Initiative Kirche von unten (IKvu)
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Initiative Kirche von unten (IKvu)

+++ pressemitteilung +++

"Bestrafte Standhaftigkeit"
Ökumenisches Netzwerk "Initiative Kirche von unten" (IKvu) zur endgültigen Suspendierung von Prof. Hasenhüttl

BONN, den 6. Dezember 2004. Die endgültige Enthebung vom Priesteramt von Prof. Hasenhüttl durch den Vatikan ist bei der IKvu auf Unverständnis und Empörung gestoßen. Ebenso scheint Hasenhüttls Vorgehen, den Rechtsweg bis zur letzten Instanz auszuschöpfen, den Vatikan in derartige Bedrängnis gebracht zu haben, dass nur noch die Amtsenthebung als letztes Mittel bleibt. Hasenhüttl hatte bei einem Gottesdienst auf dem Ökumenischen Kirchentag 2004 explizit auch evangelische Christen zur Kommunion eingeladen. Der Gottesdienst wurde zusammen von der IKvu mit "Wir sind Kirche" und der Gethsemane-Gemeinde in Berlin vorbereitet.

"Professor Hasenhüttl ist für etwas bestraft worden, was überall auf der Welt in Gemeinden alltägliche Praxis ist", sagte Verena Mosen, Sprecherin der IKvu. "Würde jeder Priester suspendiert, der evangelischen Christen die Kommunion gibt, würde die katholische Kirche bald keine Seelsorger mehr haben." Mosen würdigte auch die Aussage Hasenhüttls, der sich laut dpa gegen die "Eucharistie als Abgrenzungsmittel gegenüber Nichtchristen" wehrte und sich weigerte, dadurch evangelische Christen als "Christen zweiter Klasse" zu behandeln. "Das Abendmahl ist Zeichen der Einheit in Christus, genauso wie die Taufe. Dazu benötigen die Kirchen keine weitere Annährung oder gar eine Art Wiedervereinigung!", erläuterte sie.

Die IKvu wird bei ihrer Politik bleiben, bei Gottesdiensten alle Anwesenden zum Altar einzuladen.

Kontakt: Tim Schmidt, Pressesprecher
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Weitere Infos: www.ikvu.de/oekt/ oder www.ikvu.de/abendmahl

Website von Prof. Dr. Hasenhüttl: www.hasenhuettl.de.vu


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