Initiative Kirche von unten (IKvu)
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Kirche lebt von unten

+++ pressemitteilung +++

"Ökumene fällt nicht vom Himmel!"
Strategiekonferenz der Initiative Kirche von unten zum Ökumenischen Kirchentag 2003 in Berlin

BONN, 14.04.2002. Das bundesweite Netzwerk IKvu wird sich an dem vom Deutschen Evangelischen Kirchentag (DEKT) und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) geplanten "1. Oekumenischen Kirchentag" 2003 in Berlin beteiligen. Bereits 1994 wurde von der IKvu in Dresden der "1. Oekumenische Kirchentag von unten" veranstaltet.

"Ökumene, die wir meinen, ist eine politische Ökumene", so Bernd Hans Göhrig, Bundesgeschäftsführer der IKvu: "Die zentrale Botschaft des Kirchentages muß lauten: Ab sofort wird die Lösung der zentralen Probleme unserer Gesellschaft wie Armut, Rassismus, Krieg, Umweltzerstörung nur noch gemeinsam vorangetrieben. Dieses wirklich epochale Ereignis Oekumenischer Kirchentag ist ein Reformschritt, hinter den es nach 2003 kein Zurück mehr gibt. Von daher können die konfessionellen Kirchentage 2004 in Ulm (Katholikentag) und 2005 in Hannover (Evangelischer Kirchentag) nur 'Reflexionscharakter' haben auf dem Weg zum nächsten Oekumenischen Kirchentag 2006."

Mit ökumenischen Kooperationspartnern wie der Evangelischen StudentInnengemeinde in der Bundesrepublik Deutschland (ESG), der Initiative schwarze Menschen in Deutschland (ISD-Bund e.V.), der Kirchlichen Arbeitsstelle Südliches Afrika (KASA), der Ökumenischen Bundesarbeitsgemeinschaft Asyl in der Kirche, der römisch-katholischen Refomgruppe "Wir sind Kirche" sowie Kirchengemeinden in Berlin hat die IKvu der Geschäftsstelle des ÖKT ein differenziertes Programm angeboten. Die Themen gehen von der Entschuldung für das südliche Afrika, die koloniale Vergangenheit Deutschlands und Globalisierung über Kirchenasyl, Rassismus und Differenzerfahrungen in Deutschland Ost-West bis zu ökumenischen Mahlfeiern und der Entwicklung von ökumenischen Gemeinden.

Die IKvu wird für den Oekumenischen Kirchentag offensiv dazu auffordern, die stattfindenden Gottesdienste durch die Praxis der gegenseitigen Gastfreundschaft bei Abendmahl und Eucharistie zu wahrhaft oekumenischen Mahlfeiern zu machen. Sie wird außerdem selbst drei ökumenische Gottesdienste mit offenem Abendmahl bzw. offener Kommunion anbieten.

Die Teilnahme der IKvu an Evangelischen Kirchentagen war nie ein Problem, doch erst Ende der 90er Jahre wurde die Aufnahme ins offizielle Programm des Katholikentages mit ausgewählten Angeboten genehmigt. Steine des Anstoßes waren für das ZdK lange Zeit einige Mitgliedsgruppen der IKvu wie etwa die Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) und die Vereinigung katholischer Priester und ihrer Frauen (VkPF).

Beim letzten Katholikentag in Hamburg führte die als positive Regelverletzung und Zeichen der Hoffnung gewürdigte ökumenische Abendmahlsfeier zur vorübergehenden Suspension des zelebrierenden römisch-katholischen Priesters.

Kontakt: Bernd H. Göhrig
Mobil: 0179 / 52 44 07 5
Fon: 069 / 42 09 57 80
Fax: 069 / 42 09 57 81


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