| Initiative Kirche von
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BONN, 20.3.2000.
"Leben ist Arbeit genug" hieß das Motto der Frühjahrsversammlung der Initiative Kirche von unten (IKvu) am vergangenen Wochenende (17.-19.3.2000) in Berlin. Das Netzwerk von 40
Basisgemeinden, kirchen- und gesellschaftskritischen Gruppen will damit eine Diskussion über die "Zukunft der Arbeit - Arbeit der Zukunft" anstoßen: Während die herkömmliche Erwerbsarbeit immer weniger dem menschlichen Grundbedürfnis nach sinnvollem Tun
entspricht, werden immer mehr Menschen von einer existenzsichernden Beschäftigung ausgeschlossen. Die ungebremste Zunahme der Massenarbeitslosigkeit geht einher mit der Gewinnsteigerung transnationaler Konzerne. Gleichzeitig wird der Abbau von sozialen Rechten immer
ungenierter betrieben.
Gerade die christlichen Kirchen sind herausgefordert, den sich inzwischen weltweit formierenden Widerstand gegen die neoliberale Globalisierung zu unterstützen. Daher kritisiert die IKvu, dass die katholisch-lutherische Einigung in der Rechtfertigungslehre zur Beilegung eines konfessionskundlichen Insiderstreits degradiert worden ist. Gegen die allgegenwärtige Versuchung, den Menschen nur noch über seine Funktion im Arbeitsprozess zu definieren, gilt es jedoch, die Brisanz der befreienden Botschaft von der Rechtfertigung des Menschen offenzulegen.
IKvu-Pressesprecher: Thomas Wystrach, Mobil-Tel.: 0174 / 5146358