Initiative Kirche von unten (IKvu)
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Kirche lebt von unten

+++ pressemitteilung +++

"Der rechte Ring war nicht erweislich." (Lessing, Nathan der Weise)
Initiative Kirche von unten wendet sich gegen die Behauptung einer christlichen Leitreligion

BONN, 23. Januar 2004. Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes über die Erlaubnis, auch in der Schule ein Kopftuch zu tragen, ist der Streit über religiöse Symbole in staatlichen Einrichtungen voll entbrannt. Immer wieder wird dabei das Kopftuch als "Symbol der Unterdrückung" gewertet, während das Kreuz als Metapher der Befreiung idealisiert wird. Aber auch das Kreuz ist für viele Menschen das Zeichen einer repressiven Religion.

"Die Kirchen und der Staat überschreiten ihre Kompetenzen, wenn sie entscheiden wollen, welche Religion in Deutschland zur Leitreligion erklärt wird", sagte Bernd Hans Göhrig, Bundesgeschäftsführer der IKvu. "Gerade in einem Land, in dem jüdische Religion und Kultur fast restlos zerstört wurde, muss diesen Tendenzen entschieden entgegen gewirkt werden." Göhrig sieht diesen Streit auch als Rückzugsgefecht der Kirchen in einer zunehmend säkularisierten Gesellschaft.

Die "Initiative Kirche von unten" (IKvu) tritt dafür ein, dass sich eine multikulturelle und damit multireligiöse Gesellschaft auch in staatlichen Institutionen widerspiegelt, solange keine ideologische Beeinflussung davon ausgeht.

Kontakt: Tim Schmidt
IKvu-Pressesprecher
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