Initiative Kirche von unten (IKvu)
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+++ pressemitteilung +++

"Bedauern und Verständnis"
Initiative Kirche von unten
zum Amtsverzicht von Pfarrer Kroll

BONN, 2.11.2003. Die IKvu bedauert, dass Pfarrer Kroll auf sein Pfarramt in der Gemeinde Großhabersdorf (Diözese Eichstätt) verzichtet. "Das harte Vorgehen von Bischof Mixa im Vorfeld stößt nach wie vor auf unser Unverständnis, denn Pfarrer Kroll hat auf dem Kirchentag in Berlin das getan, was in vielen Gemeinden im gottesdienstlichen Leben praktiziert wird", sagte die Sprecherin der IKvu, Verena Mosen. Kroll war nach der Teilnahme an einem evangelischen Abendmahl beim Ökumenischen Kirchentag seines Amtes enthoben worden.

Kroll hatte sich kurz vor Ablauf der ihm gesetzten Frist am 31. Oktober mit der Abendmahlslehre der katholischen Kirchen einverstanden erklärt. Im Gegenzug dazu wurden die ihm auferlegten Kirchenstrafen erlassen. Trotzdem bleibt für die IKvu die bittere Erkenntnis, dass solche Kompromisse immer wieder erst nach einem langwierigen, entwürdigenden Prozess zustande kommen. Mit der menschenfreundlichen Botschaft Jesu, die die Kirche eigentlich verkündigen soll, steht dieses Vorgehen im eklatanten Widerspruch.

Dennoch äußerte Verena Mosen Verständnis für das Verhalten von Pfarrer Kroll. "Manchmal lassen die Machtstrukturen der katholischen Kirche offensichtlich keine andere Möglichkeit, um die persönliche Integrität zu wahren." Nach wie vor ist Krolls Teilnahme am evangelischen Abendmahl ein wichtiges Zeichen der Ökumene für die IKvu.


Strafe für "verbotene Gottesdienstgemeinschaft":

Abendmahl - verboten


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