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Initiative Kirche von unten (IKvu)

+++ pressemitteilung +++

"Interreligiöser Dialog nicht auf Kosten von Minderheiten"
Ökumenisches Netzwerk "Initiative Kirche von unten" (IKvu) warnt vor konservativen Koalitionen zwischen den Religionen

BONN, 9.1.2005. Das Ökumenische Netzwerk "Initiative Kirche von unten" (IKvu) begrüßte heute in Berlin das Treffen zwischen muslimischen Organisationen und dem Rat der EKD. Zugleich warnte die IKvu vor einer konservativen Koalition unter dem Deckmantel des Dialoges zwischen dem Rat der EKD, dem Zentralrat der Muslime in Deutschland, DITIB und dem Islamrat. Die moslemische Seite will mit Forderungen gegen die Liberalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen und der Begrenzung von Rechten Homosexueller in den Dialog eintreten. Wenn religiöse Minderheiten sich etablierte Koalitionspartner suchen, um andere Minderheiten zu diskriminieren, entfällt aus Sicht der IKvu aber jede Basis für einen gleichberechtigten Dialog.

Der Bundesgeschäftsführer der IKvu, Bernd Hans Göhrig, sagte dazu: "Die Akzeptanz von Schwulen und Lesben gehört ebenso zu den Grundwerten einer modernen Gesellschaft wie ein offener Diskurs über Schwangerschaftsabbrüche." Bei beiden Themen gäbe es zwischen dem liberalen Islam und liberalen christlichen Traditionen weitgehende Übereinstimmungen. Der Dialog zwischen der EKD und den islamischen Organisationen müsse vielmehr auf eine Verständigung der Religionen hinwirken und nicht zur neuen Frontenbildung beitragen. Die IKvu forderte alle Beteiligten auf, konstruktiv an einem interreligiösen Lernprozess arbeiten.

Kontakt: Tim Schmidt, Pressesprecher
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