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Initiative Kirche von unten (IKvu)

+++ pressemitteilung +++

"Weiter Vertuschung in St. Pölten!"
Ökumenisches Netzwerk Initiative Kirche von unten (IKvu) zu den Vorgängen in St. Pölten

BONN, den 22. Juli 2004. Aus der Sicht des Ökumenischen Netzwerkes "Initiative Kirche von unten" (IKvu) ist die Bestallung des konservativen Visitators Bischof Karl Küng in St. Pölten ein erneuter Versuch des Vatikans, den Skandal der Kinderpornographie im Priesterseminar zu vertuschen. Es wäre glaubwürdiger gewesen, beim Verdacht der Kinderpornographie direkt die Staatsanwaltschaft einzuschalten. Der Skandal in St. Pölten sei aber nicht die Homosexualität von Priestern, sondern der Konsum von Kinderpornographie, die auch eine Form sexueller Gewalt ist.

"Hier greifen mal wieder die bekannten Mechanismen der katholischen Kirche bei sexueller Gewalt: interne 'Untersuchung' statt rechtsstaatliche Öffentlichkeit, lautstarke Verurteilung von einvernehmlich gelebter Homosexualität und die Forderung nach einem Weiheverbot für schwule Priester", empörte sich die Sprecherin der IKvu, Verena Mosen. Gerade der erzkonservative und homophobe Bischof Krenn würde hier in seiner Doppelmoral entlarvt und habe endgültig seine Glaubwürdigkeit verloren.

Für die IKvu ist sind schon lange Reformen auch im Bereich der Sexuallehre der katholischen Kirche notwendig. Dabei soll es nicht nur um die Abschaffung des Pflichtzölibates gehen, sondern auch Homosexualität soll als gleichberechtigte Form menschlicher Liebe anerkannt werden. Die IKvu veröffentliche im September 2003 eine Studie zum sexuellen Missbrauch in der römisch-katholischen Kirche, die der Bundesregierung und der UN-Kinderrechtskommission vorgelegt wurde. Bislang sind weder die Bundesregierung noch die Deutsche Bischofskonferenz oder der Vatikan auf die Forderungen der Studie eingegangen.

Kontakt: Tim Schmidt, Pressesprecher
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