zuletzt aktualisiert: 03.06.2006
home

Katholikentag 2006 in Saarbrücken

 

Das gemeinsame Zentrum von HuK und IKvu befand sich in der Erweiterten Realschule (ERS) Güdingen, Saargemündener Str. 157a, 66130 Saarbrücken-Güdingen und in der Heilig-Kreuz-Kirche, Saargemündener Str. 159, 66130 Saarbrücken-Güdingen

   
Links: In der erweiterten Realschule in Güdingen befand sich unser Zentrum. 
Rechts: Der IKvu-Infostand im Zentrum, hier mit Wiho Stöppelmann und Dorte Eifler

Folgende Ausstellungen und Veranstaltungen bot die IKvu im gemeinsamen Zentrum an:

Ausstellung: 
im gemeinsamen Zentrum
Our land, our life, our future 
Wanderausstellung über ländliche Armut und Landrechte in Südafrika

 


Hans Blum führt durch die Ausstellung 

 


Theo Kneifel im Gespräch über Landrechte in Südafrika

Die Fotoausstellung "Our Land ... Our Life ... Our Future“ und die öffentliche Debatte, die sie anstoßen will, finden vor dem Hintergrund wachsender ländlicher Armut in Südafrika statt. In Bildern voller Würde kommen darin die Anliegen, Enttäuschungen und Hoffnungen der armen Landbevölkerung in dem noch immer von der Apartheid gezeichneten Land zum Ausdruck. Ebenso deutlich wird aber auch, dass die Landpolitik der demokratischen Regierung Südafrikas bisher gescheitert ist.

Die 60 Fotos der Ausstellung gliedern sich in fünf thematische Einheiten: 
1. Für ein Leben in Würde 
2. Frauen tragen die Last
3. Ein von der Apartheid gezeichnetes Land 
4. Die tiefen Gräben der Apartheid 
5. Aufwachsen auf dem Land.

Die Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika (KASA), die die Wanderausstellung organisiert, will damit die Wirklichkeit ländlichen Lebens und ländlicher Armut im neuen Südafrika, vorwiegend aus der Sicht der am stärksten betroffenen schwarzen Frauen, der deutschen Öffentlichkeit vermitteln.

Die Wanderausstellung soll auch dazu beitragen, die politischen Forderungen der über TCOE vernetzten ländlichen Gemeinschaften solidarisch aufzugreifen und zu verstärken, um so die südafrikanische Regierung zu einer gründlichen Reform ihrer Landpolitik zu bewegen – zumal angesichts der politischen Brisanz, die der Landfrage im Südlichen Afrika zukommt und die in Simbabwe oder auch Namibia besonders augenfällig wird.

Weitere Informationen unter www.our-land.de oder unter www.kasa.woek.de 


Ausstellung: 
im gemeinsamen Zentrum
Die Päpstinnen


   

 


Die Malerin Elke Fech (links) führt durch ihre Ausstellung mit Päpstinnenbildern

Die Idee, Frauen in religiösen Machtpositionen darzustellen, entstand nach den Arbeiten „in anno dominae“, mit Ölfarbe übermalte Farbkopien von Bildern aus der Kunstgeschichte, auf denen die Künstlerin die Geschlechter vertauscht hat.
Zum Beispiel das „Frühstück im Freien“ von Manet oder „Das Gewitter“ von Giorgione. Es waren auch religiöse Bilder dabei, das „Kruzifix“ und „Mariä Krönung“ von Velasquez.

Weibliche Priesterschaft ist seit vielen Jahren eine heiße Diskussion in der katholischen Kirche. Das Thema ist aktuell und wird wohl noch lange aktuell bleiben. Es gibt dafür keine Vorbilder, keine Bilder. Die Künstlerin Elke Fech hat sie geschaffen als Möglichkeit der Identifikation für Frauen. Mit den Bildern macht sie mit ihren Gedanken, die Vorstellungsbilder vieler Menschen sichtbar, der Frau, die auf dem Petersplatz während der Papstwahl sang: I want to have a female pope, der Menschen, die das Buch „die Päpstin“ gelesen haben, der Frauen und auch Männer in der katholischen Kirche, die sich ein weibliches Priesteramt wünschen.

Als Künstlerin beschäftigt sie sich mit dem kritischen Blick auf Geschlechterverhältnisse in Religion, Kunstgeschichte und in der Gesellschaft im Allgemeinen.

Durch das Betrachten der Bilder wird man nicht nur angeregt, sich selbst und die eigenen Gefühle zu erforschen sondern auch kritisch über unsere Kultur und deren Ursprünge und Geschichte nachzudenken.

Weitere Informationen unter www.elkefech.de


Ausstellung: 
im gemeinsamen Zentrum
Kirchenasyl


Das Kirchenasyl war und ist eine Reaktion auf die ungelösten menschenrechtlichen Probleme des deutschen Asylrechts. Als ultima ratio im Einzelfall verweist jedes Kirchenasyl exemplarisch auf die schwerwiegenden Defizite.

Das Kirchenasyl beansprucht nicht, eine Lösung dieser Probleme zu sein: Dies kann nur auf politischer Ebene geschehen. Kirchenasyl ist vielmehr subsidiärer Menschenrechtsschutz im Einzelfall, dessen Ziel es ist, dem Rechtsstaat zu seiner Geltung zu verhelfen und Flüchtlinge vor Gefahren für Leib und Leben oder unzumutbaren menschlichen Härten zu schützen, die ihnen bei einer Abschiebung drohen würden. Dabei geht es nicht darum, den Rechtsstaat in Frage zu stellen, sondern eine erneute Prüfung zu erreichen. Diese Einschätzung findet sich auch in den überwiegend unterstützenden Verlautbarungen von katholischen und evangelischen Kirchenleitungen , in denen das Kirchenasyl als Ausübung christlicher Beistandspflicht gewertet und befürwortet wird.

Die Ausstellung gibt einen Einblick in die Kirchenasylarbeit vor Ort an einigen Beispielen.

Weitere Informationen unter www.kirchenasyl.de


Samstag, 27.05.06,
14.30 - 16.00 Uhr
im gemeinsamen Zentrum 
Widerstand gegen AgroGentechnik

In den nächsten Jahren entscheidet sich, ob sich der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen in Deutschland durchsetzen wird. Der Widerstand ist vielfältig. Die Initiative "GenDreck-weg - Freiwillige Feldbefreiung" entfernt nach öffentlicher Ankündigung Genmais von Feldern.

Diskussion, Film und Perspektiven

mit Jutta Sundermann, freie Journalistin, Gründungsmitglied von Attac-Deutschland


Gespräch im Staatstheater:

Samstag, 27.05.06, 
20.00 - 22.00 Uhr
Großer Saal des Staatstheaters, Saarbrücken, Schillerplatz 1


Kooperationsveranstaltung von:  
Leserinitiative Publik e. V., 
Publik-Forum, 
Bundes-ESG,
Wir sind Kirche und 
Ökumenisches Netzwerk 
Initiative Kirche von unten

"Wo kämen wir hin ...? - 
Nicht nur beim Abendmahl: Der Skandal der Trennung

Podium mit: Prof. Dr. Johanna Haberer (München), 
Prof. Dr. Gotthold Hasenhüttl (Saarbrücken) und 
Prof. Dr. Fulbert Steffensky (Hamburg), 

Moderation: Britta Baas (Publik-Forum, Oberursel)

Musikalische Gestaltung: Flois Knolle-Hicks (Hambach) und 
Bernd Hans Göhrig (IKvu, Frankfurt am Main)

Prof. Steffensky musste wegen Krankheit seine Teilnahme leider absagen.

 


Podium mit Prof. Hasenhüttl, Britta Baas und Prof. Johanna Haberer

 


Das Staatstheater musste wegen Überfüllung 
geschlossen werden, hier im Bild der Schlussapplaus.

 


Pressemitteilung der IKvu während des Katholikentages 

Artig, unscharf, schwach (IKvu)
Saarbrücken, 26.05.06. Das Ökumenische Netzwerk Initiative Kirche von unten (IKvu) kommt bei seiner Zwischenbilanz zu einem gemischten Urteil. Der Katholikentag setzt keine zukunftsweisenden Akzente, Streitfragen werden ausgeblendet oder vertagt - sei es der Konflikt des ZdK mit dem Bistum Regensburg oder die Auseinandersetzung um das ökumenische Abendmahl. ...weiter

-----

Pressemitteilungen der HuK während des Katholikentages

Christliche Lesben und Schwule fordern Antidiskriminierungsgesetz (HuK)
Saarbrücken, 26.05.06. Die Umsetzung der europäischen Antidiskriminierungsrichtlinie in deutsches Recht fordern christliche Lesben- und Schwulengruppen beim 96. Deutschen Katholikentag.
...weiter

Lesben und Schule unter Benedikt XVI.  (HuK)
Saarbrücken, 23.05.06. Die unbarmherzige Haltung Benedikts XVI. gegenüber Lesben und Schwulen wird von der ökumenischen Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) in einem Faltblatt zum Katholikentag kritisiert. ...weiter