| Initiative
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+++ pressemitteilung +++
BONN, 25.3.1999. Die
Beendigung des NATO-Militärschlags gegen Jugoslawien und eine Bearbeitung des
Kosov@-Konflikts mit zivilen Mitteln hat die Initiative Kirche von unten
(IKvu) gefordert.
Das
Netzwerk
von 40 basischristlichen Gruppen und Gemeinden
in Deutschland sieht in der NATO-Militäraktion die Gefahr, die bisherigen
gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Serben und Kosov@-Albanern zu einem
Balkan-Krieg auszuweiten. Zudem wird nach Ansicht der IKvu mit dem Verzicht auf
ein Mandat der UNO
ein völkerrechtlich gefährlicher Präzedenzfall geschaffen.
Da unter dem NATO-Einsatz hauptsächlich die Zivilbevölkerung leidet, wird die Solidarisierung der Serben mit dem Belgrader Regime gefördert, während Milosevic das Kriegsrecht zu weiteren Schlägen gegen die Opposition und kritische Medien nutzen kann. Wie es im Kosov@ nach Abwurf von Bomben und der Zerstörung der Infrastruktur in Jugoslawien weitergehen soll, ist unklar.
Anstelle militärischer Gewalt muß daher dem Balkan eine zivile Perspektive angeboten werden, z. B. durch eine von Gruppen der Friedensbewegung angeregte "Balkan-Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit", wie sie im Ost-West-Konflikt als KSZE und OSZE erfolgreich praktiziert wurde. Demokratie, Frieden und Menschenrechte müssen für alle Beteiligten als attraktive Alternative zu gewaltsamer Konfliktlösung sichtbar werden.
IKvu-Pressesprecher: Thomas Wystrach, Mobil-Tel.: 0174 / 5146358