Initiative Kirche von unten (IKvu)
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Kirche lebt von unten

+++ pressemitteilung +++

"20 Jahre Initiative Kirche von unten (IKvu)"
Kritische ChristInnen für Ökumene und mehr Demokratie

BONN, 16.10.2000. Zwanzig Jahre nach ihrer Gründung hat die Initiative Kirche von unten (IKvu) ihr Engagement für eine gerechte Kirche und eine gerechte Welt bekräftigt. Das Netzwerk von 40 Basisgemeinden, kirchen- und gesellschaftskritischen Gruppen in Deutschland zog bei der IKvu-Herbstversammlung am vergangenen Wochenende in Frankfurt am Main eine kritisch-perspektivische Bilanz der Arbeit seit 1980. "Kirche lebt von unten. Erfahrungen aus 20 Jahren" heißt das neue Buch, in dem u.a. das Engagement vieler IKvu-Mitgliedsgruppen in der Friedensbewegung und der Einsatz für eine Kirche an der Seite der Armen dokumentiert werden.

Das "andere Gesicht der Kirche" zu zeigen, gelang der IKvu vor allem bei den "Katholikentagen von unten", die verdrängten Themen und missliebigen Personen ein Podium boten, das vom offiziellen Katholikentag des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) verweigert wurde. In den Veranstaltungen der IKvu wurde Solidarität mit der lateinamerikanischen Befreiungstheologie, mit diskriminierten Gruppen in der Kirche (z.B. Homosexuelle oder verheiratete Priester) und kritischen TheologInnen (wie Küng oder Drewermann) erfahrbar. Die in den letzten Jahren vollzogene politische Öffnung und innerkirchliche Pluralisierung des ZdK ist auch durch das beharrliche Engagement der IKvu möglich geworden.

Auf dem Weg zum "Ökumenischen Kirchentag" in Berlin 2003 will die IKvu die Frage der Ökumene wachhalten. "Dabei geht es um mehr als ein 'friedliches Nebeneinander' der beiden großen Konfessionen in Deutschland, Ökumene darf nicht auf den Wunsch nach dem gemeinsamen Abendmahl reduziert werden", so IKvu-Sprecher Thomas Wystrach: "Das ökumenische Profil erweist sich nach unserer Ansicht in der weltweiten Solidarität und dem Engagement für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung".

Die Delegierten der IKvu-Mitgliedsgruppen beschlossen, dem UnterstützerInnenkreis der Initiative "Mehr Demokratie e.V." beizutreten, die sich für das bundesweite Recht auf Volksbegehren und Volksentscheid einsetzt. "Angesichts der offensichtlichen Krise des Parteiensystems halten wir die Stärkung direkter Demokratie für notwendig, weg von der Zuschauermentalität zu einer Kultur der Beteiligung", so IKvu-Sprecher Wystrach.


Hinweise für die Medien:

IKvu-Pressesprecher: Thomas Wystrach, Mobil-Tel.: 0174 / 5146358


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