Initiative Kirche von unten (IKvu)
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Kirche lebt von unten

+++ pressemitteilung +++

Lehmann und Kock vereint an der Seite Gerhard Schröders
Initiative Kirche von unten
kritisiert "ökumenische Taufe der Agenda 2010"

Berlin, 28.5.2003. Die "Initiative Kirche von unten" (IKvu) kritisiert die Unterstützung der beiden großen Kirchen in Deutschland für die "Agenda 2010" von Bundeskanzler Gerhard Schröder. Kardinal Karl Lehmann, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, und EKD-Ratsvorsitzender Manfred Kock hatten sich in einem Interview mit der Berliner Zeitung für einen "Umbau des Sozialstaats in Deutschland" ausgesprochen und grundsätzlich Unterstützung für die Reformpläne der rot-grünen Bundesregierung signalisiert.

"Während der Widerstand in der SPD vor dem bevorstehenden Sonderparteitag bröckelt, markiert diese 'ökumenische Taufe der Agenda 2010' offensichtlich den Endpunkt amtskirchlicher Einmischung in die Sozialpolitik", so IKvu-Pressesprecher Thomas Wystrach, "Nach den derzeitigen Regierungsplänen ist wieder nur eine Notoperation vorgesehen. Kardinal Lehmanns Warnungen vor einer Übernahme des US-amerikanischen Wirtschaftsmodells wirken allerdings wenig glaubwürdig, wenn er selbst undifferenziert neoliberale Positionen übernimmt und berechtigte Kritik an den Regierungsplänen als 'Schüren von Sozialneid' abqualifiziert. Seine Forderung nach 'mehr Eigenverantwortung in den Sozialsystemen' endet meist in der Flucht der Gesellschaft aus ihrer Verantwortung für die Schwächeren."

Dabei wäre es nach Ansicht der IKvu gerade in einer Zeit, in der die Gehälter der Spitzenmanager explodieren und gleichzeitig Kürzungen der Sozialleistungen als der Weisheit letzter Schluss propagiert werden, besonders für die Kirchen wichtig, eine sozial gerechte Reform einzufordern!


"Initiative Kirche von unten" (IKvu)
beim Ökumenischen Kirchentag in Berlin:
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