Initiative Kirche von unten (IKvu)
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Kirche lebt von unten

+++ pressemitteilung +++

"Wir decken schon mal den Tisch ..."
ökumenische Mahlfeier der Initiative Kirche von unten 
"Mahlgemeinschaft ist Provokation in einer Welt der Ausgrenzung!"

HAMBURG, 1.6.2000. Eine ökumenische Mahlfeier mit Zelebrierenden aus vier christlichen Kirchen ist der Höhepunkt des Ökumene-Programms der Initiative Kirche von unten (IKvu) beim 94. Deutschen Katholikentag in Hamburg. Der Gottesdienst beginnt am Freitag, 2. Juni, um 19 Uhr, in der evangelischen Gnadenkirche (Südeingang Messegelände). Mit uns feiern Bischöfin Jana Silerova aus Rychvald (tschechoslowakisch-hussitische Kirche), Superintendentin Petra Wallmann aus Walsrode (evangelische Landeskirche Hannover), Pfarrer Andreas Hoffmann aus Neuss (alt-katholische Kirche) und Jugendpfarrer Hermann Münzel aus dem Bistum Trier (römisch-katholische Kirche).

Zur ökumenischen Mahlfeier erklärt Thomas Wystrach, Sprecher der Initiative Kirche von unten (IKvu): "Bei der ökumenischen Mahlfeier geht es nicht bloß um einen interkonfessionellen Ritus. Notwendig ist eine vom Geist der Urkirche inspirierte Erneuerung: Wir müssen nicht nur das eucharistische Brot mit anderen ChristInnen teilen, sondern vor allem das tägliche Brot mit den Hungernden. So kann die Ökonomie zum Ernstfall der Ökumene werden: Mahlgemeinschaft als Provokation in einer Welt der Ausgrenzung.

Die IKvu profitiert dabei von der theologischen Arbeit und den Erfahrungen ihrer 40 Mitgliedsgruppen: in Basisgemeinden, ökumenischen Arbeitskreisen und Initiativen wird seit Jahren gemeinsam Mahl gefeiert. Konfessionelle Unterschiede erweisen sich gerade im alltäglichen Miteinander evangelischer und katholischer ChristInnen als Relikte der Vergangenheit; Spaltungen verlaufen heute nicht mehr anhand alter konfessioneller Grenzziehungen, sondern zwischen Kirchenleitung und Basis bzw. zwischen restaurativen Tendenzen und überfälligen Reformforderungen.

Die einzelnen Konfessionen müssen sich endlich als Teil-Kirchen der einen Christenheit anerkennen: Das Konzept einer "Rückkehr-Ökumene" der römisch-katholischen Kirchenleitung ist zum Scheitern verurteilt; der Maßstab für das Wachstum der Ökumene kann nicht die Bereitschaft oder Weigerung römischer Instanzen sein. Statt passiv auf Veränderungen von oben zu warten, müssen bisweilen offiziell noch geltende Regeln bewusst gebrochen werden, um überfälligen Reformen näher zu kommen. Für die IKvu heißt das: 'Wir decken schon mal den Tisch' - für die Mahlgemeinschaft beim ökumenischen Kirchentag 2003 in Berlin!

IKvu-Pressesprecher: Thomas Wystrach, Mobil-Tel.: 0174 / 5146358



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