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+++ pressemitteilung +++
BONN, 20.10.2003. Wegen einer Andacht auf dem Rollfeld der Rhein-Main-Airbase in Frankfurt stehen Mitglieder der Gruppe "Ordensleute für den Frieden" ab dem 24. Oktober vor dem Frankfurter Amtsgericht. Am Karfreitag 2003 zerschnitten die Angeklagten den Zaun zur Rollbahn der Rhein-Main-Airbase, um auf dem Rollfeld bei einer Andacht der Opfer des Irak-Krieges zu Gedenken. Dabei wurden sie von amerikanischen GIs mit vorgehaltenen Gewehren gestoppt und anschließend von deutschen Polizisten festgenommen.
Wegen
"widerrechtlichem Eindringen in ein befriedetes Besitztum" und der
"rechtswidrigen Beschädigung eines Gegenstandes, der der öffentlichen Ruhe
dient" erhielten zwei Beteiligte einen Strafbefehl von 45 Tagessätzen zu 10 EUR
und ein Beteiligter einen Strafbefehl von 60 Tagessätzen zu 10 EUR. Aufgrund
ihres Widerspruches gegen den Strafbefehl müssen sich die Beteiligten nun vor
Gericht verantworten.
Alle Mitwirklenden der Demonstration sind Mitglieder der "Initiative Ordensleute für den Frieden (IOF)", die in diesem Jahr den Aachener Friedenspreis bekommen haben. Die IOF ist ein Zusammenschluss von Ordensfrauen und -männern, sowie ihrem Freundeskreis, die laut Eigendarstellung "zu den Ungerechtigkeiten in der Welt nicht länger schweigen können". Seit einigen Jahren ist die IOF eine Mitgliedsgruppe der Initiative Kirche von unten (IKvu).
"Sicher ist das Vorgehen der IOF aus rechtlicher Sicht ein Vergehen, aber dennoch zeugt es vom Aufstand des christlichen Gewissens gegen einen Krieg, gegen den sich der größte Teil der deutschen Bevölkerung gewandt hat und den selbst die Bundesregierung missbilligt hat", sagte Bernd Hans Göhrig, Bundesgeschäftsführer der IKvu. "Bei vielen anderen Demonstranten und Demonstrantinnen sind Strafverfahren auch eingestellt worden, von daher wäre es mehr als gerecht, wenn das hier auch geschehen könnte."
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