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Initiative Kirche von unten (IKvu)

+++ pressemitteilung +++

"Diskriminierung bei Kirchen ist weiterhin erlaubt"
Ökumenisches Netzwerk "Initiative Kirche von unten" (IKvu) zum Antidiskriminierungsgesetz

BONN, den 16. Dezember 2004. Auch wenn der Entwurf eines Antidiskriminierungsgesetzes ein erfreulicher Schritt ist, bleiben doch Kirchen von der Regelung verschont. Damit bleibt ein weitgehend rechtsfreier Raum offen. Immer noch leiden Geschiedene oder Schwule und Lesben unter Zurücksetzung bei der Einstellung bei kirchlichen Arbeitgebern. Immer noch werden Menschen aus kirchlichen Arbeitsverhältnissen aufgrund ihres privaten Lebensstils entlassen.

"Es ist skandalös, dass die Bundesregierung hier nicht klar das Staatsrecht durchsetzt, sondern sich den Kirchen beugt!", kommentierte Verena Mosen als Sprecherin der IKvu den Gesetzesentwurf. Im Hinblick auf den zunehmenden Einfluss fundamentalistischer Strömungen in den Kirchen sagte Mosen: "Die Kirchen könnten in Zukunft ihre Regeln nun noch weiter verschärfen, ohne dass der Gesetzgeber eingreifen kann!"

Die IKvu wies darauf hin, dass viele kirchliche Einrichtungen zum größten Teil vom Staat finanziert werden. Hier müssen auch säkulare Gesetze wie das Antidiskriminierungsgesetz zur Anwendung kommen. Der vorige Gesetzesentwurf sah eine umfassendere Regelung vor, scheiterte aber am Widerstand der Kirchen.

Kontakt: Tim Schmidt, Pressesprecher
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