zuletzt aktualisiert: 01.04.2010
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IKvu: Gemeinsames Abendmahl ist möglich


Ökumenisches Netzwerk
Initiative Kirche von unten - IKvu

Pressemitteilung

IKvu: Gemeinsames Abendmahl ist möglich.
ÖKT-TeilnehmerInnen praktizieren eucharistische Gastfreundschaft.

01.04.2010. Frankfurt/Main

Am heutigen Gründonnerstag gedenken Christinnen und Christen des letzten Mahles von Jesus von Nazareth mit seinen Freundinnen und Freunden. 40 Tage vor dem 2. Ökumenischen Kirchentag in München (12.-16. Mai 2010) erinnert dieser Tag eindringlich daran, dass Jesus selbst es ist, der zum Abendmahl einlädt.

Daher ruft die IKvu alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kirchentages dazu auf, über Konfessionsgrenzen hinweg gemeinsam Abendmahl zu feiern und damit die Kirchenspaltung mit christlichem Mut persönlich zu beenden.

Ökumenisch wenig hilfreich ist hier das Lavieren des Präsidiums des ÖKT: Statt offensiv die erreichten Fortschritte in der Ökumene zu praktizieren, übt man sich in vorauseilender Rücksichtnahme und spielt damit den ohnehin antiökumenischen Traditionalisten der römischen Kirche in die Hände.

"Die seit Jahren monoton von Rom ins Feld geführten Differenzen in theologischen Fragen sind ja nur Scheinargumente, die die Ergebnisse der theologischen Fachgespräche der letzten Jahrzehnte einfach ignorieren - dazu muss sich auch der ÖKT positionieren", so Bernd Hans Göhrig, Bundesgeschäftsführer der IKvu. "Die Menschen erwarten von diesem ÖKT einen Gegenakzent mit Perspektive. Die zauderliche Haltung des ÖKT-Präsidiums ist eine enttäuschende Vertröstung auf den Sankt-Nimmerleinstag."

Anders als vom Präsidium des Kirchentages immer wieder öffentlich behauptet, finden auch während des 2. ÖKT in München viele Gottesdienste statt, bei denen auch römisch-katholische Christinnen und Christen in "eucharistischer Gastfreundschaft" willkommen sind:

Dies betrifft einen ökumenischen Gottesdienst, der von der evangelischen, anglikanischen und alt-katholischen Kirche gemeinsam gestaltet wird. Außerdem werden auch bei den zahlreichen evangelischen Abendmahlsgottesdiensten am Samstagabend (15. Mai) römisch-katholische Gläubige nicht abgewiesen werden.

"Falls während des "Ökumenischen" Kirchentags in München wieder liturgisch gefärbte feierliche Ausladungsformeln für evangelische Christinnen und Christen in römisch-katholischen Gottesdiensten verlesen würden, wäre das ein geistliches Armutszeugnis ohne Beispiel - das hat mit Ökumene nichts zu tun!", erklärte Dr. Uwe-Karsten Plisch in Berlin.

Die IKvu erinnert an den 25. Jahrestag der "Vereinbarung der gegenseitigen Einladung zur Teilnahme an der Feier der Eucharistie" zwischen der "Evangelischen Kirche in Deutschland" (EKD) und dem "Katholischen Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland" am 29. März. Der neu gewählte alt-katholische Bischof Dr. Matthias Ring und der bayerische Landesbischof Dr. Johannes Friedrich, Leitender Bischof der "Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands" (VELKD) und Gastgeber des 2. ÖKT in München, würdigten den "Modellcharakter" dieses Abkommens.

 

Kontakt:

Bernd Hans Göhrig (Frankfurt am Main)

Mobil 0179 - 52 44 075

 

Dr. Uwe-Karsten Plisch (Berlin)

Mobil 0176 - 502 69 099

 

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Initiative Kirche von unten (IKvu) ist ein ökumenisches Netzwerk von 38 Basisgemeinden, kirchen- und gesellschaftskritischen Gruppen in der Tradition des politischen Linkskatholizismus und -protestantismus und der Befreiungstheologie.
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