkeit der unmittelbaren Unterstützung auch in finanzieller Hinsicht gibt.
Vielen Dank und herzliche Grüße, Christa H., Stuttgart


I completely support the act of intercommunion of Father Kroll. I do not doubt the bishop's good intentions, but his action is anti-ecumenical and is to be regretted.
Joseph H. Wessling


Von der Diözese Eichstätt war das nicht anders zu erwarten! Ich denke, dass Sie, lieber Herr Pfarrer Kroll, zum richtigen Zeitpunkt das Richtige getan haben. Ich danke Ihnen dafür. Ich danke für Ihren Mut und Ihre Ehrlichkeit und für Ihren beispielhaften christlichen Glauben. Ich wünsche Ihnen viel Kraft für die Zukunft und dass Gott Sie an einen Platz stellen möge, wo Sie viel Freude und Bestätigung erfahren dürfen!
Irmgard M., Donauwörth


While our Bishops work from fear, you are amessage of hope and a Blessing to much of our church. Jesus invited us all to come.
Yours in Christ,  Velma FitzGerald, Richmond PE (Canada)


Ich schäme mich für die katholische "Amts"kirche! Haben wir Gläubigen eigentlich keine anderen Probleme zu lösen? Nächstenliebe zum Beispiel - und das ist schwer genug! Jesus hat sich auch über religiöse Vorgaben des Klerus hinweg gesetzt. Er hat - entgegen der Vorschriften - den Menschen geholfen in dem er Kranke auch am Sabbath heilte. Das sollte uns Vorbild sein! Zivilcourage und eigenes Gewissen in der persönlichen Verantwortung vor Gott ist wichtiger als eine tumbe Linientreue zu oberen Klerikern. Es stimmt mich traurig, dass die Verantwortlichen in der kath. Kirche nur strafen können. Von Barmherzigkeit und Nächstenliebe keine Spur! So können Sie nicht das Hirtenamt im Sinne Jesu wahrnehmen. Ich habe großen Respekt vor Pfarrer Bernhard Kroll, der - wissend was ihn erwartet - gegen den Gehorsam zu Papst und Bischof verstoßen hat, um ein Zeichen zu setzen. Ich bete darum, dass viele weitere Priester seinem Beispiel folgen. Dann wird die Amtskirche ihren Priestermangel noch verstärken, wenn sie ihrer anmaßenden Bürokratie linientreu bleibt. Es ist schwer in der heutigen Zeit der katholischen Kirchen treu zu bleiben."
Mit christlichem Gruß Michael K.

PS: Macht weiter und lasst nicht nach gegen Ungerechtigkeit zu kämpfen (mit gewaltfreien Mitteln)! Gemeinsam und mit Gottes Hilfe können wir es erreichen!


Guten Mut und ausreichendes Stehvermögen für die nächsten Tage und Wochen! In wenigen Jahren wird sich sogar in der römischen Kirche die Einschätzung dessen umgekehrt haben, was hinsichtlich ökumenischer Mahlfeiern für richtig und was für falsch gehalten wird. Das wird dadurch vorbereitet und ermöglicht, dass immer mehr Priester denken und handeln wie Sie. Vielen Dank dafür!
Michael Steiner, Bonn
(ehem. Student an der Kath. Universität Eichstätt)


Sehr geehrter Herr Bischof Dr. Mixa,
mit der vorläufigen Suspendierung von Herrn Pfarrer Kroll haben Sie sich nach dem geltenden Kirchenrecht aus Ihrer Sicht sicher korrekt verhalten. Aber auch nur das. Auch wir waren Gäste in (nein, vor) der Gethsemane-Kirche in Berlin, denn der Kirchenraum konnte die Menschen nicht fassen! Alle waren gekommen, um gemeinsam Mahl zu halten und zu feiern. Es war wunderbar! Eine Stimmung des Aufbruchs in so lang ersehnte Gemeinsamkeiten.

Es ist so unendlich traurig und widersinnig, dass das Kirchenrecht dem Auftrag Jesu entgegen steht. Kann es denn falsch sein, den Auftrag Jesu zu erfüllen, zu seinem Gedächtnis Brot und Wein miteinander zu teilen? Er tat es auch ohne Bedingungen und Vorbehalte. Jesus wollte, dass alle eins seien. Und wie wir eins waren! Wir wollen dieses christliche Gemeinschaftserlebnis von Berlin nicht missen. Und wir danken, den katholischen Priestern, die den Mut hatten, ihrem Gewissen zu folgen und Jesu Auftrag zu erfüllen. Uns erscheint es unverständlich und unrecht, einen Menschen zu bestrafen, weil er nach seinem Gewissen recht gehandelt hat.
Hildegund und Georg F., Laaber


Dear Fr. Kroll,
I wish to offer you my support and prayers. How dare anyone decide who can or cannot receive Eucharist and where or when reception should take place? In these days of clergy sexual abuse scandal it seems to me that following the invitation of Jesus at the last supper "to take and eat and take and drink" is not worthy of public condemnation. I do not know anyplace where Jesus stated that only certain people could "Eat my Body and Drink my Blood" . Rather I recall "Take this all of you...." . I also recall reading something about, anyone who scandalizes one of these little one should have a mill stone put around his neck etc. When will church authorities stop the petty stuff and deal with genuine problems? May you have the courage to continue you work of fulfilling the prayer of Jesus,"That all may be one, as I am in you and you are in me." May God bless abundently and know that you have my prayers and good wishes.
Jim Varick, NJ (USA)


Lieber Herr Pfarrer Kroll,
ich halte die Reaktion Ihres Bischofs für überzogen. Ich vertrete wie Sie die Meinung, dass die ökumenische Basis schon viel, viel weiter fortgeschritten ist. Sie haben meine volle Unterstützung, auch im Gebet.

Mit freundlichen Grüßen, Edgar N., Olching


Dear Fr. Bernhard,
in support of your action to receive communion in a Protestant celebration, I would like to say "GOOD FOR YOU!" Jesus welcomed everyone to his table, and we need to do the same. There is too much pushing away from one another in the name of Christ instead of communing and celebrating our faith as one.  God bless you. Hang on.
Respectfully, Rosemary Moon, Saginaw, Michigan, (USA)


Ich reihe mich ein und erkläre mich solidarisch mit Ihnen. Die Suspendierung von Herrn Kroll widerspricht der oekumenischen Arbeit der Christen in Deutschland. Ich war auch in Berlin, habe aber Gottesdienst nicht teilgenommen. Es schmerzt mich besonders, weil ich seit 37 Jahren in einer sehr guten oekumenischen Ehe lebe. Die Praxis sieht seit Jahrzehnten ganz anders aus.
In Verbundenheit grüße ich recht herzlich, Klaus B., Moers


Lieber Pfarrer Kroll!
Als engagierter Katholik und Mitglied von "Wir sind Kirche" möchte ich Ihnen meine Solidarität aussprechen und Sie darin unterstützen, zu ihrem Engagement zu stehen. Vieles kann zu dem Vorgang gesagt werden und ist auch gesagt und geschrieben worden, deshalb will ich mich auf einen Aspekt beschränken: Für völlig absurd halte ich die Begründung "verbotene Gottesdienstgemeinschaft" für Ihre vorläufige Suspendierung. Jesu Satz "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen" steht dem diametral gegenüber und entlarvt alle, die ihre Bedingungen für einen gültigen Gottesdienst absolut setzen, als Irrende.
B. Zeppenfeld


Dear Fr. Kroll,
thank you for courageously witnessing to the work of the Holy Spirit in our Church. Surely the Lord we all follow, present in our midst, is comforted by your actions as you gather together to proclaim and receive Him. You have no doubt heard that home liturgies are increasing here in the U.S. It is the experience of many that the Community consecrates and welcomes Jesus in the Eucharist, especially when the legalism of the Curia does not serve pastoral needs . I am encouraged by the creative responses of God's people now, especially yours. May God continue to bless you abundantly this Pentecost.
Sincerely, Rick and Elaine Pfaff


Sehr geehrter Bischof Herr Dr. Mixa,
wir als Gesprächskreis der römisch-katholischen Reformbewegung Wir-sind-Kirche im Dekanat Coburg, einer Lutherstadt, haben mit Bestürzung von der vorläufigen Suspendierung Ihres Diözesanpriesters Herrn Bernhard Kroll, Pfarrer in Großhabersdorf - Dietenhofen durch die Medien erfahren. Aus unserer Sicht ist der Straftatbestand von Canon 1365 CIC, den man Herrn Pfarrer Kroll vorwirft, nicht erfüllt, da es keine sogenannte Interzelebration gab. Damit ist Ihre Vorgehensweise unseres Erachtens unrechtmäßig und belastet darüber hinaus auch das Ökumenische Miteinander, auf das wir in der Diaspora angewiesen sind auf das Äußerste! Bitter erklären Sie uns, was hat Pfarrer Kroll denn Böses getan!

Herr Pfarrer Kroll hat als Gast in einer evangelisch-lutherischen Kirche gepredigt. Ähnliches tut jeder katholische Pfarrer bei gemeinsamen Trauungen. Dabei hat er als Gast am Abendmahl des eigentlichen Gastgebers Jesus Christus teilgenommen. Dies ist bei vielen katholischen Priestern in der Diaspora bereits alltägliche Praxis. Den gläubigen Menschen, welcher Konfession auch immer kann man Ihr hartes Vorgehen und die Bestimmungen des Kirchenrechtes und die päpstlichen Lehrmeinungen nicht mehr vermitteln, zumal viele sogenannte Mischehen von der sogenannten gegenseitigen Eucharistischen Gastfreundschaft bereits rege Gebrauch machen. Mit Ihrem unverständlichen Vorgehen haben Sie der Ökumene in Deutschland im Zusammenhang mit dem 1. Ökumenischen Kirchentag in Berlin einen Bärendienst erwiesen. Wir fordern Sie hiermit auf, diese unsinnige, äußerst fragwürdige Maßnahme umgehend zurückzunehmen. Mit freundlichen Grüßen am Pfingstsonntag und Pfingstmontag liegt dieses Schreiben als Unterschriftenliste in unserer Kirchengemeinde aus. übrigens am Pfingstmontag ist bei uns ein ökumenischer Gottesdienst um 10 Uhr

Mit freundlichen Grüßen, Eduard Adam
Wir-sind-Kirche Dekanat Coburg


Auch ich erkläre mich solidarisch mit Pfarrer Bernhard Kroll. Mit disziplinarischen Mitteln kann der ursprüngliche Sinn des Evangeliums, das keine Trennungen der Christen untereinander bei der Mahlfeier und Konfessionen kennt, nicht ausgehebelt werden. Ich bin davon überzeugt, dass auch gemeinsame Mahlfeiern möglich sein müssten, auch wenn die römisch-katholische Kirche insgesamt ihr Eucharistieverständnis weiterhin an ihr Amtsverständnis bindet. Dennoch muss (als ein Leib Christi) das gemeinsame Mahl möglich sein.
Frank-Matthias Hofmann, prot. Pfarrer


Dear Fr. Kroll,
thank you for your open hearted, inclusive gesture.
Yours, Judith Jennings


Dass es Priester gibt, die mit Courage und geistiger Eigenständigkeit gegen den Strom der Kirchengesetzesgerechtigkeit schwimmen und authentisch den Weg Jesu nachgehen, erfüllt mich besonderer Freude und Dank. Das Pfingstereignis bestätigt sich erneut: Der Geist Gottes weht, wo er will!
Herbert T., Augsburg


Mit Bedauern haben wir den Pressebericht zur Kenntnis genommen, dass Pfarrer Kroll aus Eichstätt durch Bischof Mixa vorläufig die Ausübung seines Pfarramtes untersagt wurde wegen Beteiligung an "verbotener Gottesdienstgemeinschaft" betreffend einen der beiden ökumenischen Gottesdienste in der Gethsemanekirche auf dem Kirchentag in Berlin und drücken hiermit unsere Solidarität mit Pfarrer Kroll aus. Wir sehen die Abendmahlsgemeinschaft der beiden Gottesdienste in der Gethsemanekirche in Berlin nicht als eine Kampfansage oder Provokation, sondern als Ausdruck des Verlangens nach tiefer ökumenischer Gemeinschaft über Kirchengrenzen hinweg. Damit sollen Unterschiede nicht eingeebnet werden, aber Zeichen von spiritueller Verbundenheit für die Zukunft gesetzt werden. Dass evangelische Pfarrer und katholische Priester den Mut gehabt haben diese Gottesdienste mit Abendmahlsgemeinschaft zu halten, ist für uns ein Hoffnungszeichen für die Zukunft und eine Bereicherung aller ökumenischer Verbundenheit im vereinigenden Geiste Jesus Christi, die auf dem Kirchentag spürbar anwesend war.
Mit freundlichen Grüssen Pfarrer A.C. Verwaal und Pfarrerin Cornelia Hübner
Evangelisch-lutherische Kirche der Niederlande


Lieber Mitbruder!
Aus dem Bistum Speyer möchte ich Ihnen meine Solidarität bekunden! Viel Kraft und Stärke und Gottes Segen!
Pfarrer Norbert S.


Lieber Pfarrer B. Kroll,
die Gemeinde Prenzlauer Berg Nord, mit den Pfarrern und dem Gemeindekirchenrat möchte Ihnen auf diesem Wege die volle Solidarität und vor allem Kraft und Stärke wünschen. Jesus Christus allein weiß wie Ihre Teilnahme an dem Abendmahl in der Gethsemanekirche zu sehen ist. Gesetze, egal von welcher Seite, sind Menschenwerk. Ihrer Teilnahme bringen wir größte Hochachtung entgegen.

All die hunderte von Menschen, um nicht tausende zu sagen, die in den Tagen hier in der Gethsemanekirche versammelt waren, werden es bezeugen können, welch ein Geist hier wehte, wieviel Sehnsucht sich hier ausdrückte, in wieviel absolut ehrliche Gesichter man schauen konnte. Nach 1989 habe ich so etwas nie erlebt. Es waren bewegende Stunden, die man nicht mehr vergessen kann. Das alles war keine Provokation oder gar Demonstration. Die, die das behaupten, waren hier nicht anwesend, entnehmen nur den Medien die Information.

Allein die Tatsache, von einem »Straftatbestand« zu sprechen, verkennt meines Erachtens vollkommen die Dimensionen. Das Gewissen kann man nicht abstrafen, den Glauben auch nicht, wenn sich der Strafende nicht selbst überschätzt. Das Vokabular, das ich vernahm, erinnerte an die Zeit vor der Wende in der DDR. Heute ist sie Geschichte.

Wir wünschen Ihnen Kraft und Mut, Zuversicht und vor allem Gottes Segen
Dieter Wendland, Vorsitzender des Gemeindekirchenrates der Evangelischen Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord (Berlin)


Lieber Herr Pfr. Kroll,
ein Fax an Sie hat womöglich nicht geklappt. Deswegen möchte ich Ihnen auf diesem Wege meine unbedingte Solidarität bekunden, was ich auch schon auf der Bistums-Seite getan habe. Sie haben Mut und Stärke bewiesen, Sie sind in der Nachfolge. Wer weiß, ob das Bischof Mixa ist. Er wird, wie viele andere Verantwortliche in der Kirche, manches zu verantworten haben. Ich wünsche Ihnen viel Kraft für die kommende Zeit und SEINEN Segen für Ihren Blick in die Zukunft.
Henny Toepfer, Initiative "Wir sind Kirche" Limburg


I was just informed about what happened to you for accepting communion in a protestent church and would like to suggest to you that, "anytime we do this in memory of Him" it is a good thing that we are doing.
Regards, Jack Watt


Dear Father Kroll,
thank you for representing us Catholics who could not be there to celebrate and pray with those who follow Jesus.
Tom and Nancy Vitt, Berlin, New Jersey (USA)


My friend, Elaine Pfaff, told me of your "suspension". I can't help but wonder at how Jesus feels about the message that the Roman Catholic Church sends its his flock -- that Jesus' body and blood are only real and present when received from a Roman Catholic Priest. As a former RC parishioner (I am now attending a Lutheran Church) I am happy to receive the Lord's supper from my Pastor - who welcomes all to the table, just as Jesus would. I am happy to know you - even if only through this e-mail. You will surely be in my prayers.

Love and Peace, Donna Chiusano (USA)


The title of Bishop John S. Spong's book "Christianity Must Change or Die" seems to say it all.
Keep the Faith, Lloyd P. Wells (USA)


Fr. Bernhard
Thank you for your courage to stand for true Christian values. Patricia Layden, Seattle, WA (USA)


I am sad to learn that Bishop Mixa suspended father Bernhard Kroll because of his sharing of communion in an ecumenical service. I read that Bishop Mixa called the service a "verbotenen Gottesdienstgemeinschaft", which has been translated as "forbidden liturgical community." I want Father Kroll to know that Bishop Mixa is wrong. I believe that intercommunion among various Christian congregations is long overdue, and I applaud Father Kroll for his actions at the ecumenical gathering in Berlin. May God grant that the day will soon come when intercommunion among the various Christian congregations will happen often.
Thank you, Father Kroll. May God continue to bless you. Jack Locke Burbank, CA (USA)


Ich hatte bereits bekundet, dass diese Maßnahmen gegen eine engagierten Geistlichen ganz furchtbar finde und unsere Kirche besonders für die junge Generation immer schwerer zu akzeptieren ist. Wie soll man das jungen Menschen klar machen, die doch heute oft nicht getauft sind, weil sie sich als junge Erwachsene selbst entscheiden sollen? Ärgerlich finde ich aber auch, dass so viele Zustimmungen zu Pfarrer Kroll nur anonym abgegeben werden. Wer hat da wovor Angst?
Alles Gute für Ihre Bemühungen, Ursula S.


Lieber Herr Pfarrer Kroll,
den beigefügten Brief haben wir an den Bischof von Eichstätt geschickt. Wir möchten uns bei Ihnen herzlich bedanken, dass Sie trotz des Verbots der Bischöfe an dem evangelischen Gottesdienst mit Abendmahl teilgenommen haben. Ihre Predigt hat uns besonders durch die aufrichtige Orientierung am Evangelium Jesu mit seinem Gebot zur Einheit überzeugt. Wenn wir mehr Priester mit Ihrem Mut in der katholischen Kirche hätten, würde die Kirche sicher wieder an Glaubwürdigkeit gewinnen.
Wir wünschen Ihnen Gottes Segen und Durchhaltevermögen für die nächste Zeit, Gisela und Oskar Lotz

Sehr geehrter Herr Bischof Mixa,
am 31. Mai habe ich an dem evangelischen Gottesdienst mit Abendmahl in der Gethsemanekirche in Berlin teilgenommen. Namhafte katholische und evangelische Theologen haben in den vergangenen Jahren wiederholt erklärt, dass "Eucharistische Gastfreundschaf theologisch möglich ist und als Zeichen schon bestehender Kirchengemeinschaft in ökumenischen Zusammenhängen schon jetzt praktiziert werden sollte. Nicht die praktizierte Gemeinschaft im Herrenmahl bedarf der Begründung, sondern deren Verweigerung." (s. "Eucharistische Gastfreundschaft" von Prof. Brosseder).

Für mich als katholischer Christ war die Teilnahme an dem Abendmahlgottesdienst anlässlich des Ökumenischen Kirchentages eine Selbstverständlichkeit, auch wenn die katholische Kirchenleitung die Teilnahme untersagt hatte. Pfarrer Kroll hat eine Predigt gehalten, welche die Bedeutung der Einheit unter den Christen betonte und die ohne jede Polemik durch ihre schlichte Orientierung am Evangelium überzeugte. Sie wurde gerade deshalb von den Zuhörern begeistert aufgenommen. Obwohl ich in der Kirche weit vorne saß, habe ich erst durch die Presse erfahren, dass er auch am Abendmahl teilgenommen hatte. Für den Ablauf des Gottesdienstes spielte seine Teilnahme am Abendmahl keine Rolle. Er hat damit etwas praktiziert, was vor ihm viele katholische Priester getan haben und was unter verantwortlichen Christen in vielen Gemeinden selbstverständlich geworden ist. Das Abendmahl wurde in einer sehr würdigen Form gefeiert und war für mich ein großartiges religiöses Erlebnis.

Nach geltendem katholischem Kirchenrecht mögen Ihre Maßnahmen gegen Pfarrer Kroll korrekt gewesen sein. Mit der Liebe, die Jesus in seinem Evangelium verkündet, sind sie nach meiner Auffassung nicht vereinbar. Nach den Erfahrungen des Ökumenischen Kirchentages bin ich überzeugt, dass Sie die Einheit der christlichen Kirchen durch solche Maßnahmen nicht mehr dauerhaft verhindern können. Ihr "Leiden an der Trennung und Sehnsucht nach Einheit im Sinne des Evangeliums" glaubt den katholischen Bischöfen kaum jemand mehr. Welch ein großartiges Fest hätte der Kirchentag werden können, wenn Kardinal Lehmann die evangelischen Christen zu einem Gottesdienst mit gemeinsamer Kommunion eingeladen hätte. Wieder einmal hat die katholische Kirche eine großartige Gelegenheit verpasst!
Mit freundlichen Grüßen, Oskar Lotz


Sehr geehrter Herr Kroll,
ich möchte Ihnen danken für das Zeichen, welches Sie in Bezug auf die Ökumene gesetzt haben. Vielleicht brauchen wir mehr solcher mutigen Christen um zu zeigen, wie drängend der Wunsch nach der Einheit aller Christen ist. Sie sind wahrhaftig ein Segen! Uli G.


Ich war Zeuge der klaren und mutigen Predigt von Pfarrer Kroll am 31.05.03 in der Gethsemanekirche und habe mit ihm das ökumenische Abendmahl genommen. Das war für mich der Höhepunkt des Ökumenischen Kirchentags. Die kirchenamtliche Maßregelung von Pfarrer Kroll ist ein beschämender Affront der ökumenischen Bewegung, kann sie aber nicht aufhalten.
Dr. iur. Gerd F.


Wir halten die Reaktion des Bischofs für überzogen. Unsere Erfahrung ist, dass in einigen Gemeinden das getan wird, was Pfarrer Kroll gemacht hat und das schöne ist, keiner aus der Gemeinde (kath.) informiert den Bischof!
Gruß Heinz und Marie-Luise K., Voerde


Pfarrer Bernhard Kroll ist ein aufrechter Christ!

Herr Pfarrer Kroll,
ich erkläre mich mit Ihnen solidarisch. Sie haben in Berlin gehandelt, wie es einem Christen zusteht: Eine Einladung zu einem Mahl annehmen, zu dem man von christlichen Freunden geladen wurde. Ich selbst handle ebenso, wenn ich in der evangelischen Gemeinde St. Johannis eingeladen werde und gehe dort zum Abendmahl. Im übrigen handeln bei uns genauso unser katholischer Bürgermeister und der Vorsitzende des Pfarrgemeinderates der Kirchengemeinde St. Andreas. Ich selbst bin Grundschullehrer und auch katholischer Religionslehrer. Das schon seit nunmehr 40 Jahren (sehr gerne). Handeln Sie weiter so: Nicht der Bischof, der Papst sind die Kirche, wir sind alle Kirche!
Alles Gute für Sie, Gustav Eichler, Karlstadt


Lieber Pfarrer Kroll!
Als Teilnehmer an dem Gottesdienst in der Gethsemane-Kirche, in dem Sie gepredigt haben, möchte ich Ihnen mitteilen, wie sehr ich mich gefreut habe über Ihren Mut, in diesem Rahmen Jesu Mahnung zur Einheit zu verkünden. Gleichzeitig war ich enttäuscht über die Reaktion Ihres Bischofs, auch wenn sie vermutlich nicht überraschen konnte. In einem Brief an den Bischof habe ich dies auch zum Ausdruck gebracht. Ihnen wünsche ich Kraft und Stärke in der kirchenrechtlichen Auseinandersetzung um den "Straftatbestand einer verbotenen Gottesdienstgemeinschaft" - für mich ein absurder Anachronismus!
Mit freundlichen Grüßen Günther B., Hannover


Wir danken Pfarrer Kroll für seinen Mut vor "Königs"-Thronen! Wenn wir nur mehr solche Männer hätten.
Kurt und Helga F., Stuttgart


Ein Gruß aus Paderborn

Solidarität mit Pfarrer Bernhard Kroll - Eucharistische Gastfreundschaft nicht nur auf dem gemeinsamen Kirchentag tausendfach bereits seit Jahren praktiziert. Ich schäme mich für diese Amtskirche, die immer noch nicht bereit ist mehr das Verbindende als das Trennende unter den Christengemeinschaften in den Vordergrund zu stellen. Ich erlebe wie bereits seit Jahren auch in kath. Gemeinden diese Gastfreundschaft für oekumenische Paare gelebt und angeboten wird. Nur still und leise !! Wenn dann ein Priester sich offen auf einer Großveranstaltung dazu bekennt schreitet die Amtskirche ein. Ihr Kleingläubigen ...
Hubert Segin


Sehr geehrter Herr Pfr. Kroll,
ich habe zwar schon einmal geschrieben, aber tue es gern noch einmal - gerade im Hinblick auf die heutige Rede von Kard. Lehmann, der dazu aufgerufen hat, Selbstblockaden bei den Reformen zu überwinden. Wo sind denn die Selbstblockaden? Wer könnte etwas tun, um sie zu überwinden? Und wenn Sie genau dies tun, werden sie reglementiert - oder was sonst noch kommt. Ich hoffe, dass Sie bald wieder in Ihrer Gemeinde sind - es ist für Außenstehende erfreulich, wie gerade dort die Solidarität funktioniert!
Mit freundlichen Grüßen Dorothee D., Oberstudienrätin für kath. Religion


Dear Father Kroll,
quite in contrast with the way Bishop Mixa sees your action, I see it as bringing light to the Ecumenical experience, because it was an action born of Christ who called us all to be one.
Thank you, Janet Houlihan, Kain Crofton, MD (USA)


Fr. Kroll,
I believe that you prayed to the Holy Spirit to guide you. Please take comfort in knowing that you surely were guided, even though those who either do not understand or have much to lose by ecumenical advancement chastise you. You are a person ahead of his time and courageous.
Blanche Childs, Evanston, IL (USA)


Solidarität mit Mitbruder Bernhard Kroll

Die beiden Feiern in der Gethsemane-Kirche anlässlich des Ökumenischen Kirchentages habe ich ebenso besucht und habe dabei ebenfalls an der Eucharistie bzw. am Abendmahl teilgenommen. Die Feiern waren von einer großartigen Tiefe, Feierlichkeit und Überzeugungskraft, wie es selten bei großen Gottesdiensten der Fall ist.

Die Predigten, nicht zuletzt die von Ihnen gehaltene, haben den Nachweis erbracht, dass es nicht um eine oberflächliche Aktion ging, vielmehr um die Einlösung eines Glaubensaktes, auf dessen öffentliches Zeugnis die Welt längst wartet. Es ist nicht hinnehmbar, wenn in diesem Zusammenhang ,wie es in der katholischen Kirche leider üblich ist, von Konsequenzen für die, die sich ihrem Gewissen und dem erwachsenen Glauben verpflichtet wissen, die Rede ist. Den Streit ums Abendmahl und die Eucharistie brechen nicht die vom Zaum, die sich gegenseitig einladen, es sich die, die in alter inquisitorischer Weite Verbote aussprechen und drohen.

Es wird sichtbar, dass wir den Disput an anderer Stelle führen müssen – nämlich dort, wo die Freiheit bedroht ist. Wer das Denken, Sprechen und Handeln autoritär – hierarchisch bestimmen will, lebt immer noch in den gleichen Verhältnissen in denen die Gethsemane-Kirche vor der Wende politisch leben musste. Die Verantwortlichen in der katholischen Kirche gebärden sich an dieser Stelle wie der Pharao gegenüber Mose, der das Volk nicht ziehen lassen will. Sie werden nicht umhinkommen, den Exodus zu erleben und sie werden sich die Augen reiben, wenn sie der Freiheit ansichtig werden, die aus einer gelebten Gottunmittelbarkeit befreiter Subjekte entsteht. Hoffentlich ist es dann für sie nicht zu spät!

Mit herzlichen solidarischen Grüßen
Pfarrer Albert Bauernfeind,
Katholische Pfarrgemeinde "Zu den heiligen Schutzengeln", Eichenau


Lieber Herr Pfarrer Kroll,
nochmals bekunde ich meine Solidarität mit ihnen - die Strafe ist hart und ungerecht! Sie haben hoffentlich einen Stein ins Rollen gebracht, der nicht irgendwann wieder im Sande verläuft, sondern jetzt durch das Medium Internet bis vor die Kirchentüren in Rom gewälzt wird und hoffentlich wie ein Schneeball so groß wird, dass die Kirche dort mächtig erzittert!

Ich wohne in Kiebingen in der Diözese Rottenburg, wo ein ökumenisches Abendmahl von 1972-1986 in einer katholischen Kirche gefeiert wurde und damals oft in der Presse als "Kiebinger Modell" im schwäbischen Raum vertreten war und für heftige Leserbriefe sorgte, als es im November 1986 verboten wurde. Leider gab es damals noch kein für jeden zugängliches (Kostenfrage) Internet. Ich kann im Internet nichts über das Kiebinger Modell finden, aber Ihnen den Artikel gerne zu faxen. Die Kiebinger Christmette wurde von Monsignore Karl Rupp (verstorben) eingeführt und von ehem. Pfr. Bareis und Priestern aus Amerika und Irland erfolgreich weitergeführt. In dieser Zeit kam ich nach Kiebingen und war begeistert von den vielen jungen Christen, die hier noch in der Kirche zu finden waren.

Es wurde in den Artikeln und Leserbriefen immer begrüßt, dass die früheren harten Grenzen zwischen Katholiken und Protestanten nun endlich durch das gemeinsame Abendmahl überwunden waren (Kiebingen liegt 10 km vom protestantischen Tübingen, und 2 km von der Bischofstadt entfernt), und dass wenigstens an Weihnachten in den Mischehen der Friede Christi richtig wirken konnte, da man gemeinsam zur Kirche gehen konnte. Aber wie gesagt: unterbunden und vorbei. In der Hoffnung, daß die "oberen 10.000" irgendwann ein Einsehen haben, dass ein Kopf ohne Leib nichts taugt, drücke ich Ihnen die Daumen!

Gott zu Gruß! Herbert K, ein denkender Katholik


Sehr geehrter Herr Pfarrer Kroll,
nachstehend zu Ihrer Information eine e-mail, die ich heute an das Bistum Eichstätt geschickt habe:

Sehr geehrter Herr Bischof!
Ich bin entsetzt über das Berufsverbot für Pfarrer Bernhard Kroll, das Sie Herr Bischof verhängt haben. Ich sehe darin eine höchst unchristliche Maßnahme und fordere Sie auf, diese "Beurlaubung" unverzüglich zu widerrufen.
Birgit Flormann


Lieber Herr Pfarrer Kroll,
bleiben Sie stark - ich hoffe, sie haben etwas in Bewegung gebracht, wo am Ende die Oberen auch mal nach der Basis schauen. Ich bin 47 Jahre, denkender und teils auch engagierter Katholik, bin vor über 20 Jahre in eine Gemeinde gezogen, wo das ökumenische Abendmahl 2x jährlich praktiziert wurde, dann aber der Pfarrer durch einen Greis ersetzt wurde, weil wir direkt neben der Bischofsstadt Rottenburg liegen. Bis dahin war die Kirche noch im Dorf, die Jugend noch in der Kirche.
Gott zum Gruß, Herbert K.


Sehr geehrter Herr Kroll!
Dass die Spaltung derer, die sich zu Jesus Christus bekennen, noch immer anhält, ist ein Skandal, der nicht durch verbale Beschwörungen sondern nur durch das Tun der Einheit verändert werden kann. Dem Auftrag Jesu "dass alle eins seien" ist nichts hinzuzufügen - er ist zu erfüllen.
Herzlichen Dank also, Erika K., Stutensee


Lieber Herr Kroll,
meinen Sie wirklich diese Römer noch verändern zu können? Ich verstehe immer wieder nicht, warum kritische Katholiken nicht zu den Alt-Katholiken gehen, wo doch all deren Forderungen erfüllt sind ... auch die der Einladung an alle zur Kommunion ...

Geben Sie nicht auf, bzw. zeigen Sie unbeugsam dass Christi Wille (der alle einlädt) höher steht als der Wille einer Kirche (ist das eigentlich noch eine Kirche Christi, die in so vielen Punkten gegen Christi Lehre ihr Dogma erhebt?)

Herzlich, Esclarmonde de Per

(P.S.: Ich bin NICHT in der alt-katholischen Kirche, auch wenn ich jetzt hierfür werbe [weil ich nicht katholisch bin; wäre ich das, wär ich dort...])


Es geht ja nur um Macht. Das ist das Einzige, das wichtig ist in der katholischen Kirche. So weit sind wir entfernt von Jesus Christus. Das ist das einzige was hier zu erzählen einfällt.
Wim en Annie van der Velden-Sieben (Niederlande)


Lieber Bruder Kroll,
als evangelische Pfarrer (und Religionslehrer) praktizieren wir seit Jahren wechselseitige eucharistische Gastfreundschaft mit unseren katholischen Partnergemeinden. Viele Ihrer Kollegen nehmen daran in echter christlicher Freiheit teil. Danke, dass Sie diesen mutigen Schritt an die Öffentlichkeit getan haben. Wir denken an Sie in der Fürbitte.

Gottes Segen, Ina Elstner und Torsten Sternberg


Folgende Mail habe ich an Bischof Mixa geschickt und an Freunde und Freundinnen weitergeleitet. Die Solidarität kann nicht groß genug sein. Danke für Euer Engagement.
Mit solidarischen Grüßen,
Pfarrer Hubertus Janssen, Limburg-Eschhofen

Sehr geehrter Herr Bischof Mixa,
lieber Mitbruder im Priesteramt,
auch wenn unseren Mitbruder Pfarrer Kroll, wie die Diözesanpressestelle berichtet hat, NICHT suspendiert wurde aber er vorläufig sein Amt nicht mehr ausüben darf, fühle ich mich dennoch tief betroffen und sehr traurig. Diese 'Maßnahme' mag durch das Kirchenrecht abgedeckt sein. Meine feste Überzeugung ist es aber, dass sie mit der frohmachende Botschaft Christi nicht im Einklang steht. Ich möchte Sie als Mitbruder im Amt eindringlich und herzlich darum bitten, diese 'Maßnahme' umgehend zurückzunehmen. Stellen Sie die Großherzigkeit Christi über irgendwelche 'Regeln' aus dem Kirchenrecht.
Mit geschwisterlichem Gruß, Pfarrer Hubertus Janssen


Hi Pfarrer Kroll,
ich bin ein gläubiger und Jesus liebender Mensch und deswegen unterstütze ich sie in ihrem Kampf! Ich weiß, was das bedeutet, wenn ich in seinem Namen von der katholischen Kirche selber drangsaliert werde. Ich möchte ihnen sagen, dass Jesus auf Ihrer Seite steht. Wen sollten sie fürchten?
ich wünsche ihnen viel Segen, Liebe und alles gute, Andreas B.


Als Teilnehmer beim Abendmahlsgottesdienst in der Gethsemanekirche hörte ich die engagierte Predigt von Pfr. Kroll. Dass er bei dieser Gelegenheit auch konsequenterweise das Abendmahl nach evangelischem Ritus empfing, entging mir zwar wegen des Andrangs der Kommunizierenden, aber erfreut mich nachträglich. Ich bedauere sehr, daß er wegen der Abendgemeinschaft mit uns evangelischen Christen von seinen Ämtern suspendiert wurde ist. Gottes Geist soll ihn weiterhin leiten.

Karlheinz Hünten, Pfr. i.R. (ev.), Königstein / Taunus


Lieber Herr Pfarrer Kroll!
Ich finde es super und schätze es sehr, dass Sie Zivilcourage bewiesen haben und zu ihrer Überzeugung stehen. Bravo! Es sollte viel mehr Katholiken geben, die der römischen Obrigkeit zeigen, dass sie sich nicht vorschreiben lassen, mit wem sie zusammen das Abendmahl feiern. Schließlich leben wir nicht in einer Diktatur. Es ist so heuchlerisch, immer wieder von katholischer Seite zu hören, wie sehr es sie "schmerzt", dass angeblich kein gemeinsames Abendmahl möglich sei. Wem es schmerzt, kann doch selbst was daran ändern und die Einladung zur Gastfreundschaft annehmen, so wie sie es getan haben. Ich wünsche Ihnen alles Gute und hoffe, dass Sie bald wieder segensreich in Ihrer Gemeinde wirken können.

Mit freundlichen Grüßen, Christel R. (Bochum)


Lieber Pfr. Kroll!
Dank für ihren Mut, obwohl Sie wussten, was auf Sie zukommt! Es war notwendig!
Hochachtungsvoll, Herwig S., Klagenfurt


Lieber Herr Pfarrer Kroll!
Ich denke, Jesus würde genauso gehandelt haben. Für ihn waren immer die Menschen wichtiger als das Gesetz. Er heilte am Sabbat Kranke. Das Gesetz hätte das verboten. Doch die Liebe Jesu zu den Menschen war stets größer. Das ist gelebter Glaube, praktizierte Nächstenliebe. Ich glaube nicht, dass wir uns persönlich kennen. Doch durch Jesus sind wir verbunden. In dieser Verbundenheit wünsche ich Ihnen Gottes Segen. Seine Kraft und Stärke umgebe Sie auf allen Ihren Wegen, wo auch immer sie hinführen mögen.

Mit freundlichen Grüssen,
Christine U., Großhabersdorf


Lieber Herr Pfarrer,
irgendwo, irgendwann habe ich diesen Satz gelesen: "Wer schweigt, ist mitschuldig". Ich bewundere Ihre mutige Entscheidung und bekunde Ihnen meine Hochachtung und Solidarität. Als ehemaliger "Untertan" der Eichstätter Herrschaft (ich war 20 Jahre Sozialberater für Arbeitnehmer aus Jugoslawien beim Caritasverband) war ich nie besonders schweigsam. Auch deswegen trennte ich mich von dieser noblen Gesellschaft und lebe jetzt viel ruhiger und zufriedener. (...) Ihre Art gefällt mir. Schade, dass Menschen wie Sie immer irgendwie bestraft werden. Der Bischof von Eichstätt würde wahrscheinlich auch den Hl. Franziskus suspendieren. Und dem Gründer dieser Kirche im Bistum Eichstätt heute vermutlich genauso gehen wie in Jerusalem. Bischoff Ketteler hat mal gesagt, dass man jemanden, dem man die Arbeit wegnimmt, eigentlich tötet.

Lieber Herr Pfarrer, ich wünsche Ihnen viel Mut und Geduld. Ich wünsche, dass Ihr Weg erfolgreich wird und bin sicher, dass sie ihn nicht allein gehen werden. Sie haben Mut bewiesen und konsequent gehandelt. Der Bischof von Eichstätt hat Ihnen die Gelegenheit gegeben, nachzudenken. Man muss die Geschichte umkehren: nicht Sie, der Bischof von Eichstätt hat nachzudenken. Und mit ihm die deutsche Bischofskonferenz! Ein Nordirland ist zu viel ... Und die Bischöfe sind am Anfang des dritten Jahrtausends nicht dazu berufen, neue Kreuzzüge zu veranstalten.

In Freundschaft Zvone K., Piding


Sehr geehrter Herr Pfarrer Kroll,
aus Presse und Internet habe ich von Ihrer Suspendierung erfahren. Die Begründung mit dem Stichwort der "verbotenen Gottesdienstgemeinschaft" ist für mich nicht nachvollziehbar. So möchte ich Ihnen an dieser Stelle meine Solidarität bekunden. Auch ich habe am ÖKT einen der Gottesdienste in der Gethsemane-Kirche besucht und habe dort eine sehr große Offenheit für die Gemeinschaft mit Gott und untereinander erfahren. Von diesen Gottesdiensten sind wichtige Impulse für die Ökumene ausgegangen, gleichzeitig verwirklichten sie etwas, was sich viele evangelische und katholische Christen schon lange wünschten: die Gemeinschaft ohne Ansehen der Konfession. Im Eingangslied des Gottesdienstes am Donnerstag hieß es: "Ich träume eine Kirche, die atmet Jesu Geist, und lebt die ganze Hoffnung, die unser Gott verheißt". Vielleicht können sie diese hoffnungsvollen Gedanken ein wenig in Ihrer schwierigen Zeit begleiten.
Gott segne Sie! Angela H.


Lieber Bruder Kroll,
als evangelischer Christ habe ich den ersten gemeinsamen Kirchentag in Berlin aus vollen Zügen genossen. Um so schmerzlicher war es für mich, als ich erfuhr, wie man Sie behandelt. Darum werde ich Morgen nach Absprache mit unserem Pastor eine Unterschriftenliste der Katholischen Jungen Gemeinde Eichstätt vor unserer (evangelischen) Kirche bereit halten. Das hilft gewiss mir, etwas gegen meinen hilflosen Zorn zu tun.
Ihnen wünsche ich ganz viele Solidaritätsaktionen! Herbert H.


Sehr geehrter Herr Pfarrer Kroll, liebe Brüder und Schwestern,
tief bewegt von dem Erlebnis der Gemeinsamkeit in Gethsemane, in den Gedanken in den letzten Tagen bei allen, die nun Sorge und Bitterkeit erleben, möchten auch wir ihnen auf diesem Wege noch einmal versichern, dass wir von ganzem Herzen ihren Schritt bejahen, die Einladung Jesu Christi auf alle zu beziehen, auf evangelische und katholische Christen, auf alle Menschen, die es als ihre Sache ansehen, im Sinne des zugesagten Gottesreiches zu fühlen und zu handeln. Wir haben gerade am Sonnabend gespürt, dass wir alle Gottes Kinder sind und sind für diese Empfindung ebenso dankbar wie für den Mut von all denen, die dies möglich gemacht haben.

Ihnen, lieber Pfarrer Kroll, wünschen wir die Kraft, das Kommende auszuhalten und nicht irre zu werden an ihrer Entscheidung. bitte vergessen sie nicht, dass unzähligen Menschen ihre Haltung wichtig ist, Menschen, die sich jetzt für ihr Anliegen und ihre Person einsetzen und die Sie, ihren Seelsorger und ihren Freund, auch nicht entbehren wollen.

Versuchen sie bitte zu bleiben, wir wünschen ihnen Geduld und Starrsinn, Humor und Gelassenheit dazu,
Martina R. (ev.) und Katharina N. (kath.) aus Halle


Sehr geehrter Herr Kroll,
zunächst möchte ich Ihnen meinen Ärger, Entsetzen und v.a. mein Mitgefühl mit dem von Ihnen erlittenen Unrecht mitteilen. Ich gehöre zu den katholischen Christen, die schon vor Jahren selbstverständlich beim evangelischen Abendmahl teilgenommen haben. Ich gebe ehrlich zu, dass ich mir nicht sicher bin, ob Ihre demonstrative Teilnahme am Abendmahl der richtige Schritt war, ABER wo ich mir sicher bin ist, dass die Reaktion der Kirchenleitung schrecklich daneben war. Deshalb hoffe ich für Sie, dass es zu einer schnellen Rücknahme der Suspendierung kommt. Die Reaktionen Ihrer Heimatgemeinde freuen mich und ich hoffe Sie haben die Möglichkeit dies Ihrer Gemeinde mitzuteilen.

Es grüßt Sie herzlichst Clemens R., Stuttgart


Sehr geehrter Herr Pfarrer Kroll,
ich bewundere Ihren Mut aber mehr noch Ihre Überzeugung. Es ist wirklich an der Zeit, dass in der katholischen Kirche einmal ein Zeichen gesetzt worden ist. Ich selbst verfolge seit längerem die Entwicklungen und Strömungen in der Kirche, die meines Erachtens immer stärker dogmatisch geprägt sind und mit der Botschaft Christi oft nichts gemein haben. Ich kann mich noch gut an ein Gen-Treffen (ca. 1975, kath. Jugendliche aus der ganzen Welt) und den Gottesdienst im Dom mit Papst Paul VI. erinnern. Es herrschte eine richtige Aufbruchstimmung. Davon ist leider nicht mehr viel übrig geblieben.

Sind Sie meiner Unterstützung gewiss, Norbert R.


Sehr geehrter Herr Pfarrer Kroll,
mit großer Betroffenheit haben wir die Entscheidung des Bischofs Mixa zur Kenntnis genommen und würden gern etwas für Sie tun, um diese Konsequenzen zu verhindern. Wir gehören auch zu den vielen Menschen - Katholiken wie evangelische Christen - die Gemeinsamkeit des Glaubens leben möchten. Wir wünschen Ihnen Menschen, die jetzt an Ihrer Seite sind und behutsam und gut mit Ihnen umgehen und Sie in der Kraft, die Sie von Gott bekommen haben, unterstützen. Wir wünschen Ihnen von Herzen, dass die getroffene Entscheidung rückgängig gemacht wird.

Seien Sie gut beschützt.
Hubert H., Regensburg / Ilona R., Berlin


Lieber Herr Pfarrer Kroll,
Ihr mutiges, dem Auftrag Jesu entsprechendes Eintreten für die Mahlgemeinschaft unter Christen, hat zu meinem tiefsten Bedauern unangemessene kirchenrechtliche Folgen für Sie gehabt. Ich empfinde als praktizierender Katholik und Kirchengemeinderat in einer Ökumene praktizierenden Gemeinde einen tiefen Schmerz, dass nicht der liebende und barmherzige Gott, sondern das "inquisitorische" Denken aus Rom Sie ereilt hat. Ich war in der Gethsemane-Kirche und habe diesen Gottesdienst als innere Bereicherung empfunden. Für mich, der in einer konfessionsverschiedenen Familie lebt, ist seit vielen Jahren in der katholischen Messe oder dem evangelischen Abendmahlsgottesdienst immer Jesus, der mich an seinen Tisch ruft. Nur wenn ich diesen Ruf verspüre gehe ich zum Tisch des Herrn. In der Gethsemane-Kirche war dies der Fall!

Ich wünsche Ihnen Gottes Segen, bleiben Sie standhaft. Möge der Heilige Geist an Pfingsten in Eichstätt wirken.
Rudolf L., Ulm


Herzlichen Glückwunsch muss ich da nur sagen für diese Aktion. Endlich ist mal jemand da, der sich gegen diese Holzköpfe auflehnt. Wäre ja mal interessiert, wenn das etwa 20-30 % oder mehr der deutschen Priester so etwas erlauben würden. Die könnte man dann nicht alle suspendieren.

Ich werde aber jetzt auch endgültig die Konsequenzen ziehen und werde aus der Kirche austreten. Die alten Zöpfe müssen endlich ab !!! und die alten Böcke in Rom müssen raus. Sonst passiert in der Kirche überhaupt nichts. Wie gesagt: nur weiter so mit soviel als möglich teilnehmenden Priestern z.B. an einem Aktionswochenende gemeinsames Abendmahl in ökumenischen Gottesdiensten Deutschland weit.

Mit freundlichen Grüßen, Thomas Sprenger


I am grateful for your courage and integrity. My prayers are with you and with our entire community of faith which longs for fresh air to once again bring hope to us and the world around us.
Tara Seeley, USA


Dear Fr. Knoll,
the Association for the Rights of Catholics in the Church (ARCC) supports your courageous efforts to work toward unity among Christians. We support you, pray for you, and hope that you have set an example for others to follow.

Sincerely, ARCC Board of Directors:
Eugene Bianchi, Sidney Callahan, Caridad Inda, Patrick Connor, Terence Dosh, Robert Hart, Mary Louise Hartman, Jean Krejci, Sonya Quitslund, Robert Schutzius, Ingrid Shafer, Gerard Sloyan, Leonard Swidler, Dan Ward


This is great news! Let the Church break out of the prison it has made of its doctrines and celebrate the law written on the heart instead of the one codified in thousands of rules.
Sr. Patti McClellan, OMC; San Francisco, CA (USA)


Liebe Freunde,
hiermit erkläre ich mich solidarisch mit Pfarrer Bernhard Kroll.
Waltraut S., Hannover


Dear Fr. Kroll,
you are a courageous, compassionate, sensitive priest and man! I'm with you and proud of you! What is our church thinking? Thousands are leaving Catholicism and can you blame them? The hierarchy want us to be obedient children with no thoughts or decisiions made without their OK! The Lord Himself is fed up I'm sure! Keep the Faith, Change the Church!
Sincerely, Mary Gibbons, Boston (USA)


Grüß Gott, Herr Pfarrer Kroll;
wir danken für Ihren Mut und natürlich ganz besonders für Ihren bisherigen priesterlichen Dienst. Schön, dass es Menschen wie Sie gibt! Wir wünschen Ihnen für die Zukunft alles erdenklich Gute und Gottes reichsten Segen!
Erika und Peter Vollath, Coburg

An die Pressestelle der Diözese Eichstätt
Leonrodplatz 4, 85072 Eichstätt

Betr.: Suspendierung Pfarrer Bernhard Kroll von seinen priesterlichen Ämtern

Wir missbilligen aufs schärfste die von Bischof Dr.Mixa ausgesprochene Suspendierung des Pfarrers Bernhard Kroll von seinen priesterlichen Ämtern! Was hat Pfarrer Kroll denn getan?: Am Abendmahl teilgenommen! Ist das etwa ein Verbrechen? Wo lebt Dr. Mixa eigentlich? Weiß er nicht, dass an der Basis eine völlig andere Auffassung hinsichtlich gemeinsamer Abendmahlfeiern besteht und praktiziert wird??!!! Will der Bischof die ökumenischen Bemühungen zurückdrängen? Dieses hierarchische Eingreifen ist einfach fehl am Platz und schadet unserer Kirche. Wir - die Basis - sind mündige Christen! Wann begreifen das auch die Bischöfe und andere "hohe Herren"?!

Erika und Peter Vollath


Dear Father Bernhard Kroll,
Thank you for your kind act of invitation to communion of all Christians celebrating on that day of "We are Church." It was also an act of courage to do what you saw was right and just. May God continue to grant you courage facing the consequences levied by the magesterium. You will be in my continued prayers and held in high esteem.

Pace e Bene, Hilary Spaulding Namnath


As a Roman Catholic in the U.S., I am happy to hear news of courageous and truly Christian ecumenical actions. Thank you from the People of God!!!
Paula Dodd Aiello, San Ramon, California


Dear Fr. Bernhard,
we send greetings and much support to you. You have acted as a true follower of the Jesus we believe in. There is one Christian faith, and we should be concerned only in finding ways to unite not to divide the many churches. If only more priests and nuns would follow your example. May God bless, support and protect your integrity!
In solidarity, Womens Ordination South Africa - We Are Church


Dear Bernhard,
I am sorry to hear about your suspension, but I am happy to see your willingness to stand up for the gospel "That we all may be one."
Peace, Gerry Kleba


Dear Father Kroll,
We are sorry that you are treated as a dissenter by the RC Church for encouraging what our Lord voiced as his great longing - That all may be one! We are sad that this church has misunderstood so much of the Gospel, and overemphasized the authority issues. May we be freed of this scourge soon. Our prayers and support are with you.
Jack and Mary Ann Melloh


Please be advised that as we pray for unity in the Christian community I sometimes do wonder what the purpose would-be Is it to combine the energy of all those in the world to follow the message of Jesus or some ego-centric, guilt oriented , power hungry agenda of a hierarchy that wears veils and has no understanding of the people of God who are the church. I stand with Fr Kroll and I will pray for him and for the continuing timeless message of Jesus.

Thank you, B. Truncellito


It is past time for greater interaction and common-union among Christian traditions. Those who are courageous enough to acknowledge that Christians are one with each other, not meant to be separate, are the true Christian pilgrims of today. Don't be discouraged.
Rev. Deborah Lynch
Interfaith Minister of Roman Catholic heritage, Richmond, VA (USA)


Brother Bernard,
with love I respect your challenge to the church. It hurts to know that you will have to carry this cross, but I will be with you in my prayers and similar challenges.
Peace, Joe Hassan


Sehr geehrter Herr Pfarrer Kroll,
Ich habe von Ihrer (vorläufigen) Suspendierung gehört. Ihr "Vergehen" liegt genau auf der Linie, die der immerhin renommierte Dogmatiker Harald Wagner neulich in einem Vortrag als mögliches und sinnvolles Vorgehen darstellte: das, was unter Theologen ohnehin als richtig erkannt wird, in die Tat umsetzen. Nur dass Sie mit Mixa auf einen der härtesten Brocken in der Bastion konservativer Hierarchie gestoßen sind. Aber das wussten Sie vorher. Dagegen kämpfen? Ja, sicher, aber das katholische Vorgehen gegen Abweichler ist immer unbarmherzig gewesen. Zum Glück ist das Verbrennen der Abweichler nicht mehr üblich. Das Fußvolk hat ohnehin längst eine andere Praxis entwickelt. Und die klerikaler Obrigkeit wütet gegen das, was öffentlich wird, und hängt den Mantel der Verschwiegenheit über alles, was an wirklich Schlimmem passiert, so lange es einigermaßen verborgen bleibt. Ich gehöre zwar auch (noch) zu dem Laden, aber dem wilden Um-sich-schlagen der Obrigkeit kann ich nur mit innerer Verachtung begegnen. Und habe Hochachtung und Respekt vor Ihnen.

Viele Grüße und gute Wünsche,
Dr. Johannes Augel, Bielefeld


Bravo, Father Kroll!
How can we be one in Christ when we don't accept non-Catholics as Christians. I applaud your wisdom and your courage.
Christina Gutt


You, my dear father,
have again proven that Christ established the Eucharist for all christians by accknowledging that this is a ritual given to us by a jewish man to his fellow jews and to all who would believe in him and his teachings. There is nothing in scripture that says this is reserved strictly for catholics. There were none present at the time that Christ gave us this ritual to do in remembrance of Him.
God be with you in your ministry, Sr. Jane McKenzie, USA


Dear Father Kroll,
I admire your courage in taking Holy Communion during an Ecumenical gathering in Berlin. Courage because you probably knew it would cause some problems with the hierarchy for you. However, when one realizes that Christ came for everyone, Catholic or not, it's not a big deal especially when the Church would rather focus on these little incidents rather than looking at itself in the midst of the sexual abuse crisis, which is really where it is at today.
Sally Dolan, Ph.D. (USA)


Please tell Fr. Kroll that I admire him for his ecumenical spirit and for his willingness to break bread with other Christians. I am proud to call him a brother priest.
Fr. Richard Young


Father Kroll did exactly what he should have done: Celebrate God with all God's people. No matter how much the dogma may differ, we are all one in God's eyes. I wish I had been able to see Fr. Kroll's historic act.
Corinne Sabo


I don't know much about who you are but I am a pastoral minister in the Archdiocese of milwaukee. And if it is true you were suspended for accepting communion at a protestant celebration, I thank you for your sacrifice.

Peace, Ryan O'Rourke
Parish Life Coordinator
Ss. Peter and Paul Catholic Church, Milwaukee WI (USA)


Father Kroll:
Thank you for acting inclusively and for standing up for what you believe in - harmony and unity among Christians. I am sure that Jesus would have shared in the Meal also! I don't know what it is like to be suspended as a priest, but I know how it feels to be rejected by the Church. You are in my prayer.
Sincerely, Kim Bullington, Tennessee (USA)


Dear Fr. Kroll,
Your bishop seems to have forgotten the inclusiveness of Christ. He seems to think the love of God belongs to the Church - the Catholic church - and not to all people. I am so pleased that you have not forgotten. Congratulations on sharing eucharist with your protestant sisters and brothers. We are all children of the one God. Do not lose faith! You are walking in the generous and welcoming footsteps of Christ.
My love and prayers are with you.
Jennifer Glenister, Australia


Dear fr. Kroll,
I am not sure when we will all be as one, but i know that the Roman Catholic Church must be as Christ and reach out to all, and everyone.
I pray for all children of creation, Charlie Arts


This letter is to support Fr.Bernhard Kroll.
I know that it is hard to go with the Holy Spirit and against the political (even if it is CHURCH politics) leaders. "We must obey God rather than human beings."
Sincerely, The Rev. David W. Abbott


To Fr Bernhard Kroll:
Thanks for working to advance the knowledge of the oneness of us all.
Bernadette, Durham NC (USA)


I support you in your efforts at unification. Being suspended for accepting communion from a Protestant minister is not only ridiculous, it's petty.
Sharon B. Lautner, Waretown, New Jersey (USA)


I admire your courage and compassion that is a step in the real ecumenical path. The true God is pleased I'm sure.
You have my support, Mary


Au père Bernhard Kroll:
Hommage pour le geste évangélique que vous avez posé. Regret que l 'autorité se sente obligé de vous condamner. Jésus s'est fait tué pour avoir pris des positions en faveur de la liberté contre l'étroitesse religieuse à son époque.
Courage. Ne lâchez pas.
Claude Michaud, Ottawa (Canada)


Hätte ein Jesus von Nazareth sich geweigert, das Brot mit denen zu brechen, die sich ihm zugehörig zählen? Die Aktion von Bernhard Kroll ist nachahmenswert, nicht bestrafenswert. Möge der Pfingstgeist ihm und uns allen, die wir uns Christen nennen, beistehen und Hoffnung geben.
Marlies Rusin, Oakland, California (USA)


Dear Father Kroll,
this is a short note to tell you that I support your action in receiving the Eucharist at an ecumenical celebration and that I strongly protest the arbitrary actions of your bishop in suspending you from priestly ministry. I hope and pray that your community and other persons of good will shall rally around you in fraternal support and that pressure will be applied to your ordinary to lift your suspension. It took a lot of courage to do what you did. As we celebrate Pentecost this weekend be assured of my prayers for you at all Masses at which I serve.
May God bless you and be with you.
Deacon Rodolfo C. Salinas,
Holy Family Catholic Church, La Grulla, Texas (Diocese of Brownsville, USA)


Thanks be to God for the courage of Fr. Bernhard Kroll for accepting communion in a protestant celebration. Unity will come from the grassroots!
Sincerely, Sr. Jeannine Gramick


Blessings to you for participating in the recent liturgy in which all Christians were welcome at the table. Sound reminiscent of what Jesus asked us  to do. Thank you for your courage.
Mary Kirchen, member of the ecumenical Immaculate Heart Community


Congratulations to the Catholic and Lutheran Christians and Father Kroll who celebrated a liturgy together in Berlin. It is important to end the exclusivity in the Christian Churches. The various Christian Churches often signify how Christianity separates people instead of unifying them into God's family on earth.
Joanne Landers, Fremont, California (USA)


My prayers and thoughts are with you!
Mike Pulskamp (USA)


Dear Father Kroll, thank you!
With love and prayers, Alicejean from Edge, Texas (USA)


Dear Fr. Kroll,
for all of my 69 years I have been a member of the Catholic / Christian Community in the United States. I just want you to know that I support you wholeheartedly in your decision to take communion from a Protestant minister. I would have done the same thing without a moment's hesitation, and I am as sure as I can be that Jesus would have done so, too. May God continue to bless you and all of those who have the courage to stand up for what is right and good in our world.
John Ohlendorf


Dear Father Kroll,
Bless you for following the Holy Spirit, and for the inclusiveness of your ministry. Please continue your prayers for our Church and for those of us, who are many and growing each day, who are in spiritual struggle within this church.
Peace, Kelly Epstein, Spring, Texas (USA)


Sehr geehrter Herr Pfarrer Kroll,
Sie haben getan, was an jedem Wochenende und auch sonst viele andere katholische Geistliche und Laien tun, wenn sie an einem evangelischen Abendmahlgottesdienst teilnehmen: sie nehmen die Einladung zur Mitfeier des gemeinsamen Abendmahles an. Wir finden Ihre Haltung beim Ökumenischen Kirchentag richtig, sie entspricht genau der ursprünglichen Intention des Kirchentages. Die Suspendierung vom Priesteramt,die Ihr Bischof ausgesprochen hat, halten wir für eine völlig überzogene maßnahme. Sie steht im eklatanten Gegensatz zu der Empfehlung, die Kardinal Lehmann - in Erwartung eines solchen Schrittes - in der "Berliner Zeitung" gegeben hat.
Mit vielen guten Wünschen Ihre Maria und Rolf E.


You did the right thing. Please hang in there. Hope your bishop has more sense than most and says nothing offensive to you.

Love and peace, Carol Cornelius, Atlanta GA (USA)


Sehr geehrter Herr Kroll!
Als katholische Theologin möchte ich Sie meiner Solidarität versichern und Sie beglückwünschen zu Ihrem Mut, öffentlich auf diesem ökumenischen Kirchentag in Berlin als Priester das zu tun, was in vielen Gemeinden unzählige Katholiken regelmäßig praktizieren. Wenn ich z.B. Ostern in der evangelischen Gemeinde am Auferstehungsgottesdienst teilnehme, lasse ich mich gern dort zum Abendmahl einladen und nehme selbstverständlich daran teil. Für viele konfessionsverbindende Familien (früher: "Mischehen") ist dies - Gott sei Dank - inzwischen eine Selbstverständlichkeit. Viele katholische Pfarrer laden z.B. im Weihnachtsgottesdienst zum Kommunionempfang alle ein, die in den Gestalten von Brot und Wein dem auferstandenen Jesus begegnen wollen und daran glauben, dass er darin gegenwärtig ist. Ich hoffe und wünsche sehr, dass Ihr Bischof nicht zu Sanktionen gegen Sie greift; denn damit würde er der Kirche schaden. Auch in dem Punkt ist die Glaubwürdigkeit unserer Kirche gefährdet.

Mit freundlichen Grüßen
Marianne E. OStR', Herrenberg


Wenn es nur mehr - viel mehr! - solche mutige Priester geben würde! Leider sind die einen fundamentalistisch angehaucht, und die andern zu bequem, oder zu ängstlich. "Die andern werden es schon machen!"

Liebe Grüsse, Willibald Glas, Sauerlach


Le scandale n'est pas là où le dit l'Eglise Catholique. Il est dans la division autour du repas sacré. Nous sommes solidaire de Bernhard Kroll dans ses difficultés avec sa hiérarchie.

Cordialement
Elisabeth Denby Wilkes
Demain l'Eglise (France)


Bernhard Kroll Dank und Anerkennung für seinen mutigen Schritt. Kann es Trost für ihn sein, dass vermutlich erst 200 Jahre später aus Rom die Entschuldigung kommt, die Zeichen der Zeit nicht erkannt zu haben?
Bernhard E.


Lieber Bruder Bernhard Kroll,
ich habe die Freunde von Droits et libertés dans les Eglises nicht fragen können, aber ich habe keinen Zweifel, mit dieser Dankbotschaft unsere gemeinsamen Gefühle für Ihre Vereinigungsarbeit auszudrücken. Ich bedaure sehr, dass ich nicht diesen Moment der Einigkeit teilen konnte. Wir bitten um weitere Nachrichten.

Herzliche Grüsse, Hubert Tournès (Frankreich)


Lieber Bernhard,
was Du getan hast, ist bei uns üblich. Doch das Fernsehen und damit der Bischof ist weit. Bitte gib Nachricht, wie es ausgegangen ist.

Liebe Grüße, Klaus B.


Mein Wahlspruch zu Berlin war: "Lasst uns geschwisterlich vom Irdischen speisen und das EINE - das Göttliche - preisen". Ich freue mich, dass wenigstens einer von der katholischen Seite dies wahrgemacht hat! Ich danke ihm - diesen Bruder Berhard Kroll sollte niemand vergessen, wenn es nach dem Tod des jetzigen oder nächsten Papstes heißt: Wir wussten doch, dass sich da was ändern muss.

Gruß und Dank, Anton Stephan R., Recklinghausen


Graag wil ik mijn solidariteit uitdrukken met Bernard Kroll en hem veel sterkte en wijsheid toewensen in de komende tijd, zeker tijdens het gesprek waarvoor hij is uitgenodigd.

Met vriendelijke groeten,
Adrie de Jong-Otte
vice voorzitter Acht Mei Beweging (Nederland)


Sehr geehrter Herr Pfarrer Kroll,
wir fühlen uns mit Ihnen voll solidarisch!
Hildegard und Johannes G.


Lieber Herr Kroll,
ich möchte ihnen Danke sagen für Ihren Mut, dem Evangelium gemäß zu handeln und wünsche Ihnen Kraft und Gelassenheit das zu ertragen was im Moment auf sie zukommt. Als kleines Solidaritätszeichen schicke ich Ihnen meine Predigt, die ich am Abschlußtag des Kirchentages in unserer Gemeinde gehalten habe.

(...) Einigung verlangt die Anerkennung der Andersheit der anderen. Wer also im Namen Gottes aufgehoben und bewahrt ist, weil er sich von Gott geliebt und angenommen weiß, der ist eins mit Gott, egal ob er Protestant oder Katholik ist und für den ist es nur folgerichtig, dass er das, zusammen mit allen die in Gott eins sind feiert, was ihm Kraft zum Leben gibt, das gemeinsame Abendmahl. Die Uneinigkeit der Kirchen zerstört dieses Gebet Jesu um die Einheit seiner Freunde und Freundinnen und macht dadurch das Christentum in seiner Bezogenheit auf das Evangelium unglaubwürdig. Die Freude des Evangeliums, das sich letztlich doch immer wieder durchsetzen wird, strahlt dort auf, wo in Gott geeinte Menschen spüren und entdecken, dass sie als Töchter und Söhne Gottes befähigt und ermächtigt sind, der Einheit zu trauen, sie zu leben und weiter zu geben. Dies ist ein hoffnungsvoller Keim, der sich gegen alle Verbote auf dem ersten ökumenischen Kirchentag in Berlin ans Tageslicht entwickelt hat und weiter in die Zukunft wachsen wird.

Herzliche Grüße, Ulrich von Wurmb-Seibel, Diakon


Ich unterstütze Bernhard Kroll. Was er getan hat, ist aller Achtung wert. Nicht aufgeben!
Viele Grüße, Peter L.


We are Church Portugal would like to express solidarity with you and thank you for giving witness of the Gospel.
Ana Vicente


Lieber Pfarrer Kroll,
für Ihr mutiges Verhalten bezüglich der Abendmahlsfeier bewundere ich Sie und ich danke Ihnen. Für Menschen, die zu dem stehen, was sie glauben und sagen, empfinde ich großen Respekt. Sie haben sich daran erinnert, was Jesus wohl beabsichtigt haben könnte, und dies durch ihr Beispiel Tausenden anderen Gläubigen deutlich gemacht. Nur durch solche Menschen wie Sie, die bewusst Zeichen setzen, nur so kann Kirche noch überleben und auch für den einzelnen tatsächlich Hilfe sein Gott näher zu kommen. Und das ist schließlich ihr einziger Zweck.

Sehr dankbare Grüße
Angela K.


Sehr geehrter Herr Kroll,
vielen Dank für Ihren mutigen Schritt. Leider versagt die Solidarität der Priester untereinander. Sagen Sie bitte Ihrem Bischof, dass er sein Tun nicht nur vor den Herren Meisner und Müller sondern auch vor Gott verantworten müsse.

Gruss und Dank
Winfried Pr., Stommeln


Sehr geehrter Herr Pfarrer Kroll,
Sie sind weder der erste noch der einzige Katholik, der in einem evangelischen Gottesdienst das Abendmahl empfangen hat. Weder biblische noch ernsthafte theologische Gründe stehen einer solchen Praxis im Kontext eines Ökumenischen Kirchentages und im Kontext eines seit langem erreichten vollen Konsenses im Abendmahlsverständnisses im Wege, rein kirchenrechtliche dagegen sehr wohl. Es ist jedoch schlechterdings unvorstellbar, dass Jesus Christus seine Gegenwart und die auch im evangelischen Abendmahl geschenkte Gemeinschaft mit ihm den an diesem Mahl teilnehmenden Katholiken bloß deshalb nicht gewähren sollte, weil diese sich nicht an die rechtlichen Vorschriften der römisch-katholischen Kirche halten würden.

Die Gemeinschaft im Abendmahl entspricht der Intention des Gottesdienstes, die Verweigerung dieser Gemeinschaft widerspricht dieser Intention. Der Skandal ist nicht die Gottesdienstgemeinschaft, sondern dessen anhaltende Verweigerung, welche dem Handeln Jesu Christi selbst Grenzen setzen will. In der durch das geltende Recht in ökumenischen Zusammenhängen gegebenen geistlichen Notlage verbleibt gegenwärtig nur eine gut begründete und sehr wohl gut begründbare Gewissensentscheidung, von der schon die Würzburger Synode gesprochen hat. Im übrigen kann man auf die Regelungen für konfessionsverbindende Ehen und Familien im Bistum Straßburg verwiesen.

Mit diesen wenigen Bemerkungen möchte ich nur meine Solidarität mit Ihnen kundtun und hoffen, daß auch im Bistum Eichstätt der Satz gilt: "cura animarum suprema lex". Diese cura animarum müßte alle Christen im Blick haben. Es wäre eine Schande, wenn diejenigen, welche die Gemeinschaft am Tisch des Herrn und damit den Frieden zwischen den Kirchen verhindern, für wichtiger genommen werden als diejenigen, die diese Gemeinschaft wollen und dem Frieden der Kirchen dienen, der diesen in Jesus Christus bereits geschenkt ist.

Mit den besten Wünschen
Prof. Dr. Johannes Brosseder, Königswinter


Ja, auch wir aus der Schweiz fühlen uns solidarisch mit Bernhard Kroll. Wir schätzen es sehr, dass es solch mutige Christen gibt, die zuerst ihrem eigenen Gewissen folgen und erst dann den obrigkeitlichen Weisungen. Jesus hätte es wohl auch einfacher haben können, wenn er der damaligen Obrigkeit blind gefolgt wäre. Er hat uns ein anderes Beispiel gegeben. Solche Taten geben uns Kraft gegen alle Hoffnung weiter zu hoffen, dass das Reich Gottes anbreche, wenn auch nur immer wieder in kleinen ermutigenden Zeichen.

In christlicher Verbundenheit
Monika und Karl Th., Birmensdorf bei Zürich


Hallo Bernhard Kroll,
seit Jahren gehe ich mit meinen Kindern zu jeder Eucharistiefeier, ob kath., evang. oder irgend eine andere christliche Kirche. Ein einziges Mal bekam ich dafür Schwierigkeiten mit einem von der evang. ref. Kirche konvertierten Priester, aber das ist Jahrzehnte her. Ich hoffe, dass es Ihnen beim Gespräch gestern gut erging und Sie Zeugnis für die Einheit ablegen konnten, statt Sanktionen erdulden zu müssen.

pax et bonum
Stefan H.


Sehr geehrter Herr Kroll,
hiermit bekunde ich Ihnen meine volle Solidarität mit Ihrer Handlung beim ÖKT. Mir ist unbegreiflich, dass Ihnen nun Strafmaßnahmen drohen sollen, wenn Sie sich auf diese Weise für die Einheit der Christen, um die so große Worte gemacht werden, eingesetzt haben. Kürzlich ging eine Meldung durch die Zeitung, dass ein kath. Priester (ich glaube in Niederbayern) wegen 47-maligem Missbrauch von Jugendlichen angeklagt und zu 3 1/2 Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Da war von Suspendierung keine Rede, nur davon, dass er nicht mehr mit Jugendlichen zusammengebracht werden soll! Nennen Sie doch Ihrem Bischof diesen Fall zur Stellungnahme. Nebenbei: Ich bin Oberstudienrätin u. a. für Kath. Religion und kann nicht einmal Oberstufenschülern vermitteln, warum eine Abendmahlsgemeinschaft nicht möglich sein soll.

Mit freundlichen Grüßen in der Hoffnung auf einen guten Ausgang des Treffens mit dem Bischof,
Dorothee D., Elchingen (Diözese Augsburg)


Sehr geehrter Herr Kroll,
herzlichen Dank für Ihren Mut, der Einladung zum Abendmahl zu folgen und damit ein besonders deutliches Zeichen zu setzen, ein Zeichen, so wie es viele an diesen beiden Abenden gesetzt haben. Wir, meine Ehefrau und ich, waren am Donnerstag in der Gethsemane-Kirche und wären gerne auch in diesem Gottesdienst gewesen, aber unser Gospelchor hatte am Samstag Abend einen Auftritt.

Ich wünsche Ihnen ein offenes Gespräch, in dem Argumente ausgetauscht werden, es gibt eine Sicht von beiden Seiten. Aber ich habe da Bedenken, allein die Form der Einladung (ein Fax) lässt schon Schlüsse auf den Verlauf des Gespräches zu. Und ich wünsche Ihnen den Mut, den Paulus gehabt hat, als er Petrus ins Angesicht hinein widerstanden hat, bei der Diskussion um die Behandlung der Nichtjuden in der jungen Christengemeinde.

Friedrich S., Saarbrücken


Sehr verehrter Herr Kroll!
Sie werden es beim Kirchentag ganz besonders gespürt haben, wieviele Menschen - Katholiken wie evangelische Christen - die Gemeinsamkeit des Glaubens leben möchten. Wenn Sie nun in harte Auseinandersetzungen hineingezogen werden, sollen Sie wissen, dass auch Menschen, die Sie nicht kennen, Ihr Anliegen als ihr eigenes betrachten und Sie im Gebet begleiten. Gott befohlen!
Ihr Dr. jur. Horst Eller, Espelkamp
Vorsitzender des Vorstandes der Männerarbeit der EKvW


Lieber Herr Pfarrer Kroll,
seit über 25 Jahren nehmen wir als konfessionsverbindendes Paar die Einladung zum Herrenmahl in beiden Kirchen an, in denen wir auch ehrenamtlich aktiv sind. Es ist ein tragender Grund für unsere Ehe. Wir danken Ihnen für Ihre Solidarität mit uns, die Sie durch den Empfang des Abendmahls in der Gethsemane-Kirche gezeigt haben. Die beiden echten ökumenischen Gottesdienste dort waren für uns der Höhepunkt des ÖKT. In unseren Kirchengemeinden erfahren wir nur Zustimmung zu Ihrem mutigen Verhalten. Möge Gottes Geist Sie weiter auf diesem Weg der Nachfolge Jesu begleiten!

In herzlicher Verbundenheit
Brigitte und Gunter D., Memmelsdorf / Bamberg


Lieber Herr Pfarrer Kroll,
das was jetzt mit ihnen passiert, müßte die halbe welt in krieg sein. wie oft ist mein mann (evang.) in der kath. kirche zum abendmahl gegangen und ich (kath.) in der evang. kirche, um die verbundenheit nicht nur vor dem traualtar zu bekunden, sondern auch später beim abendmahl. sie haben sich als pfarrer andere gesetze oder richtlinien zu befolgen aber um liebe und glaube und gemeinsamkeit sollte mehr in vorder grund stehen als gesetze oder richtlinien. ich hoffe das sie bald in ihre gemeinde zu rückkommen können , bei so ein pfarrer der so viel liebe zu den menschen, der keine unterschiede macht, braucht jetzt viel zuspruch.

M. Baldauf


Lieber Herr Kroll, liebe IKvu,
anbei übersende ich Ihnen eine Kopie meines Schreibens an Bischof Mixa vom heutigen Tage.
Mit allen guten Wünschen für Sie persönlich, Ihr Joachim S., Kiel

Sehr geehrter Herr Bischof,
liebe andere Verantwortliche in der Bistumsleitung!

Tief betroffen über die wieder einmal unangemessene und unsensible Behandlung des tiefen Wunsches nach ökumenischer Mahlsgemeinschaft aller Mitglieder der Kirche Jesu Christi, der sich jetzt in der zeitweisen Suspendierung von Pfarrer Kroll ausdrückt, protestiere ich gegen diese Maßnahme und bitte Sie inständig, diesen Schritt zurückzunehmen. In voller Kenntnis der Argumente des Papstes und der Haltung der Deutschen Bischofskonferenz, aber auch in voller Kenntnis der kirchenrechtlichen Ausnahmemöglichkeiten und der Möglichkeit einer anderen, verständnisvolleren dienstrechtlichen Sanktion wäre es wohl an der Zeit, lieber Herr Bischof Mixa, dass nicht Pfarrer Kroll, sondern Ihnen, "Gelegenheit zur Neubesinnung und zum Überdenken" Ihres "priesterlichen Selbstverständnisses gegeben" würde, wie Sie in Ihrer Presseerklärung vom 4.6. so treffend formulieren haben lassen. Wie viele engagierte Pfarrer mit ehrlicher Sehnsucht nach einer geschwisterlichen Kirche und weiteren echten Ökumene-Schritten wollen Sie noch verlieren oder in die innere Kündigung treiben, wie viele ihrer hauptamtlichen Mitarbeiter in der Seelsorge, ihrer ehrenamtlichen Katecheten und Pfarrgemeinderatsmitglieder, ihrer Gottesdienstbesucher sollen vor Unverständnis den Kopf schütteln und sich fragen, ob Sie in einer Kirche, die auf echte christliche Grundfragen das Kirchenrecht zückt, noch bleiben wollen? Ich fordere Sie zu einem Schritt der Versöhnung auf: Wenn Sie meinen, Sie müssten - aus welchen Gründen (konservative Strömungen? Rom?) auch immer - eine Sanktion verhängen, ermahnen sie Pfarrer Kroll dienstrechtlich. Ich erinnere aber daran, dass ehrliches Verständnis, Vergebung und Verzeihung, vielleicht sogar Stolzsein auf einen solchen engagierten und mutigen Priester (siehe auch die Stellungnahme der KJG Ihres Bistums) angebrachter wären und mir - mit Respekt - auch etwas näher an der Botschaft Jesu erscheinen würden.

Mit freundlichen Grüßen und voller Hoffnung auf eine Veränderung bei Ihnen
Joachim S., Kiel


Auch wir waren bei den Gottesdiensten in der Gethsemanekirche am Prenzlauer Berg. Wir praktizieren in unserer Gemeinde seit Jahren die gegenseitige Einladung zur Eucharistie und zum Abendmahl. Es ist für mich eine Selbstverständlichkeit, als Katholikin zum Abendmahl zu gehen, wenn ich am evangelischen Gottesdienst teilnehme. Und das machen viele viele Menschen. Also, es wird schon lange getan, was jetzt verboten wird. Sie hatten den Mut, Herr Pfarrer Kroll, das öffentlich zu tun. Dass Sie dafür bestraft werden, ist nicht zu aktzeptieren. Wir protestieren gegen diese Maßnahme der Kirchenleitung. Sie haben unsere volle Solidarität.
Anni und Walter F., Kehl


Einigkeit ist einem Glaubenskrieg wohl vorzuziehen! Der von Ihnen eingeschlagene Weg ist richtig, die Zeit der Religionskriege muss doch irgendwann enden!
Eva B., Salzburg


Sehr geehrter Herr Pfarrer Kroll,
vielen Dank für Ihr großartiges Zeichen der ökumenischen Verbundenheit.

Wir mussten jahrelang unter einem Pfarrer leiden, der mit seinem Starrsinn und seinem Egoismus unser Gemeindeleben völlig durcheinander brachte. Mutige und aufgeschlossene Pfarrer wie Sie werden jedoch ihres Amtes enthoben. Es ist ein Skandal! Möge der Heilige Geist, der Beistand, allen Beteiligten beistehen und ihre Herzen erleuchten. Beten wir gemeinsam um das Kommen des pfingstlichen Geistes!

In tiefer Gebetsverbundenheit grüßt Sie Armin M.


Keep up the good work for ecumenical church! We are praying for unity of all Christians, in fact of all religions to worship God who is at one with all our beliefs.

Blessings and prayers,
Wendy Marsh and the Catholic Scripture Study Group in Amarillo, TEXAS (USA)


Lieber Herr Pfarrer Kroll,
meine Frau und ich sind schon seit 45 Jahren ein konfessionsverbindendes Ehepaar, das an den beiden Gottesdiensten in der Gethsemane – Kirche mit großer Dankbarkeit teilgenommen hat. Wir werden die bewegenden Stunden , die wir auch Ihnen zu verdanken haben, nie vergessen. Wir haben Ihren Mut bewundert, konsequent das zu tun, was oekumenisch engagierte Christen schon lange erwarten.

Umso mehr erfüllt es uns mit Zorn, dass Sie Ihr Bischof in engstirniger Auslegung längst obsolet gewordener Paragrafen des CIC inzwischen vom Amt suspendiert hat. Wie können wir Ihnen helfen?

In Dankbarkeit und mit herzlichen Grüßen
Ihre Ursula und Gernot Gutmann


Lieber Pfarrer Kroll,
vielen Dank für diesen unvergesslichen Gottesdienst in der Gethsemanekirche. Ich bedauere es sehr, wie Bischof Mixa entschieden hat, das habe ich dem Bischof auch geschrieben. Ich hoffe, das diese schlechte Entscheidung noch abgeändert wird. Als evangelisches Kind eines katholischen Vaters kenne ich sehr wohl die Auswirkungen solcher Sanktionen. (Mein Vater war zweimal exkommuniziert).

Ich möchte Ihnen für Ihren Mut danken und wünsche Ihnen Kraft auf dem Weg, der vor Ihnen liegt. Mein Konfirmationsspruch lautet: Ich der Herr, dein Gott bin es, der dich führt auf den Weg, den du gehen sollst. Ich denke, das dieser Spruch sehr gut zu Ihnen passt, denn ich bin überzeugt das Gott selber Sie auf Ihrem Weg geführt hat und Sie auch weiterführen wird ganz in seinem Sinne. Gerne biete ich Ihnen jede Unterstützung an, die Sie benötigen.

Mit freundlichen Grüßen
Heidi Lesiow
(Mitglied der Synode der evangelischen Landeskirche Württemberg)


Ich bedaure die Suspendierung von Pfarrer Kroll und möchte ihm auf diesem Weg meine Hochachtung und Anerkennung aussprechen. Da setzt mal jemand den Gedanken der Ökumene in die Tat um - und schließlich handelt es sich nicht um eine gemeinschaftliche Aktion mit einem esoterischen Guru oder einem indianischen Schamanen oder einem muslimischen Imam, sondern um einen gemeinsamen Gottesdienst und das gemeinsam gefeierte Abendmahl unter Christen (!!!), die sich ja gemeinsam zu Jesus Christus bekennen und deren Lehre auf der gleichen Bibel beruht und die somit auch das Abendmahl bibelgemäß feiern und begreifen. Sicherlich gibt es da unterschiedliche Lehrmeinungen und Auffassungen, aber es geht hier nicht um historische oder theologische Dispute, sondern um ein gemeinsames Abendmahl im Sinn der Bibel. "Christen an der Basis" leben Ökumene schon längst. Warum tun sich die "Herren" in der Kirchenleitung so schwer damit? Geht es da um Macht und Politik oder um den lebendigen Glauben an Jesus Christus, der uns verbindet - gerade durch das gemeinsame Abendmahl? Ich bedaure, dass die katholische Kirche so hart reagiert - damit beweist sie einmal mehr, dass sie vom Leben der Christen, die tagtäglich ihren Glauben im Alltag umsetzen, weit entfernt ist.

Lieber Pfarrer Kroll, ich hoffe, dass Sie auch weiterhin mutig zu ihren Überzeugungen stehen können und dass Sie erleben, wie Gott Sie durch all dieses Geschehnisse hindurch begleitet und stärkt.

Gott segne Sie, Christa H., Großhabersdorf


Pfarrer Kroll, Sie dürfen gegenüber Rom nicht klein beigeben und revozieren. Sie müssen die römisch-katholische Reaktion nach Ablauf der vorläufigen Suspendierung ertragen. Sonst wäre alles umsonst, was Sie so mutig angefangen haben.
Günter Timpe, Bochum


Sehr geehrter Herr Pfr. Kroll,
Ihnen gilt meine Hochachtung für Ihren Mut am ÖKT in Berlin. Leider bekommen Sie nun Ärger mit Ihrem Bischof, was ich sehr bedauere. Ich wünsche Ihnen nicht nur die Kraft, weiterhin Ihre Meinung zum gemeinsamen Abendmahl vertreten zu können, sondern auch, dass Sie eine für Sie sinnvolle Alternative finden, wenn es mit Ihrem Bischof nicht zur Einigung kommen sollte.
Hochachtungsvoll,
Dr. Dieter Appel, Landstuhl


Lieber Herr Pfarrer Kroll,
Sie werden sicherlich viele Tausend Mails erhalten in diesen Tagen. Deshalb nur kurz als Reaktion auf die unverständlichen Massnahmen der katholischen Kirche gegenüber Ihrem Amt und Auftrag eine Email der Solidarität.

Ich bin selber Pfarrer der evangelisch-lutherischen Kirche Hannovers und habe 10 Jahre in der Mission in Zentralafrika gelebt und dort ökumenisch gearbeitet. Seit Jahren praktiziere ich den "pastoralen" Ungehorsam und nehme am katholischen Abendmahl teil, da ich fest davon überzeugt bin, dass die Unterschiede im Kirchenverständnis zwar vorhanden sind, dass aber der Gehorsam gegenüber der Aufforderung Jesu, die Eucharistie/Abendmahl zu seinem Gedächtnis und in seiner Gegenwart zu feiern, nicht unter-, sondern übergeordnet werden muss. Auf dass alle eins seien - ut unum sint!

Seien Sie meiner Unterstützung, auch im Gebet am kommenden Pfingstsonntag in meiner Kirchengemeinde Lemförde, vergewissert. Gott stärke jedes Engagement des gemeinsamen Zeugnisses in dieser Welt.

Mit freundlichen kollegialen Grüßen
Pax et bonum
Pastor Stefan Melcher, Lemförde


Lieber Pfarrer Bernhard Kroll,
auch ich danke Ihnen für Ihren mutigen Schritt am Rande des Ökumenischen Kirchentages, der ohne gemeinsames Mahl aus meiner Sicht den Namen gar nicht verdient hat. Gott sei Dank ist den nachwachsenden Generationen ein hartherziges Ausschließen anderer ChristInnen vom gemeinsamen Mahl NICHT MEHR VERMITTELBAR, und auch ich kann aus der Bibel nur herauslesen, dass wir gemeinsam zum Mahl geladen sind. Denjenigen, die in der Hierarchie der katholischen Kirche einen unbarmherzigen, lieblosen, nur von Rechtsdenken geprägten Weg eingeschlagen haben, kann ich nur von Herzen Einsicht wünschen.

Ihnen wünsche ich Kraft, Trost, Mut und Gottes Segen,
Gunhild V.


Sehr geehrter Herr Bischof Mixa,
ich möchte Ihnen hiermit mein spontanes Mißfallen zur Suspendierung von Herrn Pfarrer Kroll zum Ausdruck bringen. Sowohl ich Verständnis für Kirchen-rechtliche Bedenken habe, finde ich die Teilnahme von Pfarrer Kroll am evangelischen Abendmahl doch sehr sinnvoll, im Trachten nach einer Überwindung der Kirchenspaltung. Ich bin katholischer Christ und habe bei vielen Auslandsaufenthalten selbstverständlich Ökumene praktiziert und an evangelisch/ lutherischen Abendmahlsfeiern aktiv teilgenommen. Ich kenne Herrn Pfarrer Kroll nicht und komme auch nicht aus dem Bistum Eichstätt.

Ich bitte Sie hiermit, die Suspendierung von Pfarrer Kroll zurückzunehmen. Ich glaube es ist auch für die Katholische Amtskirche an der Zeit, dem Wunsch aller Christen nach einer Vereinigung der christlichen Kirchen Rechnung zu tragen. Dem entsprechen Sie durch die Suspendierung von Herrn Pfarrer Kroll nicht.

Mit freundlichen Grüßen
Walter S.


Ich plädiere für eine Solidaritäts- und Unterschriftenaktion unter kath. Priestern, nach dem Motto: "Auch ich habe das Abendmahl in einem evangelischen Gottesdienst empfangen." Ob die Bischöfe wirklich 50 oder 70% der Priester (nach meiner Einschätzung) suspendieren würden?

Hildegard Hornung


Respekt vor dem Mut und dem Engagement dieses Priesters! Mögen Sie weiterhin Kraft für Ihre Arbeit an diesem schwierigen Thema haben! Haben wir nicht als Kinder gelernt, dass Gott alle Menschen lieb hat? Was maßt sich der Papst an, Menschen von der Gemeinschaft vor Christus auszuschließen? Gott vergelt's!

Astrid Steinmüller


Ich habe nicht am gemeinsamen Abendmahl teilgenommen, obwohl ich es vorhatte. Mein Zeitplan und andere Gegebenheiten haben es nicht ermöglicht. Mir persönlich tut es sehr weh, dass ein mutiger Mensch wie Pfarrer Kroll nun so behandelt wird. Ich werde mich weiter kundig machen, wie er evtl. unterstützt werden kann. Was ich mich immer wieder frage: Ob Jesus zum Abendmahl bzw. zur Eucharistiefeier zugelassen würde? Er war immerhin Jude!

Hartmut S.


Ich finde es eine Schande, dass sich die katholische Kirche so etwas wie Kirchenstrafen überhaupt erlaubt. Die Ökumene sollte von allen Christen nach ihren eigenen Bedürfnissen und nach ihrem individuellen Glauben gefeiert werden dürfen. Ich kann leider nicht für Pfarrer Kroll spenden, aber mein "herzliches Beileid" aussprechen und ich wünsche ihm und seinem Umfeld viel Kraft, um die kommende Zeit durchzustehen.

Helga K.


Mit katholischen und evangelischen Wurzeln - meine Vorfahren väterlicherseits waren katholisch - war es für mich die bewegendste Veranstaltung, als wir Christen das gemeinsame Abendmahl gefeiert haben. Ich bin gerne evangelischer Pfarrer, arbeite aber genauso gerne mit meinen katholischen Mitchristen zusammen. Das Abendmahl hat mir diese Gemeinschaft gestärkt. Es geht doch zunächst um unseren Glauben an den einen Herrn Jesus Christus und an Gott, unseren gemeinsamen Vater. Und Gott will nicht, dass die Menschen, die sich auf ihn berufen, auseinanderdividieren lassen.

Ich möchte Bruder Kroll zunächst einmal danken, danken für seinen Mut und seinen Einsatz. Ich wäre wahrscheinlich zu feige gewesen. Was aber können die tun, die dieses gemeinsame Mahl als Chance für die gemeinsame Zukunft der Konfessionen sehen. Ich möchte gerne mit dazu beitragen, das da noch etwas mehr wächst. Was können wir für unseren Bruder tun, an seelischer, und an finanzieller Unterstützung?

Hans Löffler, evgl. Pfarrer


Mit Enttäuschung und Entrüstung habe ich soeben in den Nachrichten erfahren, dass Pfarrer Bernhard Kroll Jugendarbeit künftig nicht mehr ausführen darf und vorläufig vom Dienst suspendiert worden ist. Ich bin überzeugt, dass Erzbischof Mixa einen gewaltigen Irrtum begeht: Der Gott, welcher höher ist als alle Vernunft, ist ein liebender und verzeihender Gott, kein redigierender, Eminenz!

Da ich im Kreise derer stand, die zusammen mit Pfarrer Kroll das Abendmahl aus der Hand von Pfarrer Seidenschnur empfangen haben, fühle ich mich mit verantwortlich. Ich bin bereit, diese Verantwortung zu übernehmen, zum einen mit meinem Gewissen vor Gott und Gebeten für Bernhard Kroll, zum anderen, ganz pragmatisch, ggfs. auch finanziell, wenn das nötig wird. Wenn die rund 5000 Gläubigen, die an beiden Mahlfeiern in Berlin teilgenommen haben, ebenfalls dazu bereit sind, können wir zusammen, was die irdische Zukunft von Pfarrer Kroll betrifft, einiges von der offensichtlich gewollten Härte des Erzbischofs gegen ihn abwenden. Dazu rufe ich auf!!!

Vielleicht haben andere ganz konkrete Vorschläge, wie wir dem kath. Priester beistehen können. Ich grüße den Arbeitskreis Ökumene der IKvu und die KirchenVolksBewegung "Wir sind Kirche", die ev. Kirchengemeinde Prenzlauer Berg-Nord mit allen ihren Verantwortlichen sowie Herrn Prof. Dr. Dr. Gotthold Hasenhüttl. Meine besonders herzlichen Grüsse und Segenswünsche gelten Pfarrer Bernhard Kroll und seiner Gemeinde in Dietenhofen-Großhabersdorf.

Regine K., Berlin


Congratulations to the Catholic and Lutheran Church in Germany for their celebration of Church Day. And thanks to Fr. Bernhard Kroll for his brave participation.

Sincerely, Al Rauckhorst
Henderson, Nevada (USA)


U.S. Catholics are extremely supportive of the wonderful ecumenical celebration in Berlin on Saturday. Catholics Speak Out / Quixote Center and, indeed, the vast majority of US Catholics overwhelmingly support the goal of true ecumenism; a respect for each other, and celebration of our mutual beliefs, hopes, and deep desire for reconciliation.

As the Pope himself has shared communion with leaders of other denominations and individuals from other denomination, there should be no sense of wrongdoing for Fr. Kroll. The people who celebrated eucharist together were expressing their deepest longings, and God's own prayer for reunion.
I give thanks for Fr. Kroll and his witness for reconciliation of the churches.

In solidarity,
Rea Howarth, Coordinator
Catholics Speak Out / Quixote Center (USA)


Dear Fr. Berhard,
I heard of you courageous ecumenical action and would like to offer my support and appreciation.
Thank you, Peg Newman (USA)


Dear Fr. Kroll,
I hold your brave action towards Christian Ecumenism in great esteem and admiration. May your efforts succeed with the knowledge that the spiritual support and prayers of countless Christians including a Catholic like me are with you.

God bless.
Nihal Fernando (USA)


Ich gratuliere Herrn Bernhard Kroll für seinen Mut und danke ihm dafür. Die Reformen müssen von unten kommen; Entwicklungen laufen meistens über diesen Weg.

Mit freundlichem Gruß
Prof. August F., Bern (Schweiz)


Sehr geehrter Herr Kroll,
leider konnten wir den Gottesdienst am Samstag nicht mitfeiern, dafür aber am Donnerstag Abend mit dabei sein. Ihnen und Ihrem katholischen Kollegen, der am Donnerstag den Gottesdienst gefeiert hat, ein herzliches Dankeschön, mutiges Durchhaltevermögen und einen solidarischen Gruß
Eva-Maria und Hans-Dieter E., Gau-Algesheim


Über 2000 Jahre Christentum verdanken wir der grenzenlosen Menschenfreundlichkeit unseres Gottes, des Vaters, unseres Bruders, Jesus Christus und der Heiligen Geisteskraft, unserer Schwester. Aber auch mutigen Vertretern der Seelsorge-Institution Kirche. Ich bete für alle, die sich mit Zivilcourage not-wendend für unseren Glauben einsetzen.
Meine Solidarität gilt auch Pfarrer Bernhard Kroll und allen, die bereit sind für den Glauben ihre Stellung in der Amtskirche zu riskieren.
Dr. Helga B., Fürstenfeldbruck.


Ich habe leider seine Predigt nicht gehört, aber ich bewundere und unterstütze seinen Mut! Es muss doch endlich mal Bewegung in der Ökumene geben. Nur so gewinnen die christlichen Kirchen wieder junge Leute, die ja heute oft nicht mehr getauft worden sind, weil sie sich "später allein entscheiden" sollen.
Ursula S. (77 Jahre)


Lieber Herr Kroll,
ich bewundere Ihren Mut! Machen Sie weiter und bleiben Sie standhaft!
Ich wünsche Ihnen alles Gute,
Maria-Anna S., Altdorf


Lieber Bruder Bernhard Kroll,
Ihr Mut und die Tatsache, dass Sie am gemeinsamen Abendmahl während des Ökumenischen Kirchentags teilgenommen haben, haben mich gestärkt und mir unendlich wohl getan! Nachdem ich selbst gespürt habe, wie es ist, wenn eine ziemlich allein in der eigenen Kirche steht, möchte ich Ihnen dafür den Rücken stärken. Ich denke an Sie und bete für Sie - und hoffe, dass es einfach immer mehr werden, die das gemeinsame Abendmahl feiern. Wie Bonhoeffer es ausdrückte, dass es allein auf das "Beten und Tun des Gerechten" ankomme.
Mit lieben Grüßen, Dr. Brigitte Enzner-Probst, München


Lieber Bruder Bernhard Kroll,
Mit Bestürzung erfahre ich gerade dass sie wegen dem Gottesdienst am Samstag abend zu ihrem Bischof zitiert wurden. Ich habe die gemeinsamen Gottesdienste in Berlin als sehr eindrucksvolle Erlebnisse und Marksteine auf dem Weg der Ökumene erfahren. Ich möchte ihnen den Rücken stärken und sie meiner ungeteilten Solidarität versichern.

mit besten Grüssen aus Oberbayern, Uli H.


Sehr geehrter Herr Kroll,
ich finde es sehr wichtig und gut, was Sie getan haben. Bitte lassen Sie sich nicht beirren.

Viele Grüße, Sybille M.


Peace, Bernard!
Your words and actions speak volumes. Yves Congar is with you!

Blessed be your meeting with your bishop. Our prayers go with.
Terry Dosh,
Associaton for the Rights of Catholics in the Church (USA)


Dear Father Bernhard Kroll.
Thank you for calling for joint communion with others; it is the correct thing to do. It is sad that the Vatican is so "control" oriented that they cannot see the movement of the Spirit.
Blessings on your ministry. Peace.
Peter Kopkowski, San Diego CA (USA)


Dear Fr. Kroll,
know that you are supported around the world for your participation in the ecumenical conference. We want your local bishop to know that we need to walk with our fellow Christians and celebrate the good news with them. We admire your courage and pray that your meeting with the bishop has gone well. We are in solidarity with you for your ecumenical efforts.
Bob and Mary Ann Hain, Berkeley Heights NJ (USA)


Sehr geehrter Herr Kroll!
Für Ihren Mut danke ich Ihnen aus ganzem Herzen. Durch Ihren Schritt haben Sie in meinen Augen der katholischen Kirche ein Stückchen Mittelalter genommen und mein und vieler anderer Unbehagen für einen Augenblick weggewischt. Leider ist Ihr Verhalten noch nicht Normalität in unseren Kirchen und selbst, sich "fortschrittlich" gebende Geistliche wagen es in weniger öffentlichen ökumenischen Bereichen nicht, Ihnen gleich zu tun.

Wie kann ein Papst auf Dauer glaubwürdig friedensstiftend erscheinen, wenn er die fehlende Tischgemeinschaft und die Trennung beim Abendmahl in der Christengemeinschaft weiterhin so vehement unterstützt? Wir brauchen viele kleine Schritte in Ihrer Richtung besonders auch von Amtsträgern. Die Beteuerung "die fehlende Gemeinschaft am Tisch des Herrn ist ein Ärgernis" wird bei der erlebten Stagnation immer mehr zur Floskel, die vielen Amtsträgern leicht und immer unbedachter von den Lippen kommt, weil sie so bequem ist. In Wirklichkeit geht es hier nicht mehr um ein Ärgernis, mit dem ja viele und immer länger leben zu können scheinen, sondern um eine gravierende Zumutung unseren Mitchristen gegenüber.

Nochmals herzlichen Dank für Ihren kleinen aber wichtigen Schritt und Mitgefühl und Sympathie, wenn Sie harte Konsequenzen durch Kirchenleitungen erfahren sollten.

Herzliche Grüße, Ulrich M., Dortmund


Sehr geehrter Herr Kroll,
auch ich möchte mich mit ihnen solidarisch erklären. Ich bin katholisch und hätte gerne an dem ökumenischen Gottesdienst in der Gethsemane-Kirche teilgenommen, war aber leider durch Krankheit verhindert. Ich hoffe und glaube daran, dass wir Christen mit Hilfe so mutiger Menschen wie Ihnen auch die gemeinsame Eucharistiefeier erreichen werden.

Dafür und für sie bete ich!
Herzlichst, Ursula St.-S.


Lieber Herr Kroll,
wir danken Ihnen für Ihren Mut und zeigen die Solidarität, die Sie jetzt brauchen, um nicht das Gefühl zu haben, allein zu stehen. Bleiben sie stark im Vertrauen darauf, dass Sie durch Ihren Auftritt in der Gethsemane-Kirche nicht Ärgernisse schaffen wollten, wohl aber zu signalisieren, dass Jesus Christus der Einladende ist.

Mit lieben Grüßen, Konrad N., Dorsten


Sehr geehrter Herr Kroll,
ganz herzlichen Dank für Ihre Bereitschaft, im Gottesdienst am letzten Samstag-Abend in der Gethsemane-Kirche in Berlin die Predigt zu übernehmen. Wir hoffen, dass das "bischöfliche Strafgericht" nicht zu heftig ausfallen wird. Für die kommende Zeit wünschen wir Ihnen Gottes Segen und lassen Sie sich bitte nicht entmutigen.

Mit freundlichen Grüßen, Manfred D.


Bischof Mixa steht nicht im Geruche großer Fortschrittlichkeit was die Ökumene angeht. Wir, meine Frau und ich werden zum Hl. Geist beten, er möge sich die Zeit zu einem Besuch im Eichstätter Ordinariat nehmen. Bernhard Kroll verdient unser aller Respekt und Unterstützung, während sein Bischof doch bitte erklären möge ob ER oder ROM für Jesus entscheiden können, wer seine Gastfreundschaft genießen darf und wer von den beiden Instanzen sich zutraut, Jesus vorzuschreiben, an welcher Form seines Sakraments er sich beteiligen darf. Man ziehe in Eichstätt auch Matt 18,1-5 zu Rate.

Mit freundlichem Gruß und besten Wünschen, Karl R.


Sehr geehrter Herr Bernhard Kroll,
ich wünsche Ihnen für das Gespräch mit Ihrem Bischof, dass der Heilige Geist mit diesem sei. Ich bin 60 Jahre alt und habe in meinem Leben immer wieder erfahren, dass ich in Gottes Händen bin, nicht in den Händen von Kirchenjuristen. Aus der katholischen Kirche bin ich bis heute nur deshalb nicht ausgetreten, weil ich immer wieder Katholiken fand, die nicht daran glauben, dass Gott sich von der katholischen Funktionsträger-Hierarchie vorschreiben läßt, was sein Wille ist.

Lassen Sie sich nicht entmutigen, hinter Ihnen stehen viele Gläubige (auch ich), für die Gott der Mittelpunkt ist und nicht die Meinung geistlicher Würdenträger.
Ihr Peter B.


Lieber Bernhard Kroll,
auch wenn ich Sie nicht persönlich kenne, gilt Ihnen meine uneingeschränkte Sympathie dafür, dass Sie in der Berliner Gethsemane-Kirche der Einladung zum Abendmahl gefolgt sind. Ich bin sicher, Gott ist mit Ihnen - auch Jesus hätte diese Einladung nicht ausgeschlagen. Ich hoffe und bitte für eine bessere Zukunft unserer Kirche, vor allem, dass den Ängstlichen Bewahrern eines Glaubens, der ein starrer Glauben ist und nicht lebendig im Sinne Jesu, die Angst genommen wird, Angst, die Misstrauen sät und alles Leben im Keim erstickt.

Herzliche Grüße aus Eisenberg,
Christian Lauer, Webmaster www.wir-sind-kirche.de


Liebe MitstreiterInnen,
gern schicke ich einen solidarischen Gruß für Herrn Kroll an Euch und hoffe, warte, bete und bange ob der weiteren Nachrichten.

Mit freundlichen Grüßen, Evelin G., Nürnberg


Natürlich habe ich hohe Achtung vor Herrn Bernhard Kroll! Die Gottesdienste mit gemeinsamem Abendmahl standen im Brennpunkt des Kirchentages. Ich selbst habe seit über dreißig Jahren die Konfessionsgrenzen bezüglich des Abendmahles nicht mehr akzeptiert. Doch aufgrund der Praxis der Kirchen bin ich eigentlich resigniert. Ich kann nicht mehr glauben, dass die kirchliche Hierarchie (vor allem die römische) das Evangelium unseres Herrn Jesus Christus verkünden will. Um so mehr ist ein Ereignis wie dieses gemeinsame Abendmahl für mich ein hoffnungsvolles Zeichen.

Ich möchte Herrn Bernhard Kroll zu diesem Tun gratulieren und bin erfreut über seinen Mut. Vor allem aber wünsche ich ihm Gelassenheit gegenüber der kirchlichen Behörde, aber auch gegenüber den "Revoluzzern" in den "eigenen" Reihen. Dass wir gelassen und konsequent zugleich das anstreben und tun, was der Absicht Jesu entspricht!

Mit allen guten Wünschen und herzlichen Grüßen!
Bernhard W., Herzberg / Elster


Sehr geehrter Herr Pfarrer Kroll,
Ich bewundere Ihr Verhalten und ziehe ganz tief meinen Hut vor Ihnen. Meine große Bitte an Sie: Unterrichten Sie mich, wenn Sie mit irgend welchen Sanktionen belegt werden. Ich werde dann sofort meinem Bischof in Fulda mitteilen, dass ich meine Missio zurückgebe und zum evangelischen Glauben übertrete. Ich werde dies in einem offenen Brief kundtun.

Mit freundlichen Grüßen, Erich S.


Lieber Bruder in Christus,
Mein Gebet geht über den großen Teich zu Dir, als Zeichen meiner Solidarität. Deine Kühnheit ist ganz sichtbar das Werk des Hl. Geistes, das uns alle mehr oder weniger die Kraft , Energie und das Licht gibt für das Sich-Einsetzen in unserer Kirchenreform. Hut ab, Bernhard!

Ich hoffe, dass wir hier in den USA. mehr zu hören bekommen über die Stellungnahme des Klerus und der Hierarchie nach dem großen Kirchentag. Von solchen tapferen Schritten, wie Deinen, müssen unsere Priester hier unbedingt zu erfahren bekommen, denn viele laufen leider noch mit sanften Katzentatzen herum.

Euch allen Pionieren der "Wir sind Kirche"-Bewegung Deo gratias und ein ehrliches, von Herzen Vergelt's Gott.
Gaudium et spes, Evi Quinn
Call To Action, San Diego (USA)


Sehr geehrter Herr Kroll,
seien Sie versichert, dass Ihre Entscheidung für die Teilnahme am evangelischen Abendmahl von vielen, vielen als ein wahrlich christlicher Schritt in eine so wichtige Richtung gesehen wird und wir Sie jetzt ganz bestimmt nicht im Stich lassen werden.

Mit freundlichen Grüßen, Renate H.


Sehr geehrter Herr Pfarrer Kroll,
Wir danken Ihnen - ebenso wie Herrn Professor Hasenhüttl - für den Mut, sich für die gute Sache der gemeinsamen Mahlfeier eingesetzt zu haben. Und wir können sagen: "Wir sind dabei gewesen"! Wir können die strenge Haltung Roms (und Eichstätts!) nicht begreifen, zumal aus Sicht der Theologen bekanntlich dem nichts entgegen steht! Wir wünschen Ihnen ein gnädiges Urteil und vor allem die Kraft, damit umzugehen.
Gottes Segen, Heinz und Margret L.


Danke für diesen mutigen Schritt!
Ich habe auch keine Schwellenangst mehr, aber ich bin auch nicht mehr hauptamtlich in der Kirche tätig.
Margot S.


Sehr geehrter Herr Kroll!
Ich danke Ihnen für Ihren Mut, öffentlich zur eigenen Meinung zu stehen und sage Ihnen meine volle Unterstützung zu.
Mit freundlichen Grüßen
Mag. Ilse Weiß, Laa / Thaya (Österreich)


Lieber Mitbruder Bernhard Kroll!
Sehr aufmerksam habe ich als katholischer Religionslehrer in Lingen die Geschehnisse auf dem Ökumenischen Kirchentag in Berlin verfolgt. Obwohl in vielen Gemeinden "vor Ort" das ökumenische Abendmahl keine Seltenheit darstellt, war es dennoch richtig - allen Drohungen zum Trotz - dass Sie den Mut aufgebracht haben, in der Gethsemanekirche während des evangelischen Abendmahls die Predigt zu halten. Dass die Amtskirche meint daraufhin ihre "Macht" zeigen zu müssen und die "Peitsche" schwingt, ist nicht nur unchristlich und antijesuanisch, sondern auch ein Eingeständnis ihrer theologischen Argumentationslosigkeit.

Es ist meine feste Überzeugung, dass in Wahrheit alle so genannte "noch theologischen Fragen" reine Machtfragen sind. Autoritäre Systeme sind - das beweist die Geschichte - immer von Basis gestürzt worden; die gewaltlosen Aktionen unter dem Dach der Kirche ("Friedensgebete") im Rahmen der deutschen Wiedervereinigung sind ein letzter deutlicher Beweis für diese These. Irgendwann wird die Amtskirche - das ist meine Hoffnung - die "normative Kraft des Faktischen zur Kenntnis" nehmen müssen, die von mutigen Schritten der Basisgemeinde immer wieder gegangen werden müssen, um die letzte absolutistische Macht in Europa zum Einsturz zu bringen.

Ich bedauere natürlich, dass Sie persönlich jetzt die Keule der katholischen Amtskirche zu spüren bekommen; doch möchte ich Ihnen meine tiefe Solidarität aussprechen und Ihnen für Ihren mutigen Schritt mit großem Herzen danken.
Paul H., Lingen


Lieber Herr Kroll,
Danke Ihnen, persönlich und im Namen unserer nationalen Bewegung "Diálogo y Vida", für das Zeichen, das sie mit der ökumenischen Messfeier gesetzt haben. Wir waren im Geiste mit Freuden dabei.. "Alles was trennt, kommt vom Menschen, alles was einigt kommt von Gott". (Johannes XXIII). Ein Papst, der nicht Brückenbauer (pontifex), wie Jesus es war, verfehlt seine Aufgabe.
Franz Wieser, Peru


Sehr geehrter Herr Kroll,
zunächst gratuliere ich Ihnen zur Zivilcourage, dass Sie als katholischer Priester in der Gethsemane-Kirche der Gastfreundschaft der evangelischen Geschwister zum Abendmahl gefolgt sind. Wenn Sie heute von Ihrem Bischof Dr. Walter Mixa zu einem Gespräch geladen sind, hoffe ich, dass Sie - wie einst Christus vor Pilatus - stark bleiben. Ich denke an Sie und bitte Gott um Beistand für Sie und um Erleuchtung Ihres Bischofs. Gebe Gott, dass Ihr Bischof sich nicht als Diener des Papstes versteht, sondern vielmehr im Geist Christi denkt und handelt. Sie haben mit Sicherheit richtig gehandelt.

Es grüßt Sie herzlich
Eberhard R., Neustadt / W.


Dear Fr. Kroll
I am writing to send you my prayers for the Holy Spirit to assist you in your meeting with your bishop regarding the celebration of an ecumenical Eucharist. I am absolutely convinced that courageous gestures like yours are the work of the Holy Spirit in bringing about a new reformation in Christianity that will heal the divisions between denominations so that Christians can work together to transform the world in justice and peace. We must move without permission to hasten the healing of old and scandalous divisions netween denominations. The Catholic hierarchy have become deaf to the voice and prompting of the Spirit and the reform of the church can only now take place from below.

Thank you for your courage and integrity
Joanna Manning, Toronto (Canada)


Sehr geehrter Herr Kroll!
Noch einmal herzlichen Dank an Sie! Indem Sie die Einladung zur Abendmahlsfeier in aller Öffentlichkeit angenommen haben, haben Sie ein wichtiges Zeichen gesetzt! Der eigentliche Skandal ist die Trennung, und Sie haben die Einladung angenommen, so wie auch Jesus alle Einladungen angenommen hat, die von Freunden (Lazarus), von Zöllnern (Zachäus) oder auch von Pharisäern (Nikodemus). Ich wünsche Ihnen die nun nötige Gelassenheit, damit Ihnen aus den Vorwürfen, die Sie womöglich zu erwarten haben, kein persönlicher Stress entsteht.

Alles Gute und Gottes Segen,
Matthias J., Österreich


Lieber Herr Kroll,
ich freue mich darüber, dass Sie ein Zeichen ökumenischer Gesinnung und der Verbundenheit der Kirchen untereinander gesetzt haben. Auch wenn in diesem Problembereich der Teufel wie so oft im Detail stecken mag, brauchen wir mutige Schritte nach vorn, die auch einmal ein paar Wenns und Abers außer Acht lassen.

Einen Gruß in freundlicher Verbundenheit, Werner M.


Lieber Bernhard Kroll,
ich war bei dem Gottesdienst am Samstag, 31. Mai 2003 in der Gethsemane-Kirche dabei. Es war ein wirklich würdiger, schöner Gottesdienst. Danke, dass Sie diesen Gottesdienst mitgestaltet haben!

Mit hoffnungsvollen Grüßen für die Zukunft unserer Kirche
Johannes (und Hannelore) N., Bielefeld


Sehr geehrter Herr Pfarrer Kroll,
ich hoffe und wünsche für Sie und für alle ökumenisch tätigen Katholiken, dass Ihr Bischof Walter Mixa sich noch an die Aussagen der Würzburger Synode erinnert. Damals war er zwar noch nicht Bischof, aber seine Kollegen haben damals mit großer Mehrheit einem Text zugestimmt, in dem die Gewissensentscheidung des Einzelnen in der Frage der Teilnahme am evangelischen Abendmahl als eine Möglichkeit gesehen wird, die die Synode zwar im "gegenwärtigen Zeitpunkt nicht gutheißen" kann, aber auch nicht absolut verbietet.

Ich möchte hiermit meine Solidarität mit Herrn Pfarrer Kroll zum Ausdruck bringen. Ich bin über 30 Jahre als katholischer Theologe und Religionslehrer am Gymnasium tätig gewesen und bin seit dieser Zeit an der Basis und auf Diözesanebene ökumenisch engagiert. Auch ich habe nach gründlicher Gewissensabwägung schon vor Jahren die Entscheidung getroffen, bei entsprechenden Gelegenheiten die Einladung zum evangelischen Abendmahl anzunehmen.

mit herzlichen und ökumenischen Grüßen
Edgar F., Puchheim


Sehr geehrter Herr Bernhard Kroll,
ich bin Protestantin und danke Ihnen für Ihren Mut. Ich stehe nicht allein. Am Sonntag in GD wurden Sie erwähnt und in unsere offiziellen Fürbitten eingeschlossen. Gut, dass es mutige widerständige Menschen wie Sie gibt! Gott segne sie!
Luise M., Bielefeld


Lieber Herr Kroll!
Ich habe Ihre Predigt gehört und war beeindruckt von Ihrem Inhalt. Es freut mich, dass Sie Mut gezeigt haben und dem Geist Gottes gefolgt sind. Für das heutige Gespräch mit dem Bischof wünsche ich Ihnen viel Kraft und viel innere Freiheit. Seien Sie überzeugt, viele Menschen sind mit Ihnen. Auch Jesus würde mit von der Partie sein.

Robert Hochgruber
Vorsitzender der Initiativgruppe für eine lebendigere Kirche
Kirchenvolksbegehren Südtirol


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