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Initiative Kirche von unten (IKvu)

+++ pressemitteilung +++

"Guantánamo bald auch in Afrika?"
Ökumenisches Netzwerk Initiative Kirche von unten (IKvu) protestiert scharf gegen Otto Schilys Vorschlag von Flüchtlingslagern außerhalb Europas

BONN, den 21. Juli 2004. Als Mitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft "Asyl in der Kirche" protestiert das Ökumenische Netzwerk "Initiative Kirche von unten" (IKvu) scharf gegen die Idee der außereuropäischen Flüchtlingslager. Das Elend der Abschiebehaft, die das deutsche Asylgesetz vorsieht, müsse nicht noch ins Ausland verlegt werden. Dort würden noch nicht einmal die Gesetze und humanitären Standards gelten, zu denen sich Deutschland verpflichtet hat. Es gibt schon zu viele Flüchtlingslager in Afrika, die aufgrund von Bürgerkriegen bestehen würden. Hier herrschen katastrophale humanitäre Bedingungen, die dringend das Engagement der nördlichen Länder erfordern.

"Wir sind empört, dass die Idee, Menschen in Lagern zu konzentrieren, erneut in Deutschland diskutiert wird", sagte Verena Mosen als Sprecherin des Netzwerkes. "Und wenn die christlichen Unionsparteien diesen Vorschlag aus 'unausgegoren' bezeichnen, heißt das aus unserer Sicht nur, dass sie darüber weiter diskutieren wollen." Mosen forderte weiterhin, dass die Flüchtlingskatastrophe auf der Cap Anamur der Anlass sein müsse, eine Liberalisierung des deutschen und europäischen Asylrechtes auf den Weg zu bringen. Ebenso müsse die Europäischen Union verstärkt Anstrengungen unternehmen werden, dass Fluchtursachen bekämpft werden.

Kontakt: Tim Schmidt, Pressesprecher
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