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+++ pressemitteilung +++
Hannover, den 28. Mai 2005. Für HIV-Infizierte ist der Zugang zu lebensverlängernden Medikamenten eine Frage von Leben und Tod. Durch künstlich hochgehaltene Preise verhindert die Pharma-Industrie diesen Zugang. "Leben wird somit zur Kostenfrage gerade für die Menschen in den südlichen Ländern", führte Andy Gray aus. Er war als Vertreter der "Treatment Action Campaign" aus Südafrika bei einer Podiumsdiskussion im Afrikazentrum auf dem Kirchentag. "Gesundheit ist ein Menschenrecht, das wir konkret umsetzen können!" sagte Dr. Christiane Fischer von der BUKO-Pharmakampagne. "Die Umsetzung dieses Rechtes ist auch eine Sache der Kirche in Afrika."
Der Einsatz für HIV-Infizierte ist für die Kooperationspartner des Afrikazentrums in Hannover eine Frage der Gerechtigkeit. "Die Umsetzung des verbrieften Menschenrechtes auf Leben für HIV-Positive muss auch von den Kirchen überall in der Welt zu ihrem ureigensten Anliegen gemacht werden", erklärte Susanne Dautel von der Evangelischen Studentengemeinde in Hannover. "Was sagen wir, wenn unsere Kinder uns morgen fragen, was wir für diese Menschen getan haben?" Die Ausgrenzung und Tabuisierung gerade in Afrika gefährde die Würde dieser Menschen in ihrer Krankheit und ihrem Sterben.
Verena Mosen als Sprecherin der IKvu kritisierte erneut die Haltung der katholischen Kirche zur Verhütung: "Mit dem Verbot von Kondomen handelt der Vatikan amoralisch und macht sich Mitschuldig am Tod des afrikanischen Kontinentes. Als Christen ist es unsere Aufgabe, diese Welt so zu verändern, dass alle Menschen auf ihr in Würde leben können - egal, ob sie arm oder reich sind."
Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie unter: www.bukopharma.de
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