Initiative Kirche von unten (IKvu)
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Kirche lebt von unten

+++ pressemitteilung +++

"IKvu ist ..."
Presse-Information zum ökumenischen Netzwerk "Initiative Kirche von unten"

BONN, Oscar-Romero-Haus, 24.10.2002. Die "Initiative Kirche von unten" (IKvu) ist ein bundesweiter Zusammenschluss von aktuell 37 Mitgliedsgruppen.

Zu diesen Gruppen zählen bundesweite Netzwerke (z.B. die "Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche - HuK"), Zeitschriften (Publik-Forum, Schlangenbrut, imprimatur), gesellschaftspolitische Gruppen (z.B. "ChristInnen für den Sozialismus - CfS", "Ordensleute für den Frieden - IOF"), spezifisch katholische Hilfsgruppen (z.B. "Initiativgruppe vom Zölibat betroffener Frauen"), Priestergruppen und Basisgemeinden.

Die Arbeit der IKvu wird von einem Koordinierungskreis, kurz "Ko-Kreis" koordiniert, dessen Sprecher ist der Bundesgeschäftsführer Bernd Hans Göhrig.

Unter den Arbeitskreisen der IKvu ist vor allem der AK Ökumene zu nennen, der ein gemeinsames Gremium von IKvu und "Wir sind Kirche" ist. Dieser AK ist verantwortlich für die theologisch-ökumenische Vorbereitung des Ökumenischen Kirchentages 2003 in Berlin. Sein Sprecher ist Carl-Peter Klusmann.

Das Büro der IKvu befindet sich im Oscar-Romero-Haus in Bonn.

Die IKvu wurde 1980 als Reaktion auf den Reformstau in der römisch-katholischen Kirche gegründet. 1980-1998 veranstaltete sie parallel zu Katholikentagen den "Katholikentag von unten (Kvu)", 1994 in Dresden den 1.Ökumenischen Kirchentag. Während die Zusammenarbeit der IKvu mit den evangelischen Kirchen und dem Deutschen Evangelischen Kirchentag (DEKT), auch durch die Zusammenarbeit in der ökumenischen Bewegung, traditionell sehr gut sind, gab es erst Mitte der 90er Jahre eine vorsichtige Annäherung zwischen dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) und IKvu.

Die IKvu ist keine "Laienorganisation", denn die spezifisch römisch-katholische, in der Regel abwertend verwendete Bezeichnung "Laie" widerspricht zutiefst der Gleichheit aller ChristInnen im Glauben. Zudem sind 8 der 37 Mitgliedsgruppen originäre Zusammenschlüsse von Priestern bzw. Ordensleuten.

Die IKvu ist außerdem keine "katholische" Organisation, denn etwa die IKvu-Gründungsgruppe "Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK)" und der "Bund der religiösen SozialistInnen Deutschlands (BRSD)" stehen in einer ausdrücklich ökumenischen bzw. protestantischen Tradition. Zwar entstand die IKvu in der linkskatholischen Tradition, doch zu ihrem Gründungsimpuls gehört gerade auch das ökumenische Defizit im offiziellen Katholizismus. Die IKvu hat die ökumenische Bewegung etwa im "Konziliaren Prozeß für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung" entscheidend mitgeprägt.

Die IKvu ist keine Kirche, sondern ein bundesweites Netzwerk sehr unterschiedlicher Gruppen, Gemeinden und Zeitschriften, verbunden durch das Leitbild eines demokratischen, emanzipatorischen und christlich motivierten Handelns - "für eine gerechte Kirche und eine gerechte Welt", wie es in der Selbstverständniserklärung der IKvu heißt.

Bernd Hans Göhrig,
Bundesgeschäftsführer



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