| Initiative
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+++ pressemitteilung +++
BONN, 17.03.2003. Als Bündnis für eine Politik aus christlicher Verantwortung sind die Gruppen der "Initiative Kirche von unten" der Logik des Friedens, der Möglichkeit der friedlichen Regelung jeglicher Art von Konflikt verpflichtet. Mit Millionen Menschen auf der ganzen Erde protestieren wir gegen den Krieg in Blockaden, Lichterketten und Demonstrationen.
Dennoch siegt nun offensichtlich - nach den gemeinsamen Anstrengungen der Kirchen, der Vereinten Nationen (UN) und zahlreicher Staaten auf verschiedensten Ebenen - die Etablierung einer neuen militärischen Weltordnung nach Maßgabe der Bush-Administration. Den Count-down des Krieges mit guten Vernunftgründen zu stoppen, ist nicht gelungen. Es ist ebenso offensichtlich, dass die Folgen dieser Entwicklung nur zerstörerisch sein können, sie werden das Zusammenleben der Menschen in allen Länder betreffen: Im Irak, in den angrenzenden Ländern und in der ganzen Region können die Emotionen des Krieges zu unvorhersehbaren Reaktionen führen, deren Opfer in erster Linie unschuldige Menschen sein werden.
"Krieg ist immer schmutzig, doch die Ermordung von unschuldigen Frauen, Kindern und Zivilpersonen aus eitlem Nationalismus und Weltmachtsstreben ist verantwortungslos und verbrecherisch", so Bundesgeschäftsführer Bernd Hans Göhrig. "Dass die Unionsparteien die Treue zur USA beschwören und den Krieg rechtfertigen, hat mit christlicher Politik nicht das Mindeste zu tun. Niemand kann sich dem Krieg entziehen, wenn er einmal begonnen hat, auch in der Bundesrepublik Deutschland sind wir daran beteiligt."
Als eine Form des Widerstandes ruft die IKvu dazu auf, jede Form des Kriegsdienstes sowohl im militärischen wie im zivilen Bereich zu verweigern. Es ist Christenpflicht, Zulieferdienste jeglicher Art zu verweigern. "Auch wenn es nicht so scheint - der Krieg findet auch mit unserer Hilfe statt. Die Bewachung US-amerikanischer Kasernen und die Gewährung der Überflugrechte ist eine direkte Unterstützung und daher strikt abzulehnen."
Bernd Hans Göhrig
Bundesgeschäftsführer
"Krieg gegen den Irak ist unmoralisch"
Alle sechs Kriterien müssen erfüllt sein, um einen Krieg zu rechtfertigen. Faktisch ist kein einziges erfüllt. Krieg gegen den Irak ist daher unmoralisch. Prof. Dr. Hans Küng im
SPIEGEL-Interview vom 17.3.2003 |
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