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Initiative Kirche von unten (IKvu)

+++ pressemitteilung +++

"Besser, aber noch nicht gut genug"
Ökumenisches Netzwerk Initiative Kirche von unten (IKvu) zur Verbesserung des Lebenspartnerschaftsgesetzes

Bonn, den 1. Juli 2004. Das Ökumenische Netzwerk "Initiative Kirche von unten" (IKvu) begrüßt die Verbesserung des Lebenspartnerschaftsgesetzes, die am Freitag zur ersten Lesung in den Bundestag kommt. Es wurde höchste Zeit, dass der rechtliche Schutz gleichgeschlechtlicher Partnerschaften in der Hinterbliebenenversorgung, beim Verlöbnis und in anderen Punkten verbessert wurde.

"Dennoch bleiben wieder Punkte offen, die jetzt auch ohne den Bundesrat beschlossen werden könnten", kritisierte Verena Mosen als Sprecherin der IKvu. "Dazu gehören beispielsweise das volle Recht zur Adoption von Kindern." Viele Kinder würden bereits heute in homosexuellen Lebensgemeinschaften aufwachsen und wären höchstens verunsichert darüber, warum der eine Part der Eltern mehr Rechte hätte als der andere. "Hier und in anderen Bereichen könnte die Bundesregierung mutiger sein - auch was ein weitergehendes Antidiskriminierungsgesetz angeht!" Dies sei eine Frage der Gerechtigkeit.

Ebenso forderte Mosen die Unionsparteien auf, das Gesetz im Bundesrat nicht länger zu boykottieren, so dass ein endgültiger Ausgleich zwischen Rechten und Pflichten zustande kommt. Die Einwände bei den Unionsparteien seien meistens mehr von Vorurteilen und populistischen Schlagworten geprägt als von Sachkenntnis und Akzeptanz.

Die IKvu setzt sich nach wie vor für eine volle Gleichberechtigung von schwulen und lesbischen Paaren mit heterosexuellen Eheleuten ein. Es entspricht aus Sicht der IKvu durchaus dem christlichen Menschenbild, dass alle Paare, die in Verantwortung füreinander einstehen, gleiche Rechte und Pflichten haben.

Kontakt: Tim Schmidt, Pressesprecher
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