Initiative Kirche von unten (IKvu)
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Kirche lebt von unten

+++ pressemitteilung +++

"Rückwärts und alles vergessen …"
Initiative Kirche von unten zum 25jährigen Pontifikat Johannes Paul II.

BONN, 13.10.2003. Am Donnerstag, dem 16. Oktober begeht Papst Johannes Paul II. den 25. Jahrestag seines Pontifikates. Die Initiative Kirche von unten (IKvu) blickt kritisch zurück auf die Amtszeit eines Papstes, die zwar auch vom Bemühen um den ökumenischen Dialog zeugt, aber zu großen Teil vom Rückschritt hinter die Beschlüsse des II. Vatikanischen Konzils geprägt ist.

Die Enzykliken, die u.a. endgültig Frauen vom Priesteramt ausschließen und katholischen Gläubigen ausdrücklich verbieten, am evangelischen Abendmahl teilzunehmen zementieren für eine lange Zukunft enge Grenzen für eine progressive Reform der Kirche. Der neueste Versuch, Politikerinnen und Politiker zu beeinflussen, die rechtliche Gleichstellung schwuler und lesbischer Partnerschaften abzulehnen, zeigt den eigenen Rechtsanspruch der katholischen Kirche selbst in der demokratischen Staatsform

Die konsequent betriebene Personalpolitik des Papstes, die weltweit nur eigene Parteigänger förderte und durch einen Treueeid für alle Priester schon auf unterster Ebene abgesichert wurde, stabilisiert eine kirchlichen Hierarchie, in der die absolute Herrschaft als selbstverständlich gilt und die einzige Autorität die päpstliche ist. Auch die Zerschlagung der befreiungstheologischen Bewegung in Lateinamerika und die rigide Isolierung ihrer Protagonistinnen und Protagonisten beendeten den Fortschritt, die die Kirche seit den 60er Jahren gemacht hatte.

Auf die Herausforderungen einer globalisierten Welt hat Johannes Paul II. immer nur aus einer fundamentalistischen Sichtweise reagiert. Seine Antworten auf die Nöte der Menschen waren bei den Themen der Überbevölkerung oder der Ausbreitung von AIDS waren defizitär und nicht zeitgemäß.

Die Umgestaltung der Kirche hat zwar stattgefunden – aber sie folgt dem antimodernen Leitbild einer Kirche aus dem 19. Jahrhundert.

Tim Schmidt, IKvu-Pressesprecher
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