Initiative Kirche von unten (IKvu)
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Kirche lebt von unten

+++ pressemitteilung +++

IKvu: "Wir decken schon mal den Tisch ..."
Über 1.200 ChristInnen feiern ökumenische Mahlfeier
Initiative Kirche von unten auf dem Katholikentag 2000

HAMBURG, 3. Juni 2000. Mit einer ökumenischen Mahlfeier mit Zelebrierenden aus vier christlichen Kirchen hat die Initiative Kirche von unten (IKvu) einen der Höhepunkte des Katholikentags 2000 in Hamburg gesetzt. Zwar hatte das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) den Gottesdienst der christlichen Basisgruppen kritisiert, und sich geweigert, ihn ins offizielle Programm aufzunehmen, mit mehr als 1.200 ChristInnen verschiedener Konfessionen war die evangelische Gnadenkirche jedoch schon vor Beginn des Gottesdienstes überfüllt. Die evangelische Theologin Prof. Dr. Dorothee Sölle rief in ihrer Predigt die Kirchen in Deutschland dazu auf, die alten konfessionellen Streitigkeiten endlich zu beenden und sich statt dessen "auf das Wesentliche unseres Glaubens zu besinnen: die Orientierung an den Benachteiligten, den Zukurzgekommenen und Verlierern unserer Gesellschaft".

Gemeinsam mit den KatholikentagsbesucherInnen feierten Bischöfin Jana Silerova aus Rychvald (tschechoslowakisch-hussitische Kirche), Superintendentin Petra Wallmann aus Walsrode (evangelische Landeskirche Hannover), Pfarrer Andreas Hoffmann aus Neuss (alt-katholische Kirche) und Jugendpfarrer Hermann Münzel aus dem Bistum Trier (römisch-katholische Kirche).

IKvu-Sprecher Thomas Wystrach: "Die überwältigende Zustimmung zu unserem Gottesdienst zeigt, wie weit fortgeschritten die Ökumene bei uns inzwischen ist. Landauf, landab wird in Basisgemeinden, ökumenischen Gruppen und Arbeitskreisen Mahl gefeiert, weil Christinnen und Christen das als selbstverständlichen Bestandteil ihrer Zusammenarbeit verstehen. Sie empfinden es als Widerspruch zu ihrer ökumenischen Praxis, gerade beim Abendmahl die Trennung entlang der alten konfessionellen Grenzziehungen des 16. Jahrhunderts künstlich am Leben zu erhalten. Die Vorwürfe von ZdK und Bischöfen, die IKvu gefährde mit der Mahlfeier die ökumenische Zusammenarbeit, zeugen eher für die Halbherzigkeit und Inkonsequenz des Ökumene-Konzepts der Kirchenleitung. Auf dem Weg zum ökumenischen Kirchentag 2003 in Berlin gilt es, die guten Erfahrungen mit der Mahlgemeinschaft aufzugreifen und zu zeigen, wie unbegründet noch vorhandene Ängste und Vorurteile sind. Eine dort wiederholte Verweigerung der Mahlgemeinschaft würde ein verheerendes Zeichen der Unglaubwürdigkeit setzen!"

IKvu-Pressesprecher: Thomas Wystrach, Mobil-Tel.: 0174 / 5146358



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