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Initiative Kirche von unten (IKvu)

+++ pressemitteilung +++

"Unselig sind, die Panzer exportieren"
Ökumenisches Netzwerk "Initiative Kirche von unten" (IKvu) zur Panzerlieferung der BRD in die Türkei

BONN, 18. Oktober 2004. Mit scharfen Worten kritisierte am Montag der Bundesgeschäftsführer der IKvu, Bernd Hans Göhrig, das Fortschreiten der Verhandlungen von "Leopard II"-Panzern aus Deutschland in die Türkei. "Wozu braucht die Türkei als nach der USA zweitstärkste Militärmächte in der NATO heute noch Panzer? Wohl auch, um Volksgruppen wie die Kurden zu unterdrücken.", sagte Göhrig in Frankfurt/Main. Auch zeuge es nicht von echter Bereitschaft der Bundesregierung zur Abrüstung, militärische Güter in Krisengebiete zu exportieren, anstelle sie zu verschrotten. Göhrig erinnerte auch an den Export von alten NVA Panzern ab 1991 in die Türkei. "Die Fotos von Kurden, die hinter den Panzern hergeschleift wurden, haben damals gezeigt, wozu das türkische Militär fähig ist und wofür die Panzer eingesetzt werden."

Die IKvu befürwortet zwar den schnellstmöglichen Beitritt der Türkei zu der EU, wendet sich aber dagegen, den angestrebten Beitritt zur Erleichterung von Rüstungsgeschäften zu missbrauchen. Auch der Export von Fuchs-Spürpanzern in den Irak wurde von der IKvu kritisiert. Hier sollte sich die Bundesregierung eher bemühen, zivile Friedenskräfte zu motivieren, im zerstörten Irak die Aufbauarbeiten zu unterstützen und zur Konfliktlösung beizutragen.

Als an einer unbedingten Friedensethik orientiertes Netzwerk aus kirchlichen Basisgruppen erinnert die IKvu die Bundesregierung an den Satz aus der Bergpredigt "Selig sind, die Frieden stiften!" (Matthäus 5, 9). Rüstungsexporte dienen aber nicht der Friedenssicherung, sondern stabilisieren den Absatzmarkt "Kriegskonflikt" und stiften bei einer Eskalation unvorhersehbaren Schaden. Damit schließt sich die IKvu anderen Friedenspoltischen Gruppierungen wie Pax Christi oder dem Netzwerk Friedenskooperative an, die einen sofortigen Rückruf der Panzerexporte aus der Türkei fordert.

Kontakt: Tim Schmidt, Pressesprecher
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