| Initiative
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+++ pressemitteilung +++
Bonn, 12.03.2002. Die Initiative Kirche von unten (IKvu) führt von 12. bis 14.April 2002 ihre Frühjahrs-Delegiertenversammlung in Frankfurt am Main durch. Thema der Konferenz ist ausschließlich die Art der Beteiligung und das Programm der IKvu auf dem zum ersten Mal vom Deutschen Evangelischen Kirchentag (DEKT) und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) 2003 in Berlin veranstalteten ökumenischen Kirchentag (ÖKT).
Nachdem das aus 35 gesellschafts- und kirchenpolitisch engagierten Gruppen und Organisationen bestehende Netzwerk IKvu bereits 1994 anlässlich des Katholikentages in Dresden den "1. Ökumenischen Kirchentag von unten" durchgeführt hatte, hat die IKvu der Geschäftsstelle des ÖKT in Berlin für das kommende Jahr verschiedene Veranstaltungen angeboten: Die Palette der ökumenischen Themen reicht von der Entschuldung für das südliche Afrika, die koloniale Vergangenheit Deutschlands und die Globalisierungsproblematik über Kirchenasyl, Rassismus und Differenzerfahrungen in Deutschland Ost-West bis zu ökumenischen Mahlfeiern und der Entwicklung von ökumenischen Gemeinden.
Das Angebot der Mitarbeit an die Veranstalter eines Kirchen- bzw. Katholikentages entspricht der Praxis der über zwanzigjährigen Geschichte der IKvu. Während die Teilnahme am Evangelischen Kirchentag nie ein Problem war, wurde der IKvu erst Ende der 90er Jahre die Teilnahme im offiziellen Programm des Katholikentages mit ausgewählten Angeboten gestattet. Steine des Anstoßes waren für das ZdK lange Zeit bestimmte Mitgliedsgruppen der IKvu wie etwa die Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) und die Vereinigung katholischer Priester und ihrer Frauen (VkPF). Beim letzten Katholikentag in Hamburg führte die als positive Regelverletzung und Zeichen der Hoffnung gewürdigte Durchführung einer ökumenischen Abendmahlsfeier zur vorübergehenden Suspension des zelebrierenden römisch-katholischen Priesters.
Bei der Versammlung in Frankfurt werden die Delegierten der mehr als 35 Mitgliedsgruppen der IKvu ihre gemeinsame Strategie bis zum ÖKT im Juni 2003 festlegen und die drängenden Themen diskutieren. "In Berlin liegen die Wunden unserer Gesellschaft quasi auf der Straße: Glamour und Armut, Frauenhandel und Arbeitslosigkeit, Kolonialismus, Rassismus und Krieg - vor diesen Themen kann sich Kirche nicht hinter theologischen Formeln verstecken.", beschreibt Bundesgeschäftsführer Bernd Hans Göhrig die inhaltlichen Maßstäbe, an denen sich nach Meinung der IKvu das Gelingen oder Scheitern des ÖKT entscheiden wird. "Erst eine Ökumene, die die Probleme der Gegenwart ernstnimmt, macht das gemeinsam gefeierte Abendmahl zum versöhnenden und kräftigenden Zeichen. Das ist natürlich eine politische Ökumene, auf Befreiung und Gerechtigkeit verpflichtet. Sie lebt seit Jahren in vielen Gemeinden und Projekten an der kirchlichen Basis, in den ökumenischen Netzen und weltweiten Bewegungen. Von ihr allein wird das Gelingen dieses ökumenischen Kirchentages abhängen".
Bernd H. Göhrig,
Mobil: +49 179 5244075
Fon: +49 69 42095780
Fax: +49 69 42095781
Linktipps
zum Thema:
Vorschlag: Ökumenische Eucharistiefeier der IKvu 2003
Rückblick: Ökumenische Mahlfeier der IKvu 2000