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Kirche lebt von unten

+++ pressemitteilung +++

Hoffnung auf protestantisches Profil und Ökumene
Initiative Kirche von unten
zur Wahl des neuen Rates der EKD

Trier / Bonn, 05.11.2003. Die Initiative Kirche von unten (IKvu) gratuliert dem neuen Rat der EKD und seinem Vorsitzenden Prof. Dr. Wolfgang Huber, seinem Stellvertreter Prof. Dr. Christoph Kähler und dem gewählten Rat. Dennoch kritisieren wir, dass von 14 gewählten Ratsmitgliedern 8 Personen aus der Kirchenkonferenz stammen. Damit entsteht ein übergroßer Einfluss durch die Amtsträger.

Mit der Wahl von Prof. Dr. Wolfgang Huber, dem Bischof der Kirche von Berlin-Brandenburg, ist sicher einer der bekanntesten Repräsentanten der Evangelischen Kirche an die Spitze des Rates gelangt. Der thüringische Bischof Prof. Dr. Christoph Kähler als stellvertretender Vorsitzender ist ein Hoffnungsträger für die neuen Bundesländer.

Wir hoffen, dass dem Rat mit Prof. Dr. Wolfgang Huber eine deutliche Profilierung des Protestantismus in Deutschland in Bezug auf Ökumene und sozialer Gerechtigkeit gelingt. Ein weiterer Einsatz für die Mahlgemeinschaft zwischen evangelischen und katholischen Christinnen und Christen und der deutlich erklärte Wunsch nach einem erneuten ökumenischen Kirchentag wären ein wichtiges Signal, das der neue Rat setzen müsste. Ebenso sollte ein deutlicher Protest gegen die Sparmaßnahmen der Bundesregierung, der Einsatz für die Rechte von Minderheiten und so genannten „illegalen“ Flüchtlingen in Deutschland ebenso in der Agenda des neuen Rates stehen wie das anstreben der vollen Gleichberechtigung von schwulen und lesbischen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in der Kirche.

Damit würde die Evangelische Kirche in Deutschland nicht nur ihrem christlichen Auftrag vorbildhaft gerecht, sondern bliebe zudem attraktiv für Menschen, die großkirchlichen Institutionen zunehmend kritisch gegenüberstehen und im diakonischen Wirken eines gesellschaftskritischen Engagements die zentrale ökumenische Aufgabe der christlichen Kirchen erkennen.

Kontakt: Tim Schmidt
IKvu-Pressesprecher
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mobil: +49 174 9415497
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Linkhinweise zum neuen "Rat der EKD":



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