Initiative Kirche von unten (IKvu)
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Kirche lebt von unten

+++ pressemitteilung +++

"Umkehr und Reform der Kirche bleiben notwendig!"
Initiative Kirche von unten zum "Schuldbekenntnis" des Papstes

Zum "Schuldbekenntnis" und zur "Vergebungsbitte" des Papstes am ersten Fastensonntag 2000 erklärt die Initiative Kirche von unten (IKvu), ein Netzwerk von 45 Basisgemeinden, kirchen- und gesellschaftskritischen Gruppen in Deutschland:

Das öffentliche "Schuldbekenntnis" von Papst Johannes Paul II. bleibt offensichtlich ein folgenloses Spektakel: So bemerkenswert die Abkehr vom bisher üblichen Verdrängen und Verschweigen kirchlicher Menschenrechtsverletzungen auch erscheinen mag, so unzureichend ist die Auseinandersetzung mit den gegenwärtigen Verfehlungen der römisch-katholischen Kirche.

Viele Mitgliedsgruppen der Initiative Kirche von unten (IKvu) zeigen seit Jahren die weiterhin bestehenden Diskriminierungen durch die römisch-katholische Kirche auf: in Initiativen wie "Christenrechte in der Kirche" oder "Maria von Magdala - Gleichberechtigung für Frauen in der Kirche", "Homosexuelle und Kirche" und "Netzwerk Katholischer Lesben", "Initiativgruppe vom Zölibat betroffener Frauen" und "Vereinigung katholischer Priester und ihrer Frauen" setzen sich engagierte Gläubige mit ihren Erfahrungen von kirchlicher Ausgrenzung und Unrecht auseinander.

Die Umkehr und eine strukturelle Reform der römisch-katholischen Kirche bleiben notwendig: Erst wenn die Ausgrenzung von Frauen, Homosexuellen, wiederverheirateten Geschiedenen, kritischen TheologInnen oder verheirateten Priestern aufhört, wird die päpstliche "Bitte um Vergebung" glaubwürdig sein.

Bonn, den 13. März 2000
IKvu-Pressesprecher: Thomas Wystrach, Mobil-Tel.: 0174 / 5146358


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