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Initiative Kirche von unten (IKvu)

+++ pressemitteilung +++

"Ein längst überfälliger Schritt"
Ökumenisches Netzwerk "Initiative Kirche von unten" (IKvu) zur Entlassung von Bischof Kurt Krenn (St. Pölten)

BONN, den 30. September 2004. Erst auf Bitten von Papst Johannes Paul II. trat gestern Bischof Krenn nach dem Kinderpornoskandal in seinem Priesterseminar vom Amt zurück. Dies kommt einer Entlassung gleich, da die Bischöfe zum Gehorsam gegenüber dem Papst verpflichtet sind.

"Bischof Krenn hätte dem Papst zuvorkommen müssen und selbst sein Entlassungsgesuch einreichen sollen", sagte Bernd Hans Göhrig als Bundesgeschäftsführer der IKvu. "Krenns erzkonservative Haltung in anderen Fragen passte schon von Anfang an nicht zu seinem Wort von 'Bubendummheiten', mit der er Kinderpornographie im Priesterseminar bewertete."

Das Ökumenische Netzwerk "Initiative Kirche von unten" (IKvu) ist sich aber auch sicher, dass das Priesterseminar in St. Pölten nicht das einzige ist, in dem Missstände herrschen. Hier wäre ein offensiverer Umgang mit sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche ebenso angebracht wie eine offenere Haltung gegenüber gleichgeschlechtlich liebenden Menschen.

"Man kann Menschen nicht einfach ihre Sexualität verbieten, ohne dass sie seelisch zerbrechen. Aber offensichtlich ist dies die Absicht der katholischen Amtskirche, um gehorsame Diener der Hierarchie zu schaffen", sagte Göhrig weiter. Erneut bekräftigte er die Forderung der IKvu, den Pflichtzölibat abzuschaffen. Den jetzigen Bischof von Feldkirch, Klaus Küng, zum neuen Bischof von St. Pölten zu ernennen, hieße einen neuen Bock zum Gärtner zu bestellen. Der Opus-Dei Mann soll selbst Kindesmussbrauch in seiner Diözese jahrelang gedeckt haben.

Weitere Informationen zum sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche:
IKvu-SPECIAL "Umgang mit sexueller Gewalt in der Kirche"

Kontakt: Tim Schmidt, Pressesprecher
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