Initiative Kirche von unten (IKvu)
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Initiative Kirche von unten (IKvu)

+++ pressemitteilung +++

"Nicht verehrungswürdige Jungfrau und Dienerin im Weinberg des Herren sein!"
Initiative Kirche von unten (IKvu) zu den Forderungen von Frauen an die Generalkongregationen der Kardinäle

BONN, 5.4.2005. Frauen, die unter dem katholischen Reformstau der letzten 26 Jahre zu den am meisten Leidtragenden zählen, setzen Erwartungen in die Weichenstellungen der Generalkongregationen der Kardinäle.

Maria von Magdala"Schon vor dem Konklave müssen wichtige Reformen diskutiert und dem kommenden Papst zur Empfehlung gegeben werden. Wir wollen nicht länger nur die Dienerinnen im Weinberg des Herren sein, für Frauen müssen alle Ämterstrukturen geöffnet werden, sie müssen endlich als gleichberechtigter Teil der Kirche respektiert und anerkannt werden", so Verena Mosen, Sprecherin der IKvu. Ergebnis der Diskussion müssten strukturelle Veränderungen sein: Die Gleichberechtigung von Frau und Mann in der Ämterfrage und die Zulassung von Frauen zur Priesterweihe.

"Aber auch das von Johannes Paul II. geprägte Bild der Frau als verehrungswürdige Jungfrau und Mutter bedarf eine Revision. Dieses Bild entspricht keineswegs den Lebenswirklichkeiten, vor die sich Frauen in ihrem Leben gestellt sehen", so Marianne Arndt, die als Mitglied der Gruppe "Maria von Magdala - Initiative Gleichberechtigung von Frauen in der Kirche" im Leitungsteam der IKvu arbeitet.

In diesem Zusammenhang verweist die IKvu-Sprecherin Verena Mosen auf die beschämende Blockade des Vatikan während der UNO-Weltfrauenkonferenz 1995 in Peking. In einer unheiligen Koalition mit religiös-fundamentalistisch geprägten Staaten wie dem Iran verhinderte der Vatikanstaat alle Petitionen und Erklärungen zur Selbstbestimmung der Frau und versetzte den internationalen Bemühungen um Gleichberechtigung von Frauen einen verhängnisvollen Rückschlag.

"Die Zukunft von Frauen und ihre freie Selbstbestimmung, auch ihre sexuelle Selbstbestimmung, darf nicht länger, weder durch Kreuz noch durch Schleier unterdrückt werden. Die Zukunft der römisch-katholischen Kirche darf nicht länger von Männern dominiert werden. Hier müssen die Generalkongregationen der Kardinäle Vorarbeit für die Zeit des neuen Pontifikats leisten und verstaubte Ansichten und Frauenbilder endlich über Bord werfen", so Verena Mosen.

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